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Natur in Budapest

Budapest verbindet urbanes Leben mit überraschend viel Grün. Die Margareteninsel im Herzen der Donau bietet Wiesen, Bäume und ruhige Wege mitten in der Stadt, während der Gellértberg weite Ausblicke über die Donaubrücken wie die Freiheitsbrücke eröffnet. Der Hármashatárhegy im Nordwesten eignet sich gut zum Wandern, und der Városliget – der Stadtpark – lädt zu Spaziergängen nahe dem Parlamentsgebäude und der Fischerbastei ein. Wer das Umland erkunden möchte, findet im Kiskunság-Nationalpark weitläufige Tieflandlandschaften. Der Fiume-Straßen-Friedhof und der Klauzál tér zeigen, wie Grünflächen auch im Alltag der Stadt verankert sind.

30 Orte · Budapest, Ungarn · Redaktionell kuratiert

  • Burg Vajdahunyad

    Burg Vajdahunyad

    Budapest

    ArchitekturKulturGeschichte

    Die Burg Vajdahunyad erhebt sich malerisch im Városliget, dem großen Stadtpark Budapests, und ist eines der faszinierendsten Beispiele historisierender Architektur Ungarns. Ursprünglich 1896 als temporäres Holzmodell für die Millenniumsausstellung – 1000 Jahre ungarische Staatsgründung – konzipiert, begeisterte das Bauwerk die Besucher so sehr, dass es von 1901 bis 1907 in dauerhafter Form aus Stein errichtet wurde. Architekt Ignác Alpár ließ sich von verschiedenen historischen Baustilen aus dem gesamten Karpatenbecken inspirieren: Romanik, Gotik, Renaissance und Barock verschmelzen in einem einzigen Gebäude zu einem faszinierenden Stilmix. Heute beherbergt die Burg das Ungarische Landwirtschaftsmuseum und bietet im Winter eine der beliebtesten Eislaufbahnen der Stadt. Vor dem Eingang steht die berühmte Statue des anonymen Chronisten „Anonymus", ein beliebtes Fotomotiv.

  • Dreihotterberg

    Dreihotterberg

    Budapest

    AktivitätenAussicht

    Der Hármashatárhegy — auf Deutsch „Dreigrenzenberg" — erhebt sich 495 Meter über dem Meeresspiegel auf der Budaer Seite Budapests und ist damit einer der höchsten Punkte der Budaer Berge. Sein Name leitet sich davon ab, dass hier einst die Grenzen dreier historischer Gemeinden zusammentrafen. Der Berg ist vor allem bei Paragleitern und Segelfliegern beliebt; von seinem breiten Gipfelplateau starten regelmäßig Gleiter in die Luft. Für Wanderer bieten Pfade durch dichten Buchenwald und offene Felsrücken abwechslungsreiche Ausblicke über Budapest und die umliegenden Hügel.

  • Fischerbastei

    Fischerbastei

    Budapest

    ArchitekturKulturAussicht+1

    Hoch oben auf dem Burgberg von Buda thront die Fischerbastei – ein neoromanisches Märchenschloss, das Architekt Frigyes Schulek zwischen 1895 und 1902 an der Stelle des mittelalterlichen Fischmarkts errichtete. Der Name erinnert an die Fischergilde, die im Mittelalter diesen Abschnitt der Stadtmauer verteidigte. Schuleks Entwurf ist bewusst verspielt: Sieben konische Türme symbolisieren die sieben Stämme der Magyaren, die im 9. Jahrhundert in das Karpatenbecken einzogen. Die weißen Steinterrassen und geschwungenen Arkaden bieten einen der spektakulärsten Blicke über die Donau auf die Häuser von Pest – mit dem Parlamentsgebäude als Gegenstück auf der anderen Flussseite. Besonders bei Nacht, wenn das Ensemble beleuchtet ist, entfaltet die Bastei eine fast unwirkliche Atmosphäre. Heute ist sie eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt und ein beliebter Treffpunkt für Einheimische wie Besucher.

