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Wasserkirche

Die Wasserkirche steht auf einer schmalen Landzunge an der Limmat in der Zürcher Altstadt — ein spätgotischer Hallenbau aus dem 15. Jahrhundert, dessen drei Seiten vom Flusswasser umgeben sind und der vom Ufer aus wie eine treibende Insel wirkt. Der Überlieferung nach wurden hier im 3. Jahrhundert die römischen Soldaten Felix und Regula hingerichtet, bevor sie zu Schutzpatronen Zürichs wurden. Huldrych Zwingli nutzte das Gebäude zwischen 1525 und 1534 als öffentliche Bibliothek — eine ungewöhnliche Zweckentfremdung, die den reformatorischen Geist illustriert, sakrale Räume weltlich zu öffnen. Das Innere ist heute reformiert-nüchtern gehalten, ohne Altarschmuck oder figürliche Ausstattung. Der stärkste Eindruck entsteht von außen: vom Limmatufer, wo der schlanke Chor unmittelbar über dem Wasser schwebt.

Ursprünglich auf einer Insel in der Limmat, heute am Limmatquai — spätgotisch, kleines Schiff, Augusto Giacometti-Fenster.

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