Asamkirche
München
Von den Asam-Brüdern 1733–46 als Privatkirche erbaut — eines der reinsten Beispiele süddeutschen Spätbarocks, Gold und Stuck satt.
Architektur
Münchens Architektur spannt einen weiten Bogen: von der üppigen Barockfassade der Theatinerkirche und dem bewegten Stuckinneren der Asamkirche über die neogotische Allerheiligenkirche am Kreuz und die Allerheiligen-Hofkirche bis zur sachlichen Moderne des Lenbachhauses und der Pinakothek der Moderne. Das Munich City Museum dokumentiert die bauliche Entwicklung der Stadt, während der Olympiaturm das futuristische Erbe der 1970er-Jahre verkörpert. Das Gründerzeitviertel Haidhausen, die offene Fläche der Theresienwiese und das Schyrenbad zeigen, wie Stadtplanung und Architektur den Alltag prägen. Die Allianz Arena schließlich steht für zeitgenössisches Bauen im großen Maßstab.
68 Orte · München, Deutschland · Redaktionell kuratiert
München
Von den Asam-Brüdern 1733–46 als Privatkirche erbaut — eines der reinsten Beispiele süddeutschen Spätbarocks, Gold und Stuck satt.

München
Quartier mit französischen Straßennamen (Pariser, Bordeauxplatz), Backsteinhäusern und großem Wochenmarkt — kreatives München.
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Franz von Lenbachs ehemalige Villa, weltgrößte Sammlung der Künstlergruppe Blauer Reiter — Kandinsky, Marc, Münter.
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Sammlung zur Münchner Stadtgeschichte vom Mittelalter bis heute — Mode, Foto, Filmmuseum und das Kabinett der Moriskentänzer.
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Sendeturm von 1968 mit Aussichtsplattform und Drehrestaurant — bei Föhn freier Blick bis in die Alpen.
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Stephan Brauns Glasrotunde von 2002 mit vier Sammlungen unter einem Dach: Kunst, Design, Architektur, Werke auf Papier.
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Münchens älteste Freibadanlage, NS-Klassizismus, große Liegewiese, Außen-Sprungturm — beliebt bei Einheimischen.
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1690 fertige Hofkirche mit 71-m-Kuppel und Doppelturm-Fassade nach römischem Vorbild — Gelb dominiert das Stadtbild.
München
16 Tage Oktoberfest pro Jahr, sonst Park-Areal mit Bavaria-Statue, Frühlingsfest und Tollwood — Münchens größte Festfläche.

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Barocke Dreischlossanlage mit französischem Park, Großem Saal und alter Galerie — Münchens Mini-Versailles.
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Die Allerheiligen-Hofkirche ist ein 1837 fertiggestellter neoromantischer Kirchenbau innerhalb der Münchner Residenz, entworfen vom Stararchitekten Leo von Klenze im Auftrag König Ludwigs I. Klenze orientierte sich an frühchristlichen Basiliken und byzantinischen Vorbildern, was dem Innenraum eine ungewöhnliche Mischung aus Strenge und Pracht verleiht. Prachtvolle Fresken von Peter von Cornelius schmückten einst die Wände — ein Großteil wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute ist die Kirche nach umfangreicher Restaurierung Teil des Residenzmuseums und als Veranstaltungsort für Konzerte und Ausstellungen zugänglich.
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Die Allerheiligenkirche am Kreuz, im Volksmund auch Kreuzkirche genannt, ist eine der ältesten erhaltenen Kirchen Münchens. Sie entstand 1478 als Friedhofskirche der Stadtpfarrei St. Peter und diente jahrhundertelang der Gemeinde rund um den „Alten Peter" als Begräbnisstätte. Das schmale spätgotische Langhaus mit seinem charakteristischen Kreuzgewölbe fügt sich unauffällig ins Stadtbild ein — wer genau hinschaut, entdeckt eines der stillen Kleinode der Münchner Altstadt. Heute ist die Kirche noch immer Nebenkirche von St. Peter und gelegentlich für Gottesdienste und Konzerte geöffnet.
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Heimstadion des FC Bayern, 75.000 Plätze, ETFE-Folienkissen, abends rot, weiß oder blau beleuchtet.
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Eine der weltgrößten Sammlungen Alter Meister: Dürer, Rubens, Rembrandt, Leonardo, Tizian unter einem Dach. 1836 als erstes öffentliches Museum dieser Größe gebaut.
