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Geschichte

Geschichte in Belgrad

Belgrad trägt seine Geschichte in Stein und Beton: Das Kraljevski dvor zeugt von der Königszeit, während die Bajrakli-Moschee an die osmanische Epoche erinnert. Die Belgrader Synagoge und die Kathedrale des Hl. Erzengels Michael spiegeln die religiöse Vielfalt der Stadt wider. Kirchen wie die des Hl. Alexander Newski und die Himmelfahrtskirche ergänzen dieses Bild. Der Brankov most überspannt die Save als modernes Erbe, die Beograđanka prägt die Silhouette aus sozialistischer Zeit, und auf dem Avala-Berg steht ein weiteres nationales Denkmal. Der Neue Friedhof bewahrt das kollektive Gedächtnis der Stadt.

18 Orte · Belgrad, Serbien · Redaktionell kuratiert

  • Alexander-Newski-Kirche Belgrad

    Alexander-Newski-Kirche Belgrad

    Belgrad

    ArchitekturKultur

    Die Alexander-Newski-Kirche in Belgrad ist eine serbisch-orthodoxe Kirche, die dem russischen Heiligen und Fürsten Alexander Newski geweiht ist. Sie wurde im neobyzantinischen Stil errichtet und 1912 fertiggestellt – als Symbol der engen religiösen und kulturellen Verbindung zwischen Serbien und Russland. Die Kirche steht unter Denkmalschutz als geschütztes Kulturgut Serbiens und ist ein ruhiger Ort der Stille inmitten der serbischen Hauptstadt.

  • Avala – Berg bei Belgrad

    Avala – Berg bei Belgrad

    Belgrad

    ArchitekturNaturAktivitäten+1

    Die Avala ist ein 511 m hoher Berg rund 18 km südlich des Belgrader Stadtzentrums und seit 1859 Naturschutzgebiet. Im Mittelalter kontrollierte eine Festung auf seinem Gipfel den Zugang zur Stadt. 1938 wurde dort das Mausoleum des Unbekannten Soldaten errichtet – ein Werk des Bildhauers Ivan Meštrović, das den serbischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs gedenkt. Der markante Avala-Turm, 1999 von der NATO zerstört und 2009 wieder aufgebaut, bietet heute eine Panoramaplattform. Vom Gipfel aus sieht man Belgrad, die Vojvodina-Ebenen und bei klarem Wetter bis in die Šumadija.

  • Bajrakli-Moschee Belgrad

    Bajrakli-Moschee Belgrad

    Belgrad

    ArchitekturGeheimtippsMystik

    Die Bajrakli-Moschee ist die einzige von ursprünglich über 270 osmanischen Moscheen in Belgrad, die bis heute erhalten geblieben ist. Erbaut um 1575, steht sie im Stadtteil Stari Grad, dem alten Belgrader Kern. Ihren ungewöhnlichen Namen – bajrakli bedeutet im Türkischen etwa „mit Fahne versehen" – erhielt sie im späten 18. Jahrhundert: Eine auf ihr gehisste Fahne gab das Signal für den gleichzeitigen Gebetsbeginn in allen anderen Stadtmoscheen. Als geschütztes serbisches Kulturgut ist sie ein seltenes architektonisches Zeugnis der 150-jährigen osmanischen Herrschaft über die serbische Hauptstadt.

  • Belgrader Busbahnhof (BAS Beograd)

    Belgrader Busbahnhof (BAS Beograd)

    Belgrad

    Geheimtipps

    Der Belgrader Busbahnhof, BAS Beograd, war der zentrale Fernbus-Knotenpunkt der serbischen Hauptstadt. Gelegen im Bezirk Savski Venac nahe dem Hauptbahnhof, bündelte er Fernverbindungen in alle Teile Serbiens sowie ins europäische Ausland. Das Gebäude aus den 1960er Jahren steht für den funktionalen Nachkriegsmodernismus der sozialistischen Jugoslawien-Ära. Der Bahnhof ist inzwischen in seiner ursprünglichen Form nicht mehr in Betrieb und wurde im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts Beograd na vodi (Belgrade Waterfront) umstrukturiert.

  • Beograđanka

    Beograđanka

    Belgrad

    ArchitekturGeheimtippsAussicht

    Die Beograđanka, offiziell auch als Belgrad Palace bekannt, ist eines der markantesten Hochhäuser der serbischen Hauptstadt. Das Bürohochhaus steht an der Kralja Milana Straße im Herzen Belgrads und ist das dritthöchste Gebäude Serbiens. Es wurde 1974 fertiggestellt und ist ein charakteristisches Beispiel des sozialistischen Modernismus der jugoslawischen Ära – sachlich in der Form, aber durch seine Präsenz im Stadtbild unübersehbar. Das Gebäude markiert visuell das kommerzielle Zentrum des alten Belgrads und ist ein Bezugspunkt für die Orientierung in der Innenstadt. Für Fans von Architektur der Nachkriegsmoderne ist die Beograđanka ein stilles, aber prägnantes Denkmal der jugoslawischen Stadtplanung.

