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Geheimtipps

Geheimtipps in Belgrad

Belgrad überrascht abseits der großen Sehenswürdigkeiten mit Orten, die das Alltagsleben der Stadt widerspiegeln. Der Stadtteil Zemun bewahrt eine eigene Atmosphäre mit engen Gassen und Donaublick. Die Beograđanka prägt als markantes Hochhaus die Skyline, während die Kneza Miloša Street mit ihrer Gründerzeitarchitektur Orientierung bietet. Kulturell lohnt ein Besuch im Museum of Yugoslavia, der Svetozar-Marković-Universitätsbibliothek oder beim Denkmal für Dositej Obradović. Die Bajrakli-Moschee und die Kirche der Himmelfahrt erzählen von religiöser Vielfalt. Der Obilić-Stadion und der Busbahnhof BAS Beograd zeigen das pulsierende, unglamouröse Belgrad – genauso wie die belebte Knez Mihailova Street.

13 Orte · Belgrad, Serbien · Redaktionell kuratiert

  • Bajrakli-Moschee Belgrad

    Bajrakli-Moschee Belgrad

    Belgrad

    ArchitekturGeschichteMystik

    Die Bajrakli-Moschee ist die einzige von ursprünglich über 270 osmanischen Moscheen in Belgrad, die bis heute erhalten geblieben ist. Erbaut um 1575, steht sie im Stadtteil Stari Grad, dem alten Belgrader Kern. Ihren ungewöhnlichen Namen – bajrakli bedeutet im Türkischen etwa „mit Fahne versehen" – erhielt sie im späten 18. Jahrhundert: Eine auf ihr gehisste Fahne gab das Signal für den gleichzeitigen Gebetsbeginn in allen anderen Stadtmoscheen. Als geschütztes serbisches Kulturgut ist sie ein seltenes architektonisches Zeugnis der 150-jährigen osmanischen Herrschaft über die serbische Hauptstadt.

  • Belgrader Busbahnhof (BAS Beograd)

    Belgrader Busbahnhof (BAS Beograd)

    Belgrad

    Geschichte

    Der Belgrader Busbahnhof, BAS Beograd, war der zentrale Fernbus-Knotenpunkt der serbischen Hauptstadt. Gelegen im Bezirk Savski Venac nahe dem Hauptbahnhof, bündelte er Fernverbindungen in alle Teile Serbiens sowie ins europäische Ausland. Das Gebäude aus den 1960er Jahren steht für den funktionalen Nachkriegsmodernismus der sozialistischen Jugoslawien-Ära. Der Bahnhof ist inzwischen in seiner ursprünglichen Form nicht mehr in Betrieb und wurde im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Beograd na vodi (Belgrade Waterfront) umstrukturiert.

  • Beograđanka

    Beograđanka

    Belgrad

    ArchitekturGeschichteAussicht

    Die Beograđanka, offiziell auch als Belgrad Palace bekannt, ist eines der markantesten Hochhäuser der serbischen Hauptstadt. Das Bürohochhaus steht an der Kralja Milana Straße im Herzen Belgrads und ist das dritthöchste Gebäude Serbiens. Es wurde 1974 fertiggestellt und ist ein charakteristisches Beispiel des sozialistischen Modernismus der jugoslawischen Ära – sachlich in der Form, aber durch seine Präsenz im Stadtbild unübersehbar. Das Gebäude markiert visuell das kommerzielle Zentrum des alten Belgrads und ist ein Bezugspunkt für die Orientierung in der Innenstadt. Für Fans von Architektur der Nachkriegsmoderne ist die Beograđanka ein stilles, aber prägnantes Denkmal der jugoslawischen Stadtplanung.

  • Beška-Brücke

    Beška-Brücke

    Belgrad

    ArchitekturAktivitäten

    Die Beška-Brücke überquert die Donau bei Beška in der serbischen Provinz Vojvodina und führt die Europastraße E75 – den serbischen Autoput A1 – über den Fluss. Sie besteht aus zwei nahezu identischen Spannbetonkonstruktionen: Die erste wurde 1975 fertiggestellt, die zweite 2011 daneben gebaut, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Mit einer Gesamtlänge von 2.205 Metern war sie lange die längste Brücke über die Donau. Die flache Vojvodina-Ebene macht die Überquerung der Donau auf dieser Route besonders eindrucksvoll: Das breite Flusstal öffnet sich weit, bevor die Brücke den Strom überspannt.

  • Christi-Himmelfahrtskirche Belgrad

    Christi-Himmelfahrtskirche Belgrad

    Belgrad

    ArchitekturGeschichte

    Die Christi-Himmelfahrtskirche in der Belgrader Innenstadt ist die Stadtkirche Belgrads – die Himmelfahrt Christi ist der Schutzpatronsfeiertag (Slava) der Stadt. Die serbisch-orthodoxe Kirche wurde 1863 errichtet und gehört zur Erzeparchie Belgrad-Karlovci. Sie bewahrt noch heute die Glocke, unter der 1830 das osmanische Hatischerif verlesen wurde, das Serbien Autonomie gewährte. Die Kirche wurde 1969 als Kulturdenkmal eingetragen. Sie ist damit ein Ort, an dem serbische Stadtgeschichte und orthodoxe Glaubenspraxis unmittelbar zusammenkommen.

