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Parlament der Bäume

Das Parlament der Baeume ist ein kleiner Gedenkort am ehemaligen Berliner Mauerstreifen direkt an der Spree zwischen Bundestag und Kanzleramt, eingerichtet am 9. November 1990 vom Aktionskuenstler Ben Wagin. Wagin pflanzte 58 Baeume und stellte 16 originale Mauersegmente auf, die mit den Namen der 258 nachgewiesenen Maueropfer bemalt sind; jeder Baum steht symbolisch fuer eine Person und die Jahre des geteilten Berlins. Ergaenzt wird das Ensemble durch Granittafeln mit Zitaten von Adorno, Brandt und anderen, sowie Steine aus den ehemaligen Konzentrationslagern. Beim Bau des Marie-Elisabeth-Lueders-Hauses 2003 musste die Anlage geteilt werden, die Mauerteile mit den Namen stehen seither auch in der Bibliothek des Bundestags. Seit 2017 steht der Gedenkort unter Denkmalschutz. Wer ihn besucht, findet einen ungewoehnlich stillen, fast versteckten Ort mitten im Regierungsviertel.

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