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Der Alte Hof ist Münchens ältester erhaltener Herrschaftssitz und entstand im späten 12. Jahrhundert als herzogliche Stadtburg. Ab 1255 diente er den Herzögen von Oberbayern als Residenz und war zeitweise sogar Kaiserpfalz unter Ludwig dem Bayern. Der vielgliedrige Komplex — bestehend aus Burgstock, Zwingerstock, Lorenzistock, Pfisterstock und Brunnenstock — überstand Jahrhunderte der Stadtentwicklung. Heute beherbergt er Büros und ein kleines Museum zur Wittelsbacher Geschichte, der Innenhof lädt Besucher ein, direkt in das mittelalterliche Herz Münchens einzutauchen.
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Das Alte Rathaus am Marienplatz wurde zwischen 1470 und 1475 vom Münchner Stadtbaumeister Jörg von Halsbach im gotischen Stil errichtet. Fast vier Jahrhunderte lang tagte hier der Magistrat der Stadt; erst 1874 zog die Verwaltung ins heutige Neue Rathaus um. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und danach originalgetreu rekonstruiert. Heute beherbergt der Turm das Münchner Spielzeugmuseum mit einer faszinierenden Sammlung historischer Puppen, Teddybären und Blechspielzeug — ein Publikumsmagnet für Familien und Nostalgie-Fans gleichermaßen.
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Die Alte Utting ist ein ehemaliges Passagierschiff, das seit 2016 ein spektakuläres zweites Leben führt — hoch oben auf einer stillgelegten Eisenbahnbrücke in München-Sendling. Jahrzehntelang pendelte es als Linienschiff über den Ammersee, bevor es auf die Brücke gehoben wurde und zum Kulturschiff wurde. Heute beherbergt es ein Restaurant, eine große Außenterrasse mit Blick über die Stadt, und dient regelmäßig als Bühne für Konzerte, Partys und Kulturveranstaltungen. Der Aufstieg zur Brücke lohnt sich allein schon für die ungewöhnliche Perspektive — Schiff, Brücke und Stadtpanorama in einem.
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Die Amalienburg ist der wohl schönste der vier Parkpavillons im Nymphenburger Schlosspark und gilt als Meisterwerk des europäischen Rokoko. Kurfürst Karl Albrecht ließ den kleinen Jagdpavillon 1734–1739 für seine Gemahlin Maria Amalia errichten — daher der Name. Der Architekt François de Cuvilliés schuf ein Juwel, dessen Außenbau schlicht und zurückhaltend wirkt, während das Innere mit dem berühmten Spiegelsaal den Betrachter in eine funkelnde Welt aus Stuck, Silber und Gold entführt. Heute ist die Amalienburg als Teil der Bayerischen Schlösserverwaltung öffentlich zugänglich und eines der meistbesuchten Kleinode des Nymphenburger Parks.
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Das Antiquarium der Münchner Residenz gilt als einer der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissance-Festsäle nördlich der Alpen. Herzog Albrecht V. ließ den gewölbten Langsaal zwischen 1568 und 1571 ursprünglich als repräsentativen Aufbewahrungsort für seine wachsende Antikensammlung erbauen — Büsten, Vasen und Marmorskulpturen reihten sich damals in langen Galerien aneinander. Wenige Jahrzehnte später wandelte Herzog Wilhelm V. den Erdgeschosssaal zu einem prächtigen Festsaal um: Hunderte von Groteskenmalereien, bayerische Landschaftsveduten und mythologische Szenen bedecken seitdem Wände und Decken in einer überwältigenden manieristischen Bilderfülle. Heute ist der Saal Teil der Residenzmuseum-Tour und empfängt Besucherinnen und Besucher mit dem gleichen Staunen, das schon Fürstengäste des 16. Jahrhunderts ergriff.
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Die Basilika St. Bonifaz liegt im Münchner Kunstareal und ist zugleich Klosterkirche einer lebendigen Benediktinerabtei. König Ludwig I. beauftragte den Architekten Georg Friedrich Ziebland mit dem Bau, der zwischen 1835 und 1850 im neubyzantinischen Stil entstand — eine Reminiszenz an frühchristliche Basiliken Roms. Die Kirche ist dem heiligen Bonifatius geweiht, dem „Apostel der Deutschen", der im 8. Jahrhundert das Christentum in germanischen Landen verbreitete. Im rechten Seitenschiff befindet sich das Grab Ludwigs I., des Stifters. Heute ist die Abtei ein aktives Kloster der Bayerischen Benediktinerkongregation; Gottesdienste sind öffentlich zugänglich und die Stille des Kreuzgangs bildet einen besonderen Kontrast zum lebhaften Museumsviertel ringsum.
