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Castello Visconteo

Das Castello Visconteo in Pavia ist eine imposante gotische Backsteinburg aus dem Jahr 1360, errichtet im Auftrag von Galeazzo II. Visconti, der seinen Herrschaftssitz dorthin verlegte. Unter Gian Galeazzo Visconti avancierte die Anlage zu einem der glanzvollsten Höfe Norditaliens. Zum Schloss gehörte einst ein riesiges Jagdgelände, der Visconti-Park, der sich ursprünglich über ein Dutzend Kilometer bis zur Certosa di Pavia erstreckte — und 1525 Schauplatz der strategisch entscheidenden Schlacht bei Pavia wurde, in der Karl V. den französischen König Franz I. gefangennahm. Heute ist das als italienisches Nationaldenkmal geschützte Castello mit seinen verbliebenen Parkflächen ein ruhiger Ort am Rande der Pavenser Altstadt. Die gut erhaltenen Türme und Mauerzüge aus rotem Backstein vermitteln trotz späterer Umbauten einen unmittelbaren Eindruck mittelalterlicher Burgarchitektur.

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