Unterirdische Stadt
Göreme
Auch bekannt als: Kaymakli
Kaymaklı ist eine der größten unterirdischen Städte Kappadokiens, in den vulkanischen Tuffstein der Region gegraben und vermutlich ab dem 6. Jahrhundert als Schutzanlage genutzt. Acht Stockwerke erstrecken sich in die Tiefe — davon sind vier für Besucher zugänglich — mit engen Tunneln, Belüftungsschächten, Weinkellern, Pferdeställen und Gemeinschaftsräumen, die auf eine dauerhafte Besiedlung durch frühchristliche Gemeinschaften schließen lassen. Die Anlage konnte bis zu 2.000 Menschen aufnehmen und verfügte über schwere Mühlsteinscheiben, mit denen die Eingänge von innen versperrt werden konnten — ein Schutzmechanismus gegen arabische Überfälle des 7. und 8. Jahrhunderts. Als Teil des Göreme-Nationalparks gehört Kaymaklı seit 1985 zum UNESCO-Welterbe. Die engen, niedrigen Gänge erfordern körperliche Wendigkeit — Klaustrophobie-Anfällige seien gewarnt.
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