  • Fiumei Úti Sírkert

    Fiumei Úti Sírkert

    Budapest

    ArchitekturGeschichte

    Der Fiumei Úti Sírkert — früher als Kerepesi temető bekannt — ist einer der bedeutendsten Friedhöfe Ungarns und eine Art Pantheon der Nation. Seit seiner Eröffnung 1847 ist er Ruhestätte zahlreicher ungarischer Staatslenker, Dichter, Komponisten und Revolutionäre, darunter Lajos Kossuth, der Anführer des Freiheitskampfes von 1848. Prunkvolle Mausoleen, mit Efeu bewachsene Grabsteine und schattige Alleen machen ihn zu einem ungewöhnlichen Ort zwischen Trauer und Gartenkunst. Der Friedhof liegt im VIII. Stadtbezirk Józsefváros, unweit des Keleti-Bahnhofs, und ist frei zugänglich.

  • Freiheitsbrücke

    Freiheitsbrücke

    Budapest

    ArchitekturKulturRomantik

    Die Freiheitsbrücke, ungarisch Szabadság híd, gehört zu den elegantesten Donaubrücken Budapests. Sie verbindet den Budaer Gellért-Platz mit dem Pester Fővám-Platz, wo die Große Markthalle und die Corvinus-Universität liegen. Ursprünglich zur Millenniumsfeier des ungarischen Staates im Jahr 1896 erbaut, besticht die Brücke durch ihre aufwändige Jugendstilkonstruktion in leuchtendem Grün. Der Name „Freiheitsbrücke" wurde ihr erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegeben; davor hieß sie Franz-Josefs-Brücke. Im Sommer treffen sich Einheimische auf dem Brückengeländer zum Entspannen — sie ist ein echter Treffpunkt des Stadtlebens.

  • Gellértberg

    Gellértberg

    Budapest

    ArchitekturGeheimtippsAussicht+1

    Der Gellértberg erhebt sich 235 Meter über der Donau und bietet einen der spektakulärsten Ausblicke auf Budapest — auf beide Seiten der Stadt, die Kettenbrücke, das Parlament und die Budaer Burg. Benannt wurde er nach dem venezianischen Bischof Gellért, der laut Überlieferung im 11. Jahrhundert von hier in ein Fass gesperrt in die Donau gestürzt wurde. Im Volksglauben galt der Berg lange als Blocksberg — Treffpunkt der Hexen in der Walpurgisnacht. Heute thront auf dem Gipfel die Zitadelle aus der Habsburger Zeit und die Freiheitsstatue. Der Park an seinen Hängen lädt zu Spaziergängen mit herrlichem Stadtblick ein.

  • Nationalpark Kiskunság

    Nationalpark Kiskunság

    Budapest

    Aktivitäten

    Der Nationalpark Kiskunság – Kleinkumanien – liegt in der Großen Ungarischen Tiefebene zwischen Donau und Theiß und ist mit über 530 km² der zweitgrößte Nationalpark Ungarns. Gegründet 1975, besteht er aus neun voneinander getrennten Teilgebieten mit unterschiedlichen Landschaftstypen: Flugsandgebiete, Salzsteppenwiesen, Feuchtgebiete und Wacholderbuschwälder prägen das Bild. Als UNESCO-Biosphärenreservat ist der Park ein Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten der pannonischen Steppe, darunter das Ungarische Graurind und zahlreiche Watvogelarten. Die weiten, menschenleeren Landschaften sind ein eindrucksvolles Stück ursprünglicher mitteleuropäischer Natur.

  • Ungarisches Parlamentsgebäude

    Ungarisches Parlamentsgebäude

    Budapest

    ArchitekturGeschichteAussicht

    Das Ungarische Parlamentsgebäude am Kossuth-Platz in Budapest ist eines der größten Parlamentsgebäude der Welt und das bekannteste Wahrzeichen Ungarns. Architekt Imre Steindl entwarf den neogotischen Bau, der 1902 eingeweiht wurde und seitdem das größte Gebäude Ungarns ist. Die asymmetrische Anlage mit 96 Türmchen, einer zentralen Kuppel und einem prachtvollen Hauptsaal für die Heilige Krone Ungarns ist vom gegenüberliegenden Donauufer besonders eindrucksvoll. Geführte Touren durch Kuppelhalle und Repräsentationsräume sind ganzjährig möglich.

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