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Architektur

Architektur in Belgrad

Belgrad vereint auf engstem Raum sehr unterschiedliche Bauepochen. Die Knez Mihailova Straße bildet das historische Rückgrat der Innenstadt, während die Beograđanka als markantes Hochhaus die sozialistische Moderne verkörpert. Sakralbauten wie die Kathedralkirche des Heiligen Erzengels Michael, die Kirche des Heiligen Alexander Newski, die Kirche der Himmelfahrt und die Bajrakli-Moschee spiegeln die religiöse Vielfalt der Stadt wider. Über die Save und Donau spannen sich Brücken verschiedener Generationen – von der Gazela- und der Brankov-Brücke bis zur schlanken Ada-Brücke und der Beška-Brücke. Die Belgrad-Arena ergänzt das Bild um zeitgenössische Großarchitektur.

14 Orte · Belgrad, Serbien · Redaktionell kuratiert

  • Ada-Brücke (Belgrad)

    Ada-Brücke (Belgrad)

    Belgrad

    NaturAussicht

    Die Ada-Brücke ist eine kombinierte Straßen-Eisenbahnbrücke über die Save in Belgrad, die 2012 eröffnet wurde. Als Schrägkabelbrücke ist ihr schlanker Pylonmast charakteristisch — er steht auf der Spitze der Insel Ada Ciganlija, die für diesen Zweck mit Beton verstärkt und leicht vergrößert wurde. Die Brücke verbindet die Stadtteile Novi Beograd und Čukarica und gehört zu den modernsten Ingenieurbauwerken Serbiens. Besonders abends, wenn die Kabelbeleuchtung das Bauwerk illuminiert, ist die Brücke ein Blickfang vom Save-Ufer aus.

  • Alexander-Newski-Kirche Belgrad

    Alexander-Newski-Kirche Belgrad

    Belgrad

    KulturGeschichte

    Die Alexander-Newski-Kirche in Belgrad ist eine serbisch-orthodoxe Kirche, die dem russischen Heiligen und Fürsten Alexander Newski geweiht ist. Sie wurde im neobyzantinischen Stil errichtet und 1912 fertiggestellt – als Symbol der engen religiösen und kulturellen Verbindung zwischen Serbien und Russland. Die Kirche steht unter Denkmalschutz als geschütztes Kulturgut Serbiens und ist ein ruhiger Ort der Stille inmitten der serbischen Hauptstadt.

  • Avala – Berg bei Belgrad

    Avala – Berg bei Belgrad

    Belgrad

    NaturGeschichteAktivitäten+1

    Die Avala ist ein 511 m hoher Berg rund 18 km südlich des Belgrader Stadtzentrums und seit 1859 Naturschutzgebiet. Im Mittelalter kontrollierte eine Festung auf seinem Gipfel den Zugang zur Stadt. 1938 wurde dort das Mausoleum des Unbekannten Soldaten errichtet – ein Werk des Bildhauers Ivan Meštrović, das den serbischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs gedenkt. Der markante Avala-Turm, 1999 von der NATO zerstört und 2009 wieder aufgebaut, bietet heute eine Panoramaplattform. Vom Gipfel aus sieht man Belgrad, die Vojvodina-Ebenen und bei klarem Wetter bis in die Šumadija.

  • Bajrakli-Moschee Belgrad

    Bajrakli-Moschee Belgrad

    Belgrad

    GeschichteGeheimtippsMystik

    Die Bajrakli-Moschee ist die einzige von ursprünglich über 270 osmanischen Moscheen in Belgrad, die bis heute erhalten geblieben ist. Erbaut um 1575, steht sie im Stadtteil Stari Grad, dem alten Belgrader Kern. Ihren ungewöhnlichen Namen – bajrakli bedeutet im Türkischen etwa „mit Fahne versehen" – erhielt sie im späten 18. Jahrhundert: Eine auf ihr gehisste Fahne gab das Signal für den gleichzeitigen Gebetsbeginn in allen anderen Stadtmoscheen. Als geschütztes serbisches Kulturgut ist sie ein seltenes architektonisches Zeugnis der 150-jährigen osmanischen Herrschaft über die serbische Hauptstadt.

  • Belgrad Arena

    Belgrad Arena

    Belgrad

    KulturAktivitäten

    Die Belgrad Arena in Novi Beograd ist die größte Mehrzweckhalle Serbiens und eine der größten in Südosteuropa. Seit ihrer Eröffnung 2004 hat sie unter verschiedenen Sponsornamen funktioniert – Kombank Arena, Štark Arena – bevor sie im April 2024 wieder zur Belgrad Arena wurde. Mit einer Kapazität von über 18.000 Plätzen hat die Halle internationale Konzerte (u. a. Madonna, Rolling Stones) ebenso beherbergt wie Basketball, Handball, Tennis und Wasserball. Serbiens starke Basketballtradition sorgt dafür, dass die Halle für Ligaspiele und Turniere europaweit bekannt ist.

  • Beograđanka

    Beograđanka

    Belgrad

    GeschichteGeheimtippsAussicht

    Die Beograđanka, offiziell auch als Belgrad Palace bekannt, ist eines der markantesten Hochhäuser der serbischen Hauptstadt. Das Bürohochhaus steht an der Kralja Milana Straße im Herzen Belgrads und ist das dritthöchste Gebäude Serbiens. Es wurde 1974 fertiggestellt und ist ein charakteristisches Beispiel des sozialistischen Modernismus der jugoslawischen Ära – sachlich in der Form, aber durch seine Präsenz im Stadtbild unübersehbar. Das Gebäude markiert visuell das kommerzielle Zentrum des alten Belgrads und ist ein Bezugspunkt für die Orientierung in der Innenstadt. Für Fans von Architektur der Nachkriegsmoderne ist die Beograđanka ein stilles, aber prägnantes Denkmal der jugoslawischen Stadtplanung.

