Big Ben
London
Cross Bones ist ein aufgegebener Friedhof am Redcross Way in Southwark, auf dem zwischen dem 16. Jahrhundert und 1853 mutmasslich bis zu 15.000 Menschen bestattet wurden - viele davon Prostituierte, die im mittelalterlichen Bordellviertel Bankside arbeiteten und kein kirchliches Begraebnis erhielten. Im Mittelalter unterstand das Gebiet dem Bischof von Winchester, dessen lizenzierte Sexarbeiterinnen "Winchester Geese" hiessen; nach ihrem Tod blieb ihnen geweihte Erde verwehrt. Wiederentdeckt wurde der Ort in den 1990er Jahren bei U-Bahn-Bauarbeiten, als Archaeologen 148 Skelette bargen - alle armselig bestattet, viele weiblich, viele Kinder. Heute haengen Besucher Baender, Federn und Botschaften ans schmiedeeiserne Tor, und am 23. jedes Monats findet eine kleine Gedenkzeremonie statt. Hinter dem Tor liegt ein stiller Erinnerungsgarten, der mit jedem Jahr mehr Beachtung findet.
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