Pastéis de Belém
Lissabon
Auch bekannt als: Commerce Square, Terreiro do Paco
Die Praça do Comércio ist das weitläufige Eingangstor Lissabons zum Tejo — ein rationalistisch geplanter Stadtplatz, der nach dem Erdbeben von 1755 unter dem Marquês de Pombal an Stelle des zerstörten Ribeira-Palastes errichtet wurde. Auf drei Seiten umsäumen symmetrische Arkadengalerien aus gelbem Kalkstein den Platz; das vergoldete Reiterstandbild Josés I. steht im Mittelpunkt. Dass der Platz auch politische Brisanz trägt, zeigt ein einziges Datum: Am 1. Februar 1908 wurde König Carlos I. hier auf offener Straße erschossen — das erste Attentat auf ein europäisches Staatsoberhaupt des 20. Jahrhunderts und Auftakt zum Ende der portugiesischen Monarchie zwei Jahre später. Heute öffnet sich der Platz in einer großzügigen Geste zum Fluss, die Fähren nach Almada legen direkt hier ab, und an ruhigeren Abenden spiegelt das warme Abendlicht das Pflaster in Orange und Ocker.
Nach dem Erdbeben 1755 neu angelegter Hafenplatz, dreiseitig von Arkaden umschlossen, vierte Seite öffnet sich zum Tejo — Lissabons Tor zum Meer.
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