20 Yanvar st.
Baku
Architektur
Bakus Architektur spannt einen weiten Bogen: Der Aserbaidschanische Staatliche Akademische Oper- und Balletttheater steht für neoklassische Eleganz, während die Flame Towers als verglaste Hochhäuser das moderne Stadtbild prägen. Sakrale Bauten wie die Bibi-Heybat-Moschee und die Erlöserkirche zeugen von religiöser Vielfalt. Das Baku TV Tower ragt weithin sichtbar über die Stadt, und Sportbauten wie das Baku Olympic Stadium sowie das Bakcell Arena setzen großmaßstäbliche Akzente. Historische Zeugnisse wie das Mädcheninternat Kaiserin Alexandra ergänzen das Bild ebenso wie der Bahnhof und das Fuzuli-Denkmal.
30 Orte · Baku, Aserbaidschan · Redaktionell kuratiert
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Das Opern- und Balletttheater Baku (benannt nach dem Dichter Mirsa Fatali Achundow) ist das bedeutendste Theater Aserbaidschans, 1920 gegrundet. Das Gebaude im Neorenaissance-Stil wurde von polnischen Architekten entworfen und ist das kulturelle Herzstuck des Bakuer Stadtzentrums. Das Theater fuhrt neben aserbaidschanischem Repertoire auch klassisches europaisches Opern- und Ballettrepertoire auf.
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Reiterstandbild in Xirdalan, einer Siedlung nahe Baku, Aserbaidschan. Reiterdenkmaler sind eine der klassischen Darstellungsformen fur historische Fuhrerpersonlichkeiten und Feldherren.
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Der Hauptbahnhof von Baku ist das eisenbahntechnische Herz der aserbaidschanischen Hauptstadt. Das imposante Gebäude trägt unverkennbar die Handschrift sowjetischer Repräsentationsarchitektur: hohe Bögen, breite Vorhallen und eine Fassade, die Stärke und Ordnung ausstrahlen sollte. Heute bedient er Fernverbindungen ins Inland sowie internationale Routen, etwa nach Tiflis und Moskau. Gleichzeitig ist er Startpunkt der Ringvorortbahn, die Baku mit der Industriestadt Sumqayıt verbindet. Wer Baku mit dem Zug besucht, erlebt hier einen ersten Eindruck des sowjetisch geprägten Stadtteils rund um den Bahnhof.
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Die Bakcell Arena – auch als Neftçi Arena oder 8-km-Stadion bekannt – ist ein 2012 eröffnetes Fußballstadion im Westen Bakus mit einer Kapazität von rund 11.000 Zuschauern. Es ist die Heimspielstätte von Neftçi Baku PFK, einem der traditionsreichsten Vereine Aserbaidschans. Das Stadion wurde für internationale Jugendturniere gebaut und richtete sowohl die FIFA U-17-Weltmeisterschaft der Frauen 2012 als auch die UEFA U-17-Europameisterschaft 2016 aus. Die kompakte Arena bietet eine lebendige Heimspielatmosphäre und ist für Fans des aserbaidschanischen Klubfußballs ein zentraler Ort.
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Das Baku Olympiastadion ist das größte Sportstadion Aserbaidschans und fasst 68.000 Zuschauer. Es wurde 2015 fertiggestellt und ersetzte das ältere Tofiq-Bähramov-Stadion als Heimspielstätte der aserbaidschanischen Fußballnationalmannschaft. Der erste große internationale Einsatz war die Eröffnungsveranstaltung der Ersten Europaspiele 2015 – ein Meilenstein für Baku als aufstrebende Sportmetropole. Seither fanden hier UEFA-Europa-League-Finalspiele und Formel-1-Galas statt. Die geschwungene Fassade mit ihrer LED-Beleuchtung ist bei Nacht ein markantes Wahrzeichen der modernen Küstenpromenade Bakus.
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Das Bayil Stadion, auch bekannt als ASCO Arena, liegt im Küstenstadtteil Bayıl der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. Das Stadion wurde 2012 eröffnet und gehört dem aserbaidschanischen Fußballverband AFFA. Es dient als Heimspielstätte für Fußballspiele des nationalen Verbands und bietet eine moderne Infrastruktur für den aserbaidschanischen Vereinsfußball. Die Arena liegt unweit der Altstadt Bakus, in der Nähe des Kaspischen Meers, was ihr eine ungewöhnliche geografische Lage verleiht.
