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Geschichte

Geschichte in Vilnius

Vilnius, die Hauptstadt Litauens, trägt seine Geschichte in Stein: Die Kirche St. Anna und die Kirche St. Franziskus und Bernhard zeugen von der mittelalterlichen Altstadt, während die Kapelle des Heiligen Kasimir und die Kirche St. Kasimir an den Schutzpatron Litauens erinnern. Der Antakalnis-Friedhof und der Bernardinenfriedhof bewahren Erinnerungen an bewegte Jahrhunderte. Die Chorsynagoge Vilnius verweist auf die einst bedeutende jüdische Gemeinde der Stadt. Trakai, westlich von Vilnius gelegen, ergänzt das Bild mit seiner mittelalterlichen Burggeschichte. Vom Bernardinai-Garten bis zur Kathedrale der Gottesmutter spannt sich ein weiter historischer Bogen.

18 Orte · Vilnius, Litauen · Redaktionell kuratiert

  • Bahnhof Vilnius

    Bahnhof Vilnius

    Vilnius

    ArchitekturGeheimtipps

    Der Hauptbahnhof von Vilnius liegt am südlichen Rand der Altstadt, zwischen den Stadtteilen Naujininkai und Naujamiestis. Seit 1861 ist er der zentrale Eisenbahnknotenpunkt Litauens und Sitz der staatlichen Eisenbahngesellschaft Lietuvos geležinkeliai. Das neoklassizistische Gebäude wurde im Laufe der Jahrzehnte mehrfach umgebaut und erweitert; im Westen schließt ein Güterbahnhof an. Vom breiten Vorplatz aus starten Verbindungen nach Kaunas, Riga und Warschau. Westlich des Bahnhofs liegt auch ein Fernbusbahnhof, sodass der Komplex heute als kombinierter Fernverkehrsknoten funktioniert.

  • Basilika Mariä Heimsuchung, Trakai

    Basilika Mariä Heimsuchung, Trakai

    Vilnius

    Architektur

    Die Basilika Mariä Heimsuchung steht auf einem Hügel im Zentrum von Trakai, der alten Hauptstadt Litauens. Sie wurde 1409 von Vytautas dem Großen gegründet – einem der bedeutendsten Herrscher des Großfürstentums Litauen – und ursprünglich im gotischen Stil errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche bedeutend umgebaut, und ihr heutiges Erscheinungsbild ist weitgehend vom Barock geprägt. Der Hauptaltar beherbergt die Ikone Unserer Lieben Frau von Trakai, die als Gnadenbild verehrt wird und Pilger aus ganz Litauen anzieht. Als Basilica minor trägt die Kirche einen besonderen Titel des Heiligen Stuhls. Ihre Lage nahe den berühmten Seen und der Inselburg von Trakai macht sie zu einem natürlichen Teil eines der schönsten Ausflugsziele des Landes.

  • Bernhardiner-Friedhof Vilnius

    Bernhardiner-Friedhof Vilnius

    Vilnius

    Geheimtipps

    Der Bernhardiner-Friedhof im Stadtteil Užupis gehört zu den drei ältesten Friedhöfen von Vilnius. Er wurde 1810 von den Bernhardinermönchen (Franziskanern) der Kirche St. Franziskus angelegt, nachdem zaristische Behörden Bestattungen in Kirchennähe verboten hatten. Die Anlage erstreckt sich auf rund 38.000 Quadratmetern am Ufer des Flüsschens Vilnia und umfasst etwa 14.000 Grabstätten. Historisch wurden hier vor allem Mitglieder der polnisch-litauischen Stadtgesellschaft beigesetzt. Heute gilt der Friedhof als Kulturdenkmal und liegt im stimmungsvollen Künstlerviertel Užupis.

