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Geschichte

Geschichte in Baku

Bakus Geschichte spiegelt sich in einer bemerkenswerten Vielfalt an Orten wider. Der Atesggah-Feuertempel zeugt von vorislamischer Verehrung, während die Bibi-Heybat-Moschee zu den ältesten islamischen Stätten der Stadt zählt. Christliche Einflüsse zeigen sich in der Kirche der Heiligen Jungfrau, der Kirche der Unbefleckten Empfängnis und der Erlöserkirche. Der Ehrenfriedhof und der Friedhof der deutschen Kriegsgefangenen erinnern an bewegte Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts. Das Aserbaidschanische Eisenbahnmuseum und der historische Bahnhof dokumentieren die industrielle Entwicklung, und das Staatliche Russische Dramatheater verweist auf die kulturellen Verflechtungen der Stadtgeschichte.

30 Orte · Baku, Aserbaidschan · Redaktionell kuratiert

  • Aserbaidschanisches Eisenbahnmuseum

    Aserbaidschanisches Eisenbahnmuseum

    Baku

    KulturGeheimtipps

    Das Aserbaidschanische Eisenbahnmuseum in Baku, 2019 von der Staatsbahn Azeray eroffnet, prasentiert die Geschichte der Eisenbahn in Aserbaidschan von den zaristischen Anfangen bis zur Gegenwart. Lokomotiven, Wagen und historische Ausrustung aus dem Freien und in Ausstellungsraumen.

  • Ateschgah von Baku

    Ateschgah von Baku

    Baku

    KulturGeheimtippsMystik

    Der Ateschgah (Haus des Feuers) in Surachani bei Baku ist ein ehemaliger Feuertempel, in dem hinduistische, zoroastrische und sikhistische Pilger bis ins 19. Jahrhundert rituelle Zeremonien abhielten. Erbaut im 17. und 18. Jahrhundert um eine ewig brennende Erdgasflamme, war er ein wichtiger Pilgerort fur indische Handler, die an der Seidenstrasse tatig waren. Als 1883 die Olfelder in der Nahe erschlossen wurden, erlosch die Flamme durch sinkenden Gasdruck. Heute UNESCO-Kandidatur.

  • Azərbaycan Dövlət Rus Dram Teatrı

    Azərbaycan Dövlət Rus Dram Teatrı

    Baku

    KulturGeheimtipps

    Das Samed-Wurgun-Theater in Baku ist eines der bedeutendsten Schauspielhauser Aserbaidschans und fuhrt seit seiner Grundung 1920 ausschliesslich Stucke in russischer Sprache auf. Das Repertoire umfasst klassische russische Dramen sowie moderne Produktionen fur die russischsprachige Gemeinschaft Bakus.

  • Bahnhof Baku

    Bahnhof Baku

    Baku

    ArchitekturKulturAktivitäten+1

    Der Hauptbahnhof von Baku ist das eisenbahntechnische Herz der aserbaidschanischen Hauptstadt. Das imposante Gebäude trägt unverkennbar die Handschrift sowjetischer Repräsentationsarchitektur: hohe Bögen, breite Vorhallen und eine Fassade, die Stärke und Ordnung ausstrahlen sollte. Heute bedient er Fernverbindungen ins Inland sowie internationale Routen, etwa nach Tiflis und Moskau. Gleichzeitig ist er Startpunkt der Ringvorortbahn, die Baku mit der Industriestadt Sumqayıt verbindet. Wer Baku mit dem Zug besucht, erlebt hier einen ersten Eindruck des sowjetisch geprägten Stadtteils rund um den Bahnhof.

  • Bakı Olimpiya Stadionu

    Bakı Olimpiya Stadionu

    Baku

    ArchitekturKulturAktivitäten

    Das Baku Olympiastadion ist das größte Sportstadion Aserbaidschans und fasst 68.000 Zuschauer. Es wurde 2015 fertiggestellt und ersetzte das ältere Tofiq-Bähramov-Stadion als Heimspielstätte der aserbaidschanischen Fußballnationalmannschaft. Der erste große internationale Einsatz war die Eröffnungsveranstaltung der Ersten Europaspiele 2015 – ein Meilenstein für Baku als aufstrebende Sportmetropole. Seither fanden hier UEFA-Europa-League-Finalspiele und Formel-1-Galas statt. Die geschwungene Fassade mit ihrer LED-Beleuchtung ist bei Nacht ein markantes Wahrzeichen der modernen Küstenpromenade Bakus.

  • Bibi-Heybat-Moschee

    Bibi-Heybat-Moschee

    Baku

    ArchitekturKulturNatur

    Am Ufer des Kaspischen Meeres am Stadtrand von Baku steht die Bibi-Heybat-Moschee, eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten des schiitischen Islam im Südkaukasus. Ursprünglich 1281 unter den Schirwahschahs errichtet, wurde sie nach der Schwester des achten Imams ʿAlī ibn Mūsā ar-Ridā benannt. Ihr Schicksal spiegelt das turbulente 20. Jahrhundert wider: 1936 von sowjetischen Behörden gesprengt, stand an ihrer Stelle jahrzehntelang eine Straße. Nach der aserbaidschanischen Unabhängigkeit wurde sie in den 1990er-Jahren originalgetreu wiederaufgebaut. Heute ist sie ein lebendiger Gebetsort und ein nationales Symbol der religiösen Erneuerung.

