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Bilderstöckchen

Bilderstöckchen ist ein junger Kölner Stadtteil im Norden der Stadt, der erst 1969 aus Gebieten von Neu-Ehrenfeld, Ossendorf und Nippes zusammengelegt wurde. Namensgeber ist ein kleines Bilderstöckchen — ein Wegkapellchen oder Heiligenhäuschen —, wie sie im Rheinland seit dem Mittelalter an Kreuzwegen und Feldwegen aufgestellt wurden, um Reisende zu schützen und der Toten zu gedenken. Solche schlichten Andachtsmale aus Stein oder Holz mit einer Nische für ein Heiligenbild waren einst prägend für das religiöse Alltagsleben der Region, verschwanden aber im Laufe der Urbanisierung weitgehend. Das OSM-Denkmal verzeichnet den namensgebenden Ort als historische christliche Kultstätte — ein stilles, fast übersehbares Zeugnis der volksreligiösen Straßenkultur, die diesen Teil Kölns einst durchzog.

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