Abeno Harukas
Kyōto
Einer der sagenumwobensten Schreine Japans — Hirota in Nishinomiya wurde angeblich im 3. Jh. von Kaiserin Jingū gestiftet und verehrt das aramitama, die wilde Seite der Sonnengöttin Amaterasu.
Der Hirota-Schrein in Nishinomiya gehört zu den ältesten und sagenumwobensten Schreinen Japans. Laut der Chronik Nihonshoki soll ihn die legendäre Kaiserin-Gemahlin Jingū im 3. Jahrhundert nach ihrer Rückkehr aus Korea errichtet haben — dem aramitama der Sonnengöttin Amaterasu gewidmet, der wilden, ungebändigten Seite der Gottheit. Diese Besonderheit macht den Hirota-Schrein zu einem einzigartigen Kultort: Während der Ise-Schrein das ruhige, versöhnliche nigimitama verehrt, bewacht Hirota das gefährlichere spirituelle Gegenstück. Im 12. Jahrhundert erlebte der Schrein als Schutzsanktuar der Heike-Krieger neue Bedeutung. Heute ist er ein Ort tiefer religiöser Stimmung, umgeben von alten Zedern und Kampferbäumen.
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