  • Brankov most (Brankobrücke)

    Brankov most (Brankobrücke)

    Belgrad

    ArchitekturNaturAussicht

    Die Brankov most ist Belgrads zweitlängste Brücke und verbindet das historische Stadtzentrum über die Save mit dem modernen Stadtteil Novi Beograd. Sie wurde 1956 auf den Fundamenten der König-Alexander-Brücke von 1934 errichtet, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Als einzige Autobahnbrücke ihrer Zeit stellte sie die Verbindung zwischen Belgrad und Zemun wieder her. Ihren heutigen Namen trägt sie nach der Brankova ulica, die von der Belgrader Altstadt auf die Brücke zuführt. Von der Brücke bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Ufer der Save, den Kalemegdan-Park und die Skyline Novi Beograds.

  • Christi-Himmelfahrtskirche Belgrad

    Christi-Himmelfahrtskirche Belgrad

    Belgrad

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Christi-Himmelfahrtskirche in der Belgrader Innenstadt ist die Stadtkirche Belgrads – die Himmelfahrt Christi ist der Schutzpatronsfeiertag (Slava) der Stadt. Die serbisch-orthodoxe Kirche wurde 1863 errichtet und gehört zur Erzeparchie Belgrad-Karlovci. Sie bewahrt noch heute die Glocke, unter der 1830 das osmanische Hatischerif verlesen wurde, das Serbien Autonomie gewährte. Die Kirche wurde 1969 als Kulturdenkmal eingetragen. Sie ist damit ein Ort, an dem serbische Stadtgeschichte und orthodoxe Glaubenspraxis unmittelbar zusammenkommen.

  • Denkmal des Dankes an Frankreich

    Denkmal des Dankes an Frankreich

    Belgrad

    Kultur

    Das Denkmal des Dankes an Frankreich steht im Kalemegdan-Park in Belgrad und wurde am 11. November 1930 enthüllt – genau zwölf Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Der kroatisch-serbische Bildhauer Ivan Meštrović schuf das Werk als Ausdruck des serbischen Danks für die militärische Unterstützung Frankreichs, ohne die der serbische Staat nach der verheerenden Niederlage von 1915 möglicherweise nicht überlebt hätte. Bei der Enthüllung waren König Alexander und Königin Maria persönlich anwesend. Heute steht das Denkmal an einem der meistbesuchten Punkte Belgrads und erinnert an eine Allianz, die in Serbien bis heute als existenziell gilt, während Frankreich dieses Kapitel kaum noch kennt.

  • Denkmal des Unbekannten Helden

    Denkmal des Unbekannten Helden

    Belgrad

    KulturAussicht

    Das Denkmal des Unbekannten Helden steht auf dem Gipfel des Avala-Bergs südöstlich von Belgrad und ist eines der eindrucksvollsten Kriegsdenkmäler Serbiens. Es wurde zwischen 1934 und 1938 vom kroatischen Bildhauer Ivan Mestrovic geschaffen, einem Schüler Auguste Rodins. Das Monument aus schwarzem Jablanica-Granit überragt acht Frauenfiguren, die die Völker Jugoslawiens symbolisieren, und markiert die Grabstätte eines unbekannten serbischen Soldaten des Ersten Weltkriegs. Mestrovic zählt zu den bedeutendsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts, und dieses Werk gilt als eines seiner Meisterstücke. Der Gipfel bietet zudem einen weiten Blick über Belgrad und die Donauebene.

  • Denkmal für Dositej Obradović

    Denkmal für Dositej Obradović

    Belgrad

    KulturGeheimtippsWissen

    Das Denkmal für Dositej Obradović steht im Akademischen Park in Belgrad, direkt im Umfeld der Fakultätsgebäude der Universität Belgrad. Obradović gilt als einer der bedeutendsten Aufklärer Serbiens: Er lebte von 1739 bis 1811, bereiste ganz Europa, übersetzte antike und moderne Texte ins Serbische und trat für eine rationale, volksnahe Bildung ein – weit vor der serbischen nationalen Wiedergeburt. Als erster Bildungsminister Serbiens legte er den Grundstein für das moderne Schulwesen des Landes. Das Denkmal steht unter Denkmalschutz als geschütztes Kulturgut Serbiens und teilt den Park mit Statuen der Wissenschaftler Josif Pančić und Jovan Cvijić.

