Museum der Geschichte der polnischen Juden
Warschau
Die Nozyk-Synagoge ist die einzige aktive Vorkriegssynagoge Warschaus und wurde 1898 bis 1902 von Leandro Marconi im neoromanischen Stil mit neobyzantinischen Elementen errichtet. Gestiftet vom Ehepaar Zalman und Rywka Nozyk diente sie der orthodoxen Gemeinde im damaligen juedischen Viertel. Nach dem deutschen Einmarsch 1939 lag sie zwar ausserhalb der Ghettomauern, wurde aber 1941 als Pferdestall und Futterlager missbraucht, was paradoxerweise vor der Sprengung bewahrte, die nahezu jede andere Warschauer Synagoge traf. Nach Kriegsende wurde der Bau in den 1970er Jahren restauriert. Heute ist sie das Zentrum der orthodoxen Gemeinde Warschaus mit taeglichen Gebeten, taeglicher Mikwe und einer kleinen Ausstellung im Vestibuel. Besucher betreten den Hauptraum durch das oestliche Tor an der ulica Twarda und finden ein leuchtend gestrichenes Interieur unter einer einfachen Holzdecke.
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