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Die Bavaria ist die mächtige Bronzestatue auf der Theresienwiese und die weibliche Symbolfigur des Freistaats Bayern. Mit 18,5 Metern Höhe und einem Gewicht von rund 87 Tonnen gehört sie zu den größten Bronzegüssen des 19. Jahrhunderts weltweit. Ludwig Schwanthaler entwarf die Figur, gegossen wurde sie 1850 von Ferdinand von Miller in der königlichen Erzgießerei — ein handwerkliches Meisterwerk, das in fünf Sektionen transportiert und an Ort und Stelle zusammengesetzt wurde. Die Bavaria trägt einen Löwen an ihrer Seite und hält einen Eichenkranz in der Hand. Im Inneren führt eine Wendeltreppe bis in den Kopf der Statue, von wo aus man einen weiten Panoramablick über München genießt. Hinter ihr thront die Ruhmeshalle mit Büsten bedeutender Bayern. Heute ist sie eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt und Mittelpunkt des Oktoberfestgeländes.
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Die Bayerische Akademie der Schönen Künste wurde 1948 gegründet und versteht sich als „oberste Pflegestelle der Kunst" im Freistaat. Sie vereint herausragende Persönlichkeiten aus Literatur, Bildender Kunst, Musik und darstellenden Künsten — Mitgliedschaft gilt als eine der höchsten kulturellen Auszeichnungen in Bayern. Die Akademie hat ihren Sitz im Max-Joseph-Platz im historischen Residenzviertel Münchens und vergibt eigene Preise, veranstaltet öffentliche Lesungen, Konzerte und Symposien. Gegründet in der unmittelbaren Nachkriegszeit, war sie von Anfang an als Gegenpol zu staatlicher Kulturpolitik gedacht — ein Ort, an dem freies künstlerisches Denken gepflegt wird. Heute zählt sie rund 300 Mitglieder aus dem deutschen Sprachraum und darüber hinaus.
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Das Bayerische Nationalmuseum an der Münchner Prinzregentenstraße zählt zu den bedeutendsten Museen für angewandte Kunst in Europa. Auf rund 13.000 m² Ausstellungsfläche zeigt es kunst- und kulturhistorische Sammlungen vom frühen Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert: europäische Skulpturen, Textilien, Keramik und Glasarbeiten. Besonders bekannt ist die volkskundliche Abteilung im Untergeschoss mit einer der weltweit größten Krippensammlungen. Das Gebäude selbst, 1855 gegründet und in der heutigen Form 1900 eröffnet, ist ein Historismus-Prachtbau mit Fassaden in verschiedenen Stilen – von Romanik bis Renaissance.
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Die Bayerische Staatsbibliothek gehört zu den bedeutendsten Bibliotheken der Welt und ist das kulturelle Gedächtnis Bayerns. Gegründet 1558 unter Herzog Albrecht V., beherbergt sie heute rund 39 Millionen Medieneinheiten — darunter eine der wertvollsten Handschriftensammlungen überhaupt, mit mittelalterlichen Codices, antiken Papyri und frühneuzeitlichen Drucken. Der monumentale Renaissancebau an der Ludwigstraße, fertiggestellt 1843 nach Plänen von Friedrich von Gärtner, ist selbst ein Denkmal: Die Eingangshalle mit ihren weißen Marmortreppen und Statuen griechischer Gelehrter stimmt auf das Studium ein. Heute ist die Bibliothek nicht nur Forschungseinrichtung, sondern öffnet einen Teil ihrer Schätze als Ausstellungen für alle Besucher.
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Die Bayerische Staatskanzlei ist die Schaltzentrale der bayerischen Landesregierung und Amtssitz des Ministerpräsidenten. Das auffällige Gebäude am Hofgarten entstand durch den Umbau des ehemaligen Armeemuseums — ein neoklassizistisches Bauwerk des 19. Jahrhunderts, das in den 1990er-Jahren durch einen modernen Kuppelbau erweitert wurde. Die gläserne Kuppel dominiert heute das Ensemble und ist vom Hofgarten aus weithin sichtbar. Das Gebäude steht für die Kontinuität bayerischer Staatlichkeit: Hier werden Kabinettsbeschlüsse vorbereitet, Staatsempfänge abgehalten und die Koordination mit Bundesbehörden geleitet. Obwohl kein Museumsort, ist die Fassade Teil des architektonischen Spaziergangs rund um die Münchner Residenz und den Hofgarten.
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