Freilichtmuseum Göreme
Göreme
Auch bekannt als: Zelve "monastery", Zelve complex, Zelve settlement
Zelve ist eine nahezu vollständig aus Tuffstein gehauene Höhlensiedlung in der kappadokischen Region der Türkei, die heute als Freilichtmuseum zugänglich ist. Das Dorf war über Jahrhunderte bewohnt — erst von byzantinischen Mönchen, die Kapellen und Klöster tief in den Fels gruben, später von einer bäuerlichen Bevölkerung, die dieselben Höhlen als Wohnräume nutzte. 1952 zwangen einsturzgefährdete Felswände die letzten Bewohner zur Umsiedlung; seitdem ist Zelve ein verlassenes Labyrinth aus Wohnhöhlen, Taubenschlägen und frühchristlichen Kapellen mit Resten byzantinischer Fresken. Im Gegensatz zum bekannteren Göreme-Freilichtmuseum empfangen die drei Täler von Zelve kaum Massentourismus — Besucher erkunden Felskorridore, Mühlen und halbeingestürzte Kirchenräume weitgehend in Ruhe. Die umliegenden Feenkamine und die erodierte Tufflandschaft machen das Tal auch landschaftlich zu einem der eindringlichsten Orte Kappadokiens.
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