Asuka-dera
Osaka
Der Tairyū-ji liegt tief im Bergwald oberhalb der Stadt Anan und ist als 21. Tempel in den Shikoku-Pilgerweg eingebunden, den berühmten 1.200 Kilometer langen Rundweg zu 88 buddhistischen Tempelstationen. Er gehört zur Kōyasan-Richtung des Shingon-Buddhismus und trägt den Beinamen „Kōya des Westens" — eine Anspielung auf das zentrale Kloster der Shingon-Tradition in den Kii-Bergen. Gegründet soll er 793 worden sein, nach der Überlieferung durch den Mönch Kūkai selbst, der hier in den Bergen zahllose Tage meditativer Askese verbrachte. Die abgelegene Berglage verleiht dem Tempel eine besondere Stille; eine Seilbahn erschließt den Aufstieg für weniger geübte Besucher, während Pilger in weißen Gewändern (Henro) traditionell zu Fuß den Bergpfad begehen. Die Tempelanlage aus Holzpavillons, Torwegen und Räucherstäbchenduft vermittelt ein unmittelbares Bild lebendiger japanischer Klosterkultur.
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