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Architektur

Architektur in Sankt Petersburg

Sankt Petersburg an der Newa vereint auf engstem Raum eine außergewöhnliche Vielfalt an Baustilen. Die klassizistische Admiralität mit ihrer vergoldeten Turmspitze und die Alexandersäule auf dem Schlossplatz zählen zu den prägendsten Zeugnissen des imperialen Städtebaus. Das Alexandrinsky-Theater und der Anichkow-Palast zeigen die elegante Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts, während die Akademische Kapelle und die Alexander-Newski-Lawra sakrale Baukunst von hohem Rang repräsentieren. Der Bernsteinsaal im Katharinenpalast in Puschkin sowie der Alexanderpalast ergänzen das Bild einer Stadt, die ihre gesamte Gestalt einem klaren planerischen Willen verdankt.

33 Orte · Sankt Petersburg, Russland · Redaktionell kuratiert

  • Admiralität

    Admiralität

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichte

    Die Admiralität am Newski-Prospekt ist das Stadtbild-definierende Wahrzeichen Sankt Petersburgs: Ihr vergoldeter Turmspitze ist von weitem sichtbar und bildet den Fluchtpunkt, auf den die drei großen Hauptachsen der Stadt — Newski-Prospekt, Gorochowaja-Straße und Wosnessenski-Prospekt — zulaufen. Erbaut im Empire-Stil und mehrfach umgebaut, beherbergt das Gebäude heute das Oberkommando der Russischen Marine. Peter der Große ließ hier 1704 eine Schiffswerft errichten — der Ausgangspunkt, von dem aus Russland zur Seemacht wurde.

  • Alexander-Newski-Kloster

    Alexander-Newski-Kloster

    Sankt Petersburg

    KulturNaturGeschichte+1

    Das Alexander-Newski-Kloster ist die bedeutendste religiöse Institution Sankt Petersburgs und trägt als Lawra den höchsten Rang in der russisch-orthodoxen Kirche — nur vier Klöster weltweit genießen diesen Status. Gegründet 1710 von Peter dem Großen am Ende des Newski-Prospekts, beherbergt es das Grab des Nationalheiligen Alexander Newski. Besonders bekannt sind die Tichwiner und Lazarus-Friedhöfe mit den Gräbern von Tschaikowski, Dostojewski, Rimski-Korsakow und anderen Größen der russischen Kultur.

  • Alexanderpalast

    Alexanderpalast

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichteGeheimtipps

    Der Alexanderpalast in Zarskoje Sselo war die bevorzugte Residenz des letzten russischen Zaren Nikolaus II. und seiner Familie. Erbaut 1792-96 von Giacomo Quarenghi im klassizistischen Stil fur Katharina die Grosse, besticht er durch eine Kolonnade von zehn korinthischen Saulen vor dem Ehrenhof. Nikolaus II. regierte von hier aus, und hier lebte die Zarenfamilie unter Hausarrest nach der Februarrevolution 1917, bevor sie nach Sibirien deportiert wurde. Nach einer langen Restaurierungsphase ist der Palast seit 2024 wieder begehbar.

  • Alexandersäule

    Alexandersäule

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichte

    Die Alexandersaeule ist das Zentrum des Palastplatzes in Sankt Petersburg und das hoechste freitragende Granitsaeulendenkmal der Welt. Errichtet 1834 nach dem Sieg Russlands ueber Napoleon, ist sie nach Zar Alexander I. benannt. Der Monolit aus rotem Granit wiegt 600 Tonnen und wird allein durch sein Eigengewicht ohne Fundament gehalten. Auf der Spitze steht ein Engel, dessen Gesichtszuege denen Alexanders I. nachgeformt sind.

  • Alexandrinski-Theater

    Alexandrinski-Theater

    Sankt Petersburg

    KulturWissen

    Das Alexandrinski-Theater am Ostrowski-Platz in Sankt Petersburg ist eines der aeltesten und bedeutendsten Theater Russlands, gegruendet 1756. Das Gebaude, entworfen von Carlo Rossi und 1832 eingeweiht, ist ein Meisterwerk des Klassizismus mit beeindruckender Fassade und Apollon-Quadriga. Hier wurden Uraufführungen von Gogols Revisor (1836) und Tschechows Moewe (1896) gegeben. Heute ist es Sitz des Nationaltheaters und des Puschkin-Theaters.

  • Anitschkow-Palais

    Anitschkow-Palais

    Sankt Petersburg

    KulturNaturGeschichte

    Das Anitschkow-Palais am Newski-Prospekt ist eines der aeltesten und geschichtstraechtigsten Palaeste Sankt Petersburgs, erbaut 1754 unter Zarin Elisabeth. Urspruenglich barock, erhielt es Ende des 18. Jahrhunderts seine klassizistische Form. Zahlreiche russische Herrscher schenkten und bewohnten es — Nikolaus I. gab es seiner Frau als Weihnachtsgeschenk, Nikolaus II. verbrachte hier seine Kindheit. Heute beherbergt es das Palais der Jugend (Dvoretz Twortschestwa Junitschestwo).