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Am Ufer des Kaspischen Meeres am Stadtrand von Baku steht die Bibi-Heybat-Moschee, eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten des schiitischen Islam im Südkaukasus. Ursprünglich 1281 unter den Schirwahschahs errichtet, wurde sie nach der Schwester des achten Imams ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā benannt. Ihr Schicksal spiegelt das turbulente 20. Jahrhundert wider: 1936 von sowjetischen Behörden gesprengt, stand an ihrer Stelle jahrzehntelang eine Straße. Nach der aserbaidschanischen Unabhängigkeit wurde sie in den 1990er-Jahren originalgetreu wiederaufgebaut. Heute ist sie ein lebendiger Gebetsort und ein nationales Symbol der religiösen Erneuerung.
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Die Burg von Ramana ist eine mittelalterliche Festungsruine im Dorf Ramana auf der Abscheron-Halbinsel, heute Teil des Großraums Baku. Die aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammende Höhenburg war Teil eines Verteidigungsringes, der die strategisch wichtige Halbinsel am Kaspischen Meer sicherte. Vom aserbaidschanischen Kulturministerium als Denkmal von weltweiter Bedeutung eingestuft, steht sie seit 2001 auf der UNESCO-Tentativliste für das Welterbe als Teil der „Verteidigungsbauten am Kaspischen Meer". Von den Mauerresten bietet sich ein weiter Blick über die karge Landschaft der Halbinsel — ein eindringliches Bild von Vergänglichkeit und Geschichte.
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George Enescu war einer der bedeutendsten rumänischen Komponisten, Violinisten und Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Geboren 1881 in der Moldau, wurde er früh als Wunderkind in Paris bekannt und bildete als Lehrer später Yehudi Menuhin aus. Sein kompositorisches Werk verbindet rumänische Volksmusik mit spätromantischer Harmonik, am eindrücklichsten in seiner Rumänischen Rhapsodie Nr. 1 und der Oper Oedipe. Das Denkmal in Baku überrascht durch seinen Kontext – ein rumänisches Künstlerdenkmal in Aserbaidschan – und bezeugt die kulturellen Verbindungen zwischen Südosteuropa und dem Südkaukasus. Für Freunde klassischer Musik ein stiller, bedeutsamer Ort.
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Die Erlöserkirche in Baku ist ein stiller Zeuge der deutschen Geschichte im Kaukasus. Ende des 19. Jahrhunderts lebte in Baku eine bedeutende Gemeinschaft von Kaukasiendeutschen — Nachkommen von Siedlern, die unter Zar Alexander I. ins Zarenreich gekommen waren. Sie erbauten diese lutherische Kirche mit Spenden aus ihrer Gemeinschaft, unter maßgeblicher Beteiligung des Unternehmers Adolf Eichler. Am 14. März 1899 wurde sie eingeweiht. Der Bau im Stil des Historismus zeigt einen schlanken Turm und eine schlichte, aber würdevolle Fassade. Nach der sowjetischen Machtübernahme wurde die Gemeinde aufgelöst und das Gebäude für andere Zwecke genutzt. Heute dient es als Konzerthalle des aserbaidschanischen Kulturministeriums und beherbergt gelegentlich klassische Konzerte — ein ungewöhnliches Nachleben für ein Gotteshaus.
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Der Fernsehturm Baku ist mit 310 Metern Höhe eines der markantesten Bauwerke der aserbaidschanischen Hauptstadt und gilt als Wahrzeichen und wichtigste Landmarke der Stadt. Der 1996 fertiggestellte Stahlbetonturm bietet in 175 Metern Höhe eine Aussichtsplattform sowie ein Drehrestaurant, das 2008 eröffnet wurde — ein Ort mit Panoramablick über die Bucht des Kaspischen Meeres und die dicht besiedelte Altstadt Bakus. Häufig als Establishing Shot in Film- und Fernsehproduktionen über Aserbaidschan genutzt, ist der Turm kaum wegzudenken aus der Stadtsilhouette Bakus. Er verbindet Funktion und Symbol: oben Rundfunktechnik, unten Erlebnisgastronomie mit unverbautem Blick auf das Kaspische Meer.
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Die Flame Towers sind das prägende Wahrzeichen der modernen Skyline Bakus und eines der auffälligsten Hochhausprojekte des 21. Jahrhunderts. Der dreiteilige Komplex wurde von 2007 bis 2013 errichtet und überragt mit bis zu 182 Metern die Altstadt und den Kaspischen Streifen. Die flammenförmige Fassade aus Glasscheiben und LED-Panels erwacht nach Einbruch der Dunkelheit zu spektakulären Lichtshows, bei denen sich die Türme visuell in lodernde Flammen verwandeln – eine bewusste Hommage an Aserbaidschans Ruf als „Land des Feuers". Im Inneren befinden sich ein Luxushotel, Wohnungen und Büroflächen. Vom Hochplateau der Altstadtbefestigung oder vom Kaspischen Ufer aus bieten die Towers die dramatischste Silhouette der Stadt.
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