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Synagoge Pestalozzistraße

Die Synagoge Pestalozzistraße liegt verborgen im Hinterhof der Pestalozzistraße 14 in Berlin-Charlottenburg — eine bewusste architektonische Zurückhaltung, die für viele Berliner Synagogen des 19. Jahrhunderts typisch war, da der Bau von Synagogen an Straßenfronten lange Zeit untersagt oder gesellschaftlich nicht akzeptiert war. Das Gebäude im Rundbogenstil, einem romantisierenden Baustil, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für jüdische Sakralbauten im deutschsprachigen Raum beliebt war, überstand die Pogromnacht 1938 als eine der wenigen Berliner Synagogen weitgehend unbeschädigt — vermutlich weil ihre Lage im Hinterhof ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude befürchten ließ. Sie wird noch heute als aktive Gebetsstätte der liberalen jüdischen Gemeinde genutzt und ist als Baudenkmal geschützt. Der stille Innenhof und der Kontrast zwischen der unauffälligen Einfahrt und dem Innenraum machen den Ort zu einem der eindrücklichsten verborgenen Orte Berlins.

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