  • Arktis- und Antarktismuseum

    Arktis- und Antarktismuseum

    Sankt Petersburg

    NaturGeschichteWissen

    Das Arktis- und Antarktismuseum in Sankt Petersburg ist das weltgroesste Museum fur Polar- und Expeditionsgeschichte. Es befindet sich im ehemaligen Nikolauskirche-Gebaude, umgebaut 1930, und eroeffnete im Januar 1937. Die Sammlung umfasst Expeditionsausrustung, Karten, Schiffsmodelle und dokumentiert sowjetische Pionierleistungen in der Erkundung von Arktis und Antarktis.

  • Auferstehungskirche

    Auferstehungskirche

    Sankt Petersburg

    Kultur

    Die Auferstehungskirche — im Volksmund Blutskirche — ist eine der bekanntesten Kirchen Sankt Petersburgs und ein Meisterwerk des neorussischen Stils, erbaut 1883-1912 am Ort des Attentats auf Zar Alexander II. Entworfen von Alfred Parland, ist sie fur ihre 7.500 Quadratmeter Mosaik-Innenauskleidung beruehmt, eine der groessten Mosaiksammlungen Europas. Der Name verweist auf das Blut des ermordeten Zaren: Die Kirche steht exakt uber dem Pflasterstein, auf dem er starb.

  • Baltischer Bahnhof

    Baltischer Bahnhof

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichteGeheimtipps

    Der Baltische Bahnhof wurde 1857 eröffnet und ist einer der fünf großen Kopfbahnhöfe von Sankt Petersburg. Er war historisch das Tor zu den baltischen Provinzen des Russischen Zarenreichs – daher der Name. Das Gebäude in klassizistischer Tradition spiegelt die Bahnhofsarchitektur des 19. Jahrhunderts wider und ist heute vor allem Ausgangspunkt für Vorortzüge in die Südvororte der Stadt, darunter Peterhof und Oranienbaum. Wer vom Baltischen Bahnhof aus in die Umgebung fährt, erlebt die weniger touristisch bekannte Seite der Metropole jenseits des historischen Stadtzentrums.

  • Bankbrücke

    Bankbrücke

    Sankt Petersburg

    NaturGeschichte

    Die Bankbrücke ist eine der charmantesten Fußgängerbrücken Sankt Petersburgs. Die nur 25 Meter lange Kettenbrücke wurde 1826 vom badischen Ingenieur Wilhelm von Traitteur entworfen und überquert den Gribojedow-Kanal nahe dem Kasaner Dom. Ihr Markenzeichen sind vier goldene Greifen, die als skulpturale Pfeiler die Eisenketten der Brücke halten – ein Meisterwerk der russischen Empire-Dekorationstradition. Die Brücke liegt mitten im historischen Zentrum und verbindet das Bankenviertel, nach dem sie benannt ist, mit den umliegenden Grachtenstraßen. Für Paare gilt es als Glücksbrauch, die Greifen zu berühren.

  • Bernsteinzimmer

    Bernsteinzimmer

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichte

    Das Bernsteinzimmer gehört zu den spektakulärsten Kunstkammern der Geschichte — und zu den berühmtesten Verlustgeschichten. Im Auftrag des preußischen Königs Friedrich I. zwischen 1701 und 1712 erbaut, verkleideten handwerkliche Meister die Wände mit über sechs Tonnen Bernsteinplatten, vergoldeten Schnitzereien und Spiegeln. König Friedrich Wilhelm I. überließ den Raum 1716 dem russischen Zaren Peter I. als Geschenk; Zarin Elisabeth ließ ihn später im Katharinenpalast in Zarskoje Selo erweitern und aufstellen. Im Zweiten Weltkrieg raubten deutsche Truppen das Zimmer 1941 — sein Verbleib ist bis heute ungeklärt. Die aufwendige Rekonstruktion, die 2003 abgeschlossen wurde, ist heute im Katharinenpalast bei St. Petersburg zu besichtigen.

  • Blagoweschtschenski-Brücke

    Blagoweschtschenski-Brücke

    Sankt Petersburg

    GeschichteGeheimtipps

    Die Blagoweschtschenski-Brücke (auch Leutnant-Schmidt-Brücke) überspannt die Newa in Sankt Petersburg und verbindet Wasilewski-Insel mit dem Admiralitätsviertel. Sie wurde 1850 als erste dauerhafte Brücke über die Newa eröffnet und ersetzte damit die provisorischen Pontonbrücken, die zuvor die Stadtteile verbanden. Die Konstruktion aus gusseisernen Bögen gilt als Meisterleistung russischer Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Wie alle größeren Newa-Brücken wird sie in den Weißen Nächten geöffnet, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen — ein Schauspiel, das jedes Jahr Tausende Schaulustige ans Ufer lockt. Die Brücke wurde mehrfach renoviert und behält bis heute ihren historischen Charakter.

