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Naschmarkt

Auch bekannt als: Gesamtanlage: Marktanlage Naschmarkt samt Pavillons und sonstigen Gebäuden

Der Naschmarkt zieht sich als 1,5 Kilometer langer Freiluftmarkt entlang der Wienzeile und ist Wiens lebhafteste Marktmeile — entstanden im 16. Jahrhundert als schlichter Milchmarkt, wurde er im Zuge der Wiener Moderne zur urbanen Institution. Die architektonische Kulisse stammt maßgeblich von Otto Wagner: Seine Jugendstil-Stadtbahnbögen und die reich ornamentierten Mietshäuser an der Linken Wienzeile (1898–1899) geben dem Markt eine Bühne, die weit über das Funktionale hinausgeht. Rund 120 Standln bieten heute orientalische Gewürze, Wiener Käse- und Wurstspezialitäten, frische Meeresfrüchte und levantinische Feinkost nebeneinander an. Jeden Samstag verwandelt sich der südliche Abschnitt in einen ausgedehnten Flohmarkt mit Trödlern, Antiquitätenhändlern und Schnäppchenjägern. Abends füllen sich die eingebetteten Gastlokale und Weinbars, und der Markt wird zur Flaniermeile — ein Rhythmus, der sich seit dem Fin de Siècle kaum verändert hat.

Wiens Lebensmittel-Treff seit dem 16. Jahrhundert, von Sushi bis persischen Gewürzen — samstags Flohmarkt.

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