Antaeopolis
Tima
Amarna ist die archäologische Hinterlassenschaft von Achet-Aton, der kurzlebigen Hauptstadt des ägyptischen Pharaos Echnaton, gegründet um 1346 v. Chr. am Ostufer des Nils in Mittelägypten. Echnaton errichtete die Stadt innerhalb weniger Jahre als religiöses Zentrum seiner Revolution: die Verehrung aller traditionellen Götter wurde zugunsten des Sonnengottes Aton weitgehend verboten — ein früher Monotheismus, der in der antiken Welt ohne Parallele war. Nach Echnatons Tod wurde die Stadt aufgegeben, sein Name aus Denkmälern getilgt und seine Nachfolger — darunter der junge Tutanchamun — restaurierten den alten Götterkanon. Heute sind Palastgrundrisse, Grenzstelen und die beeindruckenden Felsengräber der Hofbeamten erhalten, darunter das Grab des Eje mit seinen lebendigen Reliefdarstellungen des Amarna-Stils. Besucher erkunden das weitläufige, kaum touristisch erschlossene Gelände in der Wüstenebene gegenüber dem Nil — oft fast allein mit den Überresten einer Stadt, die absichtlich aus der Geschichte gelöscht werden sollte.
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