Altstädter Brückenturm
Prag
Kultur
Prags Kulturlandschaft entfaltet sich entlang zentraler Orte und Bauwerke. Auf dem Altstädter Ring stehen das Alte Rathaus mit der Astronomischen Uhr und die Teynkirche einander gegenüber, während der Altstädter Brückenturm den Zugang zur Moldau markiert. Die Čech-Brücke verbindet Stadtviertel, die von Kirchen wie Maria Schnee und der Allerheiligenkirche geprägt sind. Das Nationale Denkmal auf dem Vítkov, das Stadtmuseum Prag, das Nationale Technische Museum und der Dichter Alois Jirásek als Teil der tschechischen Erinnerungskultur runden ein vielseitiges Bild städtischer Geschichte und Alltagskultur ab.
30 Orte · Prag, Tschechien · Redaktionell kuratiert
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Die Kirche Unserer Lieben Frau vor dem Teyn am Altstädter Ring ist eines der markantesten Wahrzeichen Prags. Ihre zwei asymmetrischen Türme, die 80 Meter in den Himmel ragen und mit je acht Spitztürmchen bekrönt sind, prägen die Silhouette der Altstadt seit dem Spätmittelalter. Der Bau begann im 14. Jahrhundert und zog sich bis ins frühe 16. Jahrhundert hin. Im Inneren finden sich wertvolle Altäre und das Grabmal des Astronomen Tycho Brahe. Die Kirche war lange das Zentrum des hussitischen Glaubens und ist heute eine der bedeutendsten gotischen Sakralbauten Mitteleuropas.
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Die Burg Tocnik ist eine eindrucksvolle Ruine im Bezirk Beroun in Boehhmen, entstanden um 1400 auf Geheiß von Koenig Wenzel IV. als privater Jagd- und Rueckzugsort. Die Anlage thront malerisch ueber dem bereits bestehenden Kastell Zebrak, mit dem sie gemeinsam als nationales Kulturdenkmal geschuetzt ist. Charakteristisch ist der mächtige, unregelmäßige Grundriss der spaetgotischen Bauten. Heute ist die Ruine frei zugaenglich und bietet schoene Aussichten auf die boehmische Landschaft. Das Zwillingspaar Tocnik-Zebrak gilt als eines der schoensten Burgenensembles Mittelboehmens.
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Die Burg Žebrák ist eine mittelalterliche Ruine aus dem frühen 14. Jahrhundert im tschechischen Okres Beroun. Errichtet von der Adelsfamilie Zajíc, liegt sie in der Gemeinde Točník direkt neben der zeitgleich entstandenen Burg Točník – ein seltenes Burgenpaar, das zusammen als nationales Kulturdenkmal Tschechiens geschützt ist. Aus der Ferne bilden die beiden Ruinen auf nebeneinander liegenden Hügeln ein malerisches Panorama. Heute sind die Überreste Žebráks teils begehbar und ein Ziel für Wanderer und Mittelalterbegeisterte in der böhmischen Region.
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Der Fernsehturm Žižkov ist mit 216 Metern das höchste Bauwerk Prags und eines der ungewöhnlichsten Architekturdenkmäler der Stadt. 1992 fertiggestellt, wurde er auf einem jüdischen Friedhof in Žižkov errichtet, was auch heute noch Debatten auslöst. Die futuristische Konstruktion aus Stahlbeton und Glas wurde vom Architekten Václav Aulický entworfen und polarisiert bis heute: Vom britischen Virtual Tourist als eines der hässlichsten Gebäude der Welt gelistet, ist er für Prag aber unverkennbar geworden. Bekannt ist er auch für die zehn kriechenden Babyskulpturen des Künstlers David Černý, die an den Turmschafts klettern. Die Aussichtsplattform in 93 Metern Höhe bietet weite Panoramablicke über Prag, und im Turm befindet sich auch ein Hotelzimmer.
Prag
Die Fortuna Arena ist das Heimstadion von Slavia Prag, einem der bekanntesten und erfolgreichsten Fußballvereine Tschechiens. Das moderne Stadion im Prager Stadtteil Vršovice wurde 2008 eröffnet und fasst rund 19.000 Zuschauer. Slavia Prag blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1892 reicht, und ist neben Sparta Prag einer der beiden großen Stadtrivalen in der tschechischen Hauptstadt. Die Fortuna Arena bietet eine elektrisierende Atmosphäre bei Ligaspielen und internationalen Begegnungen in der UEFA Champions League oder Europa League. Wer tschechischen Spitzenfußball hautnah erleben möchte, findet hier den idealen Ort.
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Das František-Palacký-Denkmal dominiert den Palacký-Platz (Palackého náměstí) am Brückenkopf der Palacký-Brücke in Prags Neustadt. Es wurde 1912 zu Ehren des bedeutenden tschechischen Historikers und Politikers František Palacký (1798–1876) eingeweiht, dem wichtigsten Vertreter der tschechischen nationalen Wiedergeburt. Der Jugendstil-Entwurf von Stanislav Sucharda zeigt Palacký umgeben von Bronzefiguren, die das Ringen des tschechischen Volkes um Freiheit symbolisieren. Bei seiner Enthüllung galt es als triumphales Statement der kulturellen Emanzipation vom Habsburger Reich.
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In einer engen Gasse im Prager Stadtteil Josefov, dem einstigen jüdischen Ghetto, steht seit 2003 eines der ungewöhnlichsten Literaturdenkmäler Europas. Der tschechische Bildhauer Jaroslav Rona schuf eine Bronzeskulptur, die eine Szene aus Kafkas früher Erzählung „Beschreibung eines Kampfes" visualisiert: Eine überdimensionale kopflose Figur in einem Anzug – ein rätselha ftes, schwebend-bedrohliches Wesen – trägt auf ihren Schultern eine kleine sitzende Gestalt, die Franz Kafka selbst darstellt. Die Skulptur verweist auf Kafkas ambivalentes Verhältnis zu Prag, seiner Geburtsstadt: Er liebte und hasste sie zugleich, fühlte sich gefangen und getragen. Das Denkmal steht nahe der Spanischen Synagoge, im Herzen des Viertels, das Kafka in seinen Träumen und Albträumen bevölkerte. Heute ist es ein stiller, nachdenklich stimmender Anlaufpunkt im Touristenstrom des Viertels.
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Der Franz-Kafka-Kopf ist eine der faszinierendsten öffentlichen Skulpturen Prags. Der tschechische Provokationskünstler David Černý schuf das monumentale Werk 2014 anlässlich der Eröffnung des Einkaufs- und Bürokomplexes Quadrio im Prager Zentrum. Der silberglänzende Kopf besteht aus 42 sich horizontal drehenden Scheiben aus poliertem Stahl — in bestimmten Momenten fügen sie sich zu einem klar erkennbaren Porträt Kafkas zusammen, um sich kurz darauf wieder in formlose Bewegung aufzulösen. Die Installation wird auch Metamorphose genannt, in Anspielung auf Kafkas berühmteste Erzählung. Ein ungewöhnlicher, spielerisch-philosophischer Blickfang mitten im Stadtgeschehen.
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