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Dieses kleine Straßenheiligtum in Tokio ist einem Jizo-Bosatsu gewidmet — einer buddhistischen Schutzgottheit für Reisende, Kinder und Verstorbene. Der Name 火あぶり地蔵尊 bedeutet wörtlich „Feuerverbrennungs-Jizo" und deutet auf eine Überlieferung aus der Edo-Zeit hin, wonach an oder nahe diesem Ort eine Hinrichtung durch Verbrennung stattgefunden haben soll. Solche Gedenkschreine entstanden häufig, um die Seelen der so Hingerichteten zu besänftigen und Unglück vom Ort fernzuhalten. Besucher legen Blumen und Münzen nieder, zünden Räucherwerk an und verneigen sich kurz — ein stilles Zeugnis volkstümlicher Frömmigkeit mitten im städtischen Alltag Tokios.
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