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Karl-Marx-Hof

Auch bekannt als: Karl-Marx-Hof und Kunst-am-Bau

Der Karl-Marx-Hof in Wien-Doebling wurde 1930 nach Plaenen von Karl Ehn eroeffnet, einem Schueler Otto Wagners, und ist mit rund 1.050 Metern Laenge der laengste zusammenhaengende Wohnbau der Welt. Er gilt als Ikone des Roten Wien, jenes sozialdemokratischen Wohnungsbauprogramms, das zwischen 1919 und 1934 mehr als 60.000 Wohnungen errichtete. Die wuchtigen ockerroten Fassaden mit Rundbogen-Durchgaengen und Tuermchen wurden bewusst monumental gestaltet, gleichzeitig erhielten alle 1.382 Wohnungen Wasser, Toilette, Waschkueche, Bibliotheken, Kindergaerten und eine zentrale Badeanstalt. Im Februar 1934 wurde der Bau zum Schauplatz des Austrofaschistischen Buergerkriegs: Regierungstruppen beschossen den Komplex mit Artillerie, weil sich Schutzbund-Kaempfer hier verschanzt hatten. Im Waschsalon 2 informiert heute ein kleines Museum (Das Rote Wien im Waschsalon) ueber die Geschichte des kommunalen Wohnbaus. Der Bau steht unter Denkmalschutz und wird weiterhin vollstaendig bewohnt.

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