August-Exter-Straße
München
Auch bekannt als: Hamburger Speicherstadt
Die Speicherstadt bildet den größten zusammenhängenden Lagerhauskomplex der Welt und wurde 2015 gemeinsam mit dem benachbarten Kontorhausviertel in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Zwischen 1883 und 1927 auf rund 6.000 Eichenpfählen im Hamburger Freihafen errichtet, folgen die sieben- bis neunstöckigen Blöcke einem einheitlichen Gestaltungskanon aus rotem Backstein, Spitzbogenfenstern und schmiedeeisernen Lasthaken — eine geschlossene wilhelminische Industriearchitektur ohne Vergleich in Europa. Jahrzehntelang lagerten in den Gewölbekellern Kaffee, Kakao, Tee und vor allem Orientteppiche, die auf dem Hamburger Freihafengelände unverzollt gehandelt wurden; einzelne Teppichhändler sind bis heute ansässig. Seit der Eingliederung in das reguläre Stadtgebiet 2013 hat sich das Viertel zum Kulturquartier gewandelt: Das Miniatur Wunderland, das Spicy's Gewürzmuseum und das Dialoghaus Hamburg ziehen Hunderttausende in die historischen Speicher. Der Kanalblick bei Abenddämmerung — wenn das rote Backsteinpanorama sich im stillen Wasser spiegelt — gehört zu den ungewöhnlichsten Stadtmomenten Hamburgs.
Auf Eichenpfählen errichtetes Lagerhaus-Ensemble von 1888 — neogotisches UNESCO-Welterbe mit Fleeten und Brücken.
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