  • Burg von Ramana

    Burg von Ramana

    Baku

    ArchitekturKulturNatur+1

    Die Burg von Ramana ist eine mittelalterliche Festungsruine im Dorf Ramana auf der Abscheron-Halbinsel, heute Teil des Großraums Baku. Die aus dem 14. und 15. Jahrhundert stammende Höhenburg war Teil eines Verteidigungsringes, der die strategisch wichtige Halbinsel am Kaspischen Meer sicherte. Vom aserbaidschanischen Kulturministerium als Denkmal von weltweiter Bedeutung eingestuft, steht sie seit 2001 auf der UNESCO-Tentativliste für das Welterbe als Teil der „Verteidigungsbauten am Kaspischen Meer". Von den Mauerresten bietet sich ein weiter Blick über die karge Landschaft der Halbinsel — ein eindringliches Bild von Vergänglichkeit und Geschichte.

  • Deutscher Kriegsgefangenenfriedhof (Baku)

    Deutscher Kriegsgefangenenfriedhof (Baku)

    Baku

    Im Bakuer Stadtteil Yasamal liegt einer der wenigen deutschen Kriegsgefangenenfriedhöfe auf dem Gebiet des heutigen Aserbaidschans. Hier fanden 90 deutsche Soldaten und Kriegsgefangene ihre letzte Ruhestätte, die nach dem Zweiten Weltkrieg in sowjetischer Gefangenschaft starben. Ein schwarzes Kreuz in der Mitte des Geländes dient als stilles Mahnmal. Der Friedhof wurde 1946 angelegt und ist trotz seiner Lage außerhalb der großen Touristenpfade ein bedeutender Ort der Erinnerung – ein Zeugnis der menschlichen Tragödie des Kriegs jenseits nationaler Grenzen.

  • Erlöserkirche (Baku)

    Erlöserkirche (Baku)

    Baku

    ArchitekturKultur

    Die Erlöserkirche in Baku ist ein stiller Zeuge der deutschen Geschichte im Kaukasus. Ende des 19. Jahrhunderts lebte in Baku eine bedeutende Gemeinschaft von Kaukasiendeutschen — Nachkommen von Siedlern, die unter Zar Alexander I. ins Zarenreich gekommen waren. Sie erbauten diese lutherische Kirche mit Spenden aus ihrer Gemeinschaft, unter maßgeblicher Beteiligung des Unternehmers Adolf Eichler. Am 14. März 1899 wurde sie eingeweiht. Der Bau im Stil des Historismus zeigt einen schlanken Turm und eine schlichte, aber würdevolle Fassade. Nach der sowjetischen Machtübernahme wurde die Gemeinde aufgelöst und das Gebäude für andere Zwecke genutzt. Heute dient es als Konzerthalle des aserbaidschanischen Kulturministeriums und beherbergt gelegentlich klassische Konzerte — ein ungewöhnliches Nachleben für ein Gotteshaus.

  • Fəxri Xiyaban

    Fəxri Xiyaban

    Baku

    KulturNatur

    Der Fəxri Xiyaban – auf Deutsch „Allee der Ehre" – ist Bakus höchster nationaler Begräbnisort. Die Anlage wurde 1948 auf einer Anhöhe oberhalb des Kaspischen Meeres angelegt und ist ausschließlich Persönlichkeiten vorbehalten, die sich um Aserbaidschan verdient gemacht haben: Wissenschaftler, Dichter, Staatsmänner, Sportler und Kriegshelden. Zwischen gepflegten Zypressen und Grabmälern aus poliertem Marmor spazieren Einheimische hier, um zu trauern, aber auch um zu flanieren – der Ort hat trotz seines ernsten Charakters etwas von einem Park. Das Panorama über die Bucht von Baku und die Ölfelder am Horizont gibt dem Gelände eine eigentümliche Weite. Besonders eindringlich ist der Besuch nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Flammen der ewigen Feuer an den Gräbern der im Bergkarabach-Krieg gefallenen Soldaten in der Stille leuchten.

  • Hökumət Evi

    Hökumət Evi

    Baku

    Geheimtipps

    Das Regierungshaus von Baku — aserbaidschanisch Hökumət Evi — ist eines der imposantesten Gebäude der aserbaidschanischen Hauptstadt und ein charakteristisches Zeugnis spätstalinistischer Architektur. Fertiggestellt 1952, wurde es für 5.500 Mitarbeitende konzipiert und beherbergt heute verschiedene aserbaidschanische Ministerien. Es liegt an der Neftchiler-Allee direkt gegenüber dem Baku Boulevard mit Blick auf das Kaspische Meer. Die schwere, symmetrische Fassade mit ihren Säulenreihen und dem monumentalen Mitteltrakt spiegelt den charakteristischen sozialistischen Klassizismus der Nachkriegszeit wider. Das Gebäude ist ein markantes architektonisches Relikt der sowjetischen Periode Aserbaidschans — sichtbar, aber für die Öffentlichkeit unzugänglich.

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