  • Beška-Brücke

    Beška-Brücke

    Belgrad

    AktivitätenGeheimtipps

    Die Beška-Brücke überquert die Donau bei Beška in der serbischen Provinz Vojvodina und führt die Europastraße E75 – den serbischen Autoput A1 – über den Fluss. Sie besteht aus zwei nahezu identischen Spannbetonkonstruktionen: Die erste wurde 1975 fertiggestellt, die zweite 2011 daneben gebaut, um dem gestiegenen Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Mit einer Gesamtlänge von 2.205 Metern war sie lange die längste Brücke über die Donau. Die flache Vojvodina-Ebene macht die Überquerung der Donau auf dieser Route besonders eindrucksvoll: Das breite Flusstal öffnet sich weit, bevor die Brücke den Strom überspannt.

  • Brankov most (Brankobrücke)

    Brankov most (Brankobrücke)

    Belgrad

    NaturGeschichteAussicht

    Die Brankov most ist Belgrads zweitlängste Brücke und verbindet das historische Stadtzentrum über die Save mit dem modernen Stadtteil Novi Beograd. Sie wurde 1956 auf den Fundamenten der König-Alexander-Brücke von 1934 errichtet, die im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war. Als einzige Autobahnbrücke ihrer Zeit stellte sie die Verbindung zwischen Belgrad und Zemun wieder her. Ihren heutigen Namen trägt sie nach der Brankova ulica, die von der Belgrader Altstadt auf die Brücke zuführt. Von der Brücke bietet sich ein eindrucksvoller Blick auf die Ufer der Save, den Kalemegdan-Park und die Skyline Novi Beograds.

  • Christi-Himmelfahrtskirche Belgrad

    Christi-Himmelfahrtskirche Belgrad

    Belgrad

    GeschichteGeheimtipps

    Die Christi-Himmelfahrtskirche in der Belgrader Innenstadt ist die Stadtkirche Belgrads – die Himmelfahrt Christi ist der Schutzpatronsfeiertag (Slava) der Stadt. Die serbisch-orthodoxe Kirche wurde 1863 errichtet und gehört zur Erzeparchie Belgrad-Karlovci. Sie bewahrt noch heute die Glocke, unter der 1830 das osmanische Hatischerif verlesen wurde, das Serbien Autonomie gewährte. Die Kirche wurde 1969 als Kulturdenkmal eingetragen. Sie ist damit ein Ort, an dem serbische Stadtgeschichte und orthodoxe Glaubenspraxis unmittelbar zusammenkommen.

  • Knez Mihailova ulica

    Knez Mihailova ulica

    Belgrad

    KulturAktivitätenGeheimtipps+1

    Die Knez Mihailova ulica ist Belgrads bekannteste Strasse und das pulsierendste Zentrum des öffentlichen Lebens in der serbischen Hauptstadt. Als verkehrsberuhigte Fußgängerzone gesäumt von repräsentativen Palais aus den 1870er bis 1920er Jahren bietet sie Cafés, internationale Läden und Strassenmusik. Benannt nach Fürst Mihailo Obrenovic III. steht die gesamte Strasse unter Denkmalschutz und verbindet die Kalemegdan-Festung mit dem zentralen Platz der Republik.

  • Ruinen der Nationalbibliothek Belgrad (1941)

    Ruinen der Nationalbibliothek Belgrad (1941)

    Belgrad

    KulturGeschichteWissen+1

    Die Serbische Nationalbibliothek wurde 1832 auf Befehl von Fürst Miloš Obrenović gegründet und war von Anfang an das bedeutendste Archiv des Landes. In ihrer Sammlung befanden sich mittelalterliche Handschriften aus dem 12. Jahrhundert, frühneuzeitliche Inkunabeln und Millionen weiterer Dokumente. Am 6. April 1941 zerstörten deutsche Luftangriffe einen Großteil des Gebäudes und der unersetzlichen Bestände — darunter Manuskripte, die nirgendwo sonst dokumentiert waren. Der Tag gilt als einer der dunkelsten in der serbischen Kulturgeschichte. Heute erinnern die erhaltenen Ruinenreste und ein nahe gelegener Neubau an diese Vernichtung. Der Ort ist ein stilles Mahnmal dafür, was Krieg mit dem kulturellen Gedächtnis eines Volkes anrichten kann.

  • Menorah in Flames

    Menorah in Flames

    Belgrad

    KulturNaturGeschichte

    Menorah in Flames ist ein eindrucksvolles Bronzedenkmal am Donauufer im Belgrader Stadtteil Dorcol, dem historischen jüdischen Viertel der Stadt. Es erinnert an die jüdischen Opfer des nationalsozialistischen Genozids in Serbien während des Zweiten Weltkriegs. Der jugoslawische Künstler Nandor Glid, selbst Überlebender des Holocaust, schuf die Skulptur – eine brennende Menorah, deren Arme sich in gequälte menschliche Gestalten verwandeln. Die Einweihung fand am 21. Oktober 1990 statt. Das Denkmal gilt als eines der bedeutendsten Mahnmale Südosteuropas und lädt zur stillen Erinnerung und Reflexion ein.

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