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Ani

Ani ist eine seit über 300 Jahren verlassene mittelalterliche Stadtruine im heutigen Nordosten der Türkei, unweit der armenischen Grenze. Die einstige Hauptstadt des Bagratiden-Königreichs zählte im 11. Jahrhundert zu den größten Städten der Welt mit schätzungsweise 100.000 Einwohnern und galt als Perle armenischer Architektur. Nach Eroberungen durch Seldschuken, Mongolen und schließlich einem verheerenden Erdbeben 1319 verödete die Stadt schrittweise und wurde vollständig aufgegeben. Heute steht Ani unter UNESCO-Weltkulturerbe-Schutz: Kathedralen, Kirchen, Stadtmauern und Paläste ragen aus der kargen Steppenlandschaft, tief eingeschnitten von der Schlucht des Arpa-Flusses, der die heutige türkisch-armenische Grenze bildet. Das Gelände vermittelt eine eindringliche Stille — Überreste einer verlorenen Zivilisation, für die es auf beiden Seiten der Grenze bis heute tiefe historische Resonanz gibt.

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