  • Denkmal für Dositej Obradović

    Denkmal für Dositej Obradović

    Belgrad

    KulturGeschichteWissen

    Das Denkmal für Dositej Obradović steht im Akademischen Park in Belgrad, direkt im Umfeld der Fakultätsgebäude der Universität Belgrad. Obradović gilt als einer der bedeutendsten Aufklärer Serbiens: Er lebte von 1739 bis 1811, bereiste ganz Europa, übersetzte antike und moderne Texte ins Serbische und trat für eine rationale, volksnahe Bildung ein – weit vor der serbischen nationalen Wiedergeburt. Als erster Bildungsminister Serbiens legte er den Grundstein für das moderne Schulwesen des Landes. Das Denkmal steht unter Denkmalschutz als geschütztes Kulturgut Serbiens und teilt den Park mit Statuen der Wissenschaftler Josif Pančić und Jovan Cvijić.

  • Knez Mihailova ulica

    Knez Mihailova ulica

    Belgrad

    ArchitekturKulturAktivitäten+1

    Die Knez Mihailova ulica ist Belgrads bekannteste Strasse und das pulsierendste Zentrum des öffentlichen Lebens in der serbischen Hauptstadt. Als verkehrsberuhigte Fußgängerzone gesäumt von repräsentativen Palais aus den 1870er bis 1920er Jahren bietet sie Cafés, internationale Läden und Strassenmusik. Benannt nach Fürst Mihailo Obrenovic III. steht die gesamte Strasse unter Denkmalschutz und verbindet die Kalemegdan-Festung mit dem zentralen Platz der Republik.

  • Museum Jugoslawiens

    Museum Jugoslawiens

    Belgrad

    GeschichteWissen

    Das Museum Jugoslawiens befindet sich im Belgrader Stadtteil Dedinje und ist dem Königreich sowie dem sozialistischen Jugoslawien gewidmet – und insbesondere dem Leben und Erbe Josip Broz Titos. Es entstand 1996 aus der Zusammenführung des Revolutionsmuseums und der Gedenkstätte Tito. In einem der Museumsgebäude liegt Titos Grab, das sogenannte Haus der Blumen, das auch heute noch von Besuchern aufgesucht wird. Die Sammlung umfasst Fotos, Dokumente, Staatsgeschenke und persönliche Objekte, die das vielschichtige Erbe Jugoslawiens zwischen Nationalismus, Sozialismus und Nostalgie beleuchten.

  • Obilić-Stadion Belgrad

    Obilić-Stadion Belgrad

    Belgrad

    GeschichteAktivitätenMystik

    Das Obilić-Stadion liegt im Belgrader Stadtbezirk Vračar und fasst rund 4.500 Zuschauer. Es ist nach dem serbischen Ritter Miloš Obilić benannt und war die Heimstätte von FK Obilić – einem Verein, der 1998 unter dem damaligen Eigentümer Željko Ražnatović die jugoslawische Meisterschaft gewann, eine der umstrittensten Meisterschaften der Fußballgeschichte. Der Verein zog sich 2015 aus dem Spielbetrieb zurück und existiert nur noch auf dem Papier; das Stadion wird heute vermietet. Es wurde 2011 auch für die UEFA U-17-Europameisterschaft genutzt. Das Stadion ist ein stilles Relikt einer politisch aufgeladenen Ära des serbischen Fußballs.

  • Zemun

    Zemun

    Belgrad

    KulturNaturGeschichte

    Zemun ist ein Stadtbezirk von Belgrad, der bis 1934 eine eigenständige Stadt war und noch heute ein eigenes Gesicht bewahrt. Das Stadtviertel liegt auf einer Halbinsel vor der Mündung der Save in die Donau und schloss bis 1955 auch die Große Kriegsinsel ein. Entlang des Donauufers erstreckt sich das historische Stadtzentrum mit seinen Gassen, kleinen Cafés und dem Gardoš-Hügel, von dem aus sich ein weiter Blick über den Fluss bietet. Durch den Bau von Neu-Belgrad im späten 20. Jahrhundert wuchs Zemun mit der Kernstadt zusammen, ohne seinen eigenständigen Charakter völlig zu verlieren.

  • Gradski Stadion Smederevo

    Gradski Stadion Smederevo

    Belgrad

    Aktivitäten

    Das Gradski Stadion in Smederevo ist die Heimstätte des FK Smederevo 1924, eines Fußballvereins aus der serbischen Stadt Smederevo an der Donau. Das Stadion fasst 17.200 Zuschauer und ist im Volksmund als „Stadion kraj Stare železare" (Stadion bei der alten Eisenhütte) bekannt. Die Nähe zur ehemaligen Eisenhütte und zur mittelalterlichen Festung Smederevo gibt dem Ort eine besondere industrielle und historische Note.

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