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Looshaus am Michaelerplatz
Google · Andrea Popovic

Looshaus am Michaelerplatz

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Das Looshaus am Michaelerplatz ist ein Wohn- und Geschäftshaus, das Adolf Loos 1911 fertigstellte und mit seiner schmucklosen Putzfassade einen der größten Architektur-Skandale der Habsburgermonarchie auslöste. Loos hatte kurz zuvor sein programmatisches Essay 'Ornament und Verbrechen' formuliert und setzte dessen Thesen hier erstmals konsequent im Stadtbild Wiens durch. Kaiser Franz Josef I. soll so entsetzt über die Fenster ohne Gesimse gewesen sein, dass er die Zugänge zur Hofburg auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes meiden ließ — ob Legende oder nicht, der Konflikt zwischen Kaiserreich und Moderne wurde an dieser Fassade manifest. Heute beherbergt das Gebäude eine Bankfiliale der Raiffeisenbank im Erdgeschoss; der Innenraum ist öffentlich zugänglich und zeigt Loos' charakteristische Raumplanung mit unterschiedlichen Deckenhöhen, edlen Materialien und dem Verzicht auf jedes überflüssige Dekorlement.

Adolf Loos' fassadenloses Geschäftshaus gegenüber der Hofburg — der Kaiser ließ angeblich seine Fenster verhängen.

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