Rotunde von Mosta
Valletta
Auch bekannt als: Stiftskirche hl. Karl Borromäus, Klosterkirche zum Hl. Karl Borromäus
Die Karlskirche am Karlsplatz ist das Hauptwerk Johann Bernhard Fischers von Erlach und gilt als Gipfelpunkt des österreichischen Hochbarocks. Kaiser Karl VI. gelobte ihren Bau 1713 als Dankesgeste für das Ende der letzten großen Wiener Pestepidemie; geweiht wurde sie erst 1737, elf Jahre nach seinem Tod. Das ungewöhnliche Fassadenprogramm kombiniert einen griechischen Säulenportikus mit zwei freistehenden Triumphsäulen nach dem Vorbild der Trajanssäule in Rom — deren Spiralreliefs zeigen Szenen aus dem Leben des Kirchenpatrons Karl Borromäus in minutiöser Bildfolge. Im Inneren trägt ein moderner Panoramalift Besucher bis knapp unter das Kuppelfresko von Johann Michael Rottmayr, das sonst aus dem Erdgeschoss kaum lesbar wäre. Vor der Fassade spiegelt ein flacher Wasserbecken die barocke Silhouette, ein städtebaulicher Eingriff des späten 20. Jahrhunderts, der Karlsplatz und Kirche neu miteinander verbindet.
Hochbarocke Kuppelkirche mit zwei Säulen-Reliefs, Pestkirche von 1737, Aufzug zur Kuppel.
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