Berliner Fernsehturm
Berlin
Auch bekannt als: Kaiser-Friedrich-Museum
Das Bode-Museum besetzt die schmale Nordspitze der Museumsinsel mit einer wuchtigen neobarocken Kuppel und vereint drei thematisch eigenständige Sammlungen: die Skulpturengalerie von der Spätantike bis zum Rokoko, byzantinische Kunst sowie das Münzkabinett — eine der größten numismatischen Sammlungen weltweit. Kaiser Wilhelm II. eröffnete den Bau 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum; der Architekt Ernst von Ihne entwarf das Gebäude so, dass seine Kuppelsilhouette von der Spree aus wie ein gestrandetes Schiff wirkt. Nach schweren Kriegsschäden stand der Komplex jahrzehntelang als Ruine im Ost-Berliner Stadtbild, bevor eine grundlegende Sanierung 2006 zur Wiedereröffnung führte. Seither macht laufende Provenienzforschung die Sammlungsgeschichte selbst zum Exponat: Viele Werke blieben nach 1945 verschollen oder gelangten auf ungeklärten Wegen in andere Häuser. Bei Abenddämmerung spiegelt sich die Kuppel im Wasser der Spree — die Kolonnaden entlang des Ufers bieten einen der ruhigsten Fußwege auf der Museumsinsel.
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