  • Museum Jugoslawiens

    Museum Jugoslawiens

    Belgrad

    GeheimtippsWissen

    Das Museum Jugoslawiens befindet sich im Belgrader Stadtteil Dedinje und ist dem Königreich sowie dem sozialistischen Jugoslawien gewidmet – und insbesondere dem Leben und Erbe Josip Broz Titos. Es entstand 1996 aus der Zusammenführung des Revolutionsmuseums und der Gedenkstätte Tito. In einem der Museumsgebäude liegt Titos Grab, das sogenannte Haus der Blumen, das auch heute noch von Besuchern aufgesucht wird. Die Sammlung umfasst Fotos, Dokumente, Staatsgeschenke und persönliche Objekte, die das vielschichtige Erbe Jugoslawiens zwischen Nationalismus, Sozialismus und Nostalgie beleuchten.

  • Obilić-Stadion Belgrad

    Obilić-Stadion Belgrad

    Belgrad

    AktivitätenGeheimtippsMystik

    Das Obilić-Stadion liegt im Belgrader Stadtbezirk Vračar und fasst rund 4.500 Zuschauer. Es ist nach dem serbischen Ritter Miloš Obilić benannt und war die Heimstätte von FK Obilić – einem Verein, der 1998 unter dem damaligen Eigentümer Željko Ražnatović die jugoslawische Meisterschaft gewann, eine der umstrittensten Meisterschaften der Fußballgeschichte. Der Verein zog sich 2015 aus dem Spielbetrieb zurück und existiert nur noch auf dem Papier; das Stadion wird heute vermietet. Es wurde 2011 auch für die UEFA U-17-Europameisterschaft genutzt. Das Stadion ist ein stilles Relikt einer politisch aufgeladenen Ära des serbischen Fußballs.

  • Ruinen der Nationalbibliothek Belgrad (1941)

    Ruinen der Nationalbibliothek Belgrad (1941)

    Belgrad

    ArchitekturKulturWissen+1

    Die Serbische Nationalbibliothek wurde 1832 auf Befehl von Fürst Miloš Obrenović gegründet und war von Anfang an das bedeutendste Archiv des Landes. In ihrer Sammlung befanden sich mittelalterliche Handschriften aus dem 12. Jahrhundert, frühneuzeitliche Inkunabeln und Millionen weiterer Dokumente. Am 6. April 1941 zerstörten deutsche Luftangriffe einen Großteil des Gebäudes und der unersetzlichen Bestände — darunter Manuskripte, die nirgendwo sonst dokumentiert waren. Der Tag gilt als einer der dunkelsten in der serbischen Kulturgeschichte. Heute erinnern die erhaltenen Ruinenreste und ein nahe gelegener Neubau an diese Vernichtung. Der Ort ist ein stilles Mahnmal dafür, was Krieg mit dem kulturellen Gedächtnis eines Volkes anrichten kann.

  • Zemun

    Zemun

    Belgrad

    KulturNaturGeheimtipps

    Zemun ist ein Stadtbezirk von Belgrad, der bis 1934 eine eigenständige Stadt war und noch heute ein eigenes Gesicht bewahrt. Das Stadtviertel liegt auf einer Halbinsel vor der Mündung der Save in die Donau und schloss bis 1955 auch die Große Kriegsinsel ein. Entlang des Donauufers erstreckt sich das historische Stadtzentrum mit seinen Gassen, kleinen Cafés und dem Gardoš-Hügel, von dem aus sich ein weiter Blick über den Fluss bietet. Durch den Bau von Neu-Belgrad im späten 20. Jahrhundert wuchs Zemun mit der Kernstadt zusammen, ohne seinen eigenständigen Charakter völlig zu verlieren.

  • Menorah in Flames

    Menorah in Flames

    Belgrad

    ArchitekturKulturNatur

    Menorah in Flames ist ein eindrucksvolles Bronzedenkmal am Donauufer im Belgrader Stadtteil Dorcol, dem historischen jüdischen Viertel der Stadt. Es erinnert an die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Genozids in Serbien während des Zweiten Weltkriegs. Der jugoslawische Künstler Nandor Glid, selbst Überlebender des Holocaust, schuf die Skulptur – eine brennende Menorah, deren Arme sich in gequälte menschliche Gestalten verwandeln. Die Einweihung fand am 21. Oktober 1990 statt. Das Denkmal gilt als eines der bedeutendsten Mahnmale Südosteuropas und lädt zur stillen Erinnerung und Reflexion ein.

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