  • Choral-Synagoge Vilnius

    Choral-Synagoge Vilnius

    Vilnius

    ArchitekturKultur

    Die Choral-Synagoge in Vilnius, offiziell Taharat Ha-Kodesh, wurde 1903 nach Plänen des Architekten Dawid Rozenhaus fertiggestellt. Das Gebäude verbindet romanische Strukturelemente mit maurischen Formelementen, eine für Synagogenarchitektur der Gründerzeit typische Stilmischung. Sie ist heute das einzige noch aktive jüdische Gotteshaus in Vilnius. Vor dem Zweiten Weltkrieg galt Vilnius als das Jerusalem Europas mit einer blühenden jüdischen Gemeinschaft; der Holocaust vernichtete diese Gemeinschaft fast vollständig. Das Fortbestehen dieser Synagoge ist damit nicht nur ein architektonisches, sondern vor allem ein historisches Zeugnis. Die Gemeinde pflegt aktiv jüdische Traditionen und ist Anlaufstelle für Besucher, die mehr über die Geschichte der Juden im Baltikum erfahren möchten.

  • Didzioji gatve

    Didzioji gatve

    Vilnius

    GeheimtippsMystik

    Die Didzioji gatve ist eine rund 600 Meter lange Strasse im Herzen der Altstadtbezirke Senamiestis und Naujamiestis in Vilnius. Sie verbindet die Pilies-Strasse mit der Ausros Vartu-Strasse und umschliesst das Rathaus von Vilnius. In der Vergangenheit besuchten hier bemerkenswerte Persönlichkeiten: Napoleon nutzte die Strasse auf seinem Russland-Feldzug 1812, und Fjodor Dostojewski wohnte zeitweise in der Nähe. Das Kunstmuseum im Neuen Rathaus und die Galerie FOTOKUNST reihen sich heute unter historischen Fassaden. Die Strasse zahlt zum UNESCO-Weltkulturerbe der Altstadt von Vilnius.

  • Kathedrale der Himmelfahrt der Gottesmutter

    Kathedrale der Himmelfahrt der Gottesmutter

    Vilnius

    Architektur

    Die Kathedrale der Himmelfahrt der Gottesmutter in Vilnius ist die Hauptkirche der russisch-orthodoxen Dioezese Litauen. Die Geschichte des Kirchengebaeudes reicht bis ins 14. Jahrhundert zurueck, als die orthodoxe Gemeinschaft in der litauischen Hauptstadt eine bedeutende Rolle spielte. Die Kathedrale ist das geistliche Zentrum der russisch-orthodoxen Christen in Litauen und spiegelt die religioese Vielfalt der baltischen Region wider. Das Innere ist mit typisch orthodoxen Ikonostasen und Fresken geschmueckt. Die Kirche bleibt bis heute aktiv und empfaengt Glaeubige und Besucher aus aller Welt.

  • Litauisches Nationalmuseum für Kunst

    Litauisches Nationalmuseum für Kunst

    Vilnius

    KulturWissen

    Das Litauische Nationalmuseum für Kunst wurde 1933 als Stadtmuseum von Wilna gegründet und beherbergt heute mit über 40.000 Gemälden und Zeichnungen die grösste Kunstsammlung Litauens. Das Museum verwaltet mehrere Filialen in Vilnius und anderen Städten und zeigt litauische Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Als kultureller Ankerpunkt des Landes bietet es einen tiefen Einblick in die litauische Identität und Kunsttradition.

  • Vokieciu gatve

    Vokieciu gatve

    Vilnius

    KulturGeheimtipps

    Die Vokieciu gatve – auf Deutsch: Deutsche Strasse – gilt als eine der ältesten Strassen der Altstadt von Vilnius in Litauen. Sie verdankt ihren Namen deutschen Kaufleuten und Handwerkern, die sich im 14. Jahrhundert hier niederliessen und das Viertel prägten. Im 16. Jahrhundert befand sich an dieser Strasse die Münzstätte von Vilnius, und die Strasse galt als schönste der Stadt, da sie bereits viele Backsteingebäude hatte. Heute beherbergt sie das Zentrum für Zeitgenössische Kunst sowie ein Institut der Universität Vilnius und eine evangelisch-lutherische Kirche – ein ungewöhnliches Nebeneinander aus Mittelalter, Handelstradition und Gegenwartskultur.

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