  • Blaue Brücke (Sankt Petersburg)

    Blaue Brücke (Sankt Petersburg)

    Sankt Petersburg

    KulturNaturGeschichte+1

    Die Blaue Brücke über die Moika in Sankt Petersburg gehört zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt: Mit knapp 100 Metern Breite ist sie die breiteste Brücke der gesamten Stadt und wirkt von der Ferne eher wie ein breiter Platz als eine Brücke. Ihr Name geht auf den blauen Anstrich zurück, der sie von den benachbarten bunten Brücken über die Moika unterscheidet — gemeinsam mit der Roten, der Gelben und der Grünen Brücke gehört sie zur Gruppe der sogenannten „Farbigen Brücken". Die Stahlbetonkonstruktion verbindet den Isaaksplatz mit dem Ufer und bietet einen schönen Blick auf den Isaaksdom. Heute ist sie ein beliebter Treffpunkt und Teil der klassischen Innenstadtroute.

  • Bolscheochtinski-Brücke

    Bolscheochtinski-Brücke

    Sankt Petersburg

    AktivitätenRomantik

    Die Bolscheochtinski-Brücke überspannt die Newa in Sankt Petersburg und verbindet das historische Stadtzentrum mit dem Stadtteil Ochta, nach dem sie benannt ist. Sie wurde 1911 eröffnet und gehört zu den schönsten Brücken der Stadt: Ihre charakteristischen Stahltürme mit geschwungenen Bogenkonstruktionen erinnern an den Jugendstil und verleihen ihr eine markante Silhouette. Die Brücke ist eine Klappbrücke — in den frühen Morgenstunden öffnet sie sich regelmäßig für den Schiffsverkehr, ein Spektakel, das Fotografen und Nachtschwärmer gleichermaßen anzieht. Vom Geländer bietet sich ein weiter Blick über die Newa flussabwärts Richtung Stadtzentrum und flussaufwärts in die weiträumigen Industriequartiere Ochtas.

  • Börsenbrücke

    Börsenbrücke

    Sankt Petersburg

    KulturNaturGeheimtipps

    Die Börsenbrücke überspannt die Kleine Newa in Sankt Petersburg und verbindet die Ostspitze der Wassiljewski-Insel — die berühmte Strelka mit ihrer Börse und den Rostrasäulen — mit der Petrograder Insel. Mit 239 Metern Länge und 27 Metern Breite ist sie eine der markantesten Brücken der Stadt. Ursprünglich als Holzbrücke 1896 errichtet, wurde sie Mitte des 20. Jahrhunderts durch einen modernen Stahlbeton-Neubau ersetzt, der jedoch das klassizistische Stadtbild respektiert. Wer über sie geht, hat einen einzigartigen Blick auf die ikonische Börsenrotunde und die vergoldete Spitze der Peter-und-Paul-Festung.

  • Dom St. Peter und St. Paul

    Dom St. Peter und St. Paul

    Sankt Petersburg

    GeschichteGeheimtipps

    Die Peter-und-Paul-Kathedrale in Peterhof ist eine russisch-orthodoxe Kathedrale, die zwischen 1894 und 1904 im russisch-byzantinischen Stil erbaut wurde. Mit einer Höhe von rund 70 Metern zählt sie zu den höchsten orthodoxen Sakralbauten der Welt. Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe des berühmten Palastkomplexes Peterhof und wurde 1975 als nationales Kulturdenkmal Russlands eingetragen. Die fünfkuppelige Kirche mit ihren vergoldeten Zwiebeltürmen und dem reich verzierten Innenraum zieht sowohl Pilger als auch Kunstinteressierte an. Heute ist die Kathedrale wieder in aktiver kirchlicher Nutzung.

  • Dreifaltigkeitskathedrale

    Dreifaltigkeitskathedrale

    Sankt Petersburg

    Geheimtipps

    Die Dreifaltigkeitskathedrale – auch Ismailowskij-Kathedrale – ist eine der imposantesten russisch-orthodoxen Kathedralen Sankt Petersburgs und gehört zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt. Gebaut zwischen 1828 und 1835 im Stil des Russischen Klassizismus, diente sie ursprünglich als Garnisonskirche des Ismailowskij-Regiments der Kaiserlichen Garde. Ihr markanter hellblauer Baukörper mit fünf blauen Kuppeln, die mit goldenen Sternen übersät sind, macht sie unverwechselbar. In der Sowjetzeit profanisiert und als Lagerhalle genutzt, wurde die Kathedrale in den 1990er-Jahren zurückgegeben und schrittweise restauriert. Heute ist sie aktive Pfarrkirche und zieht mit ihrer ruhigen Lage abseits des touristischen Zentrums vor allem Kenner an, die das offizielle Russland der Zarenzeit aus einer anderen Perspektive erleben möchten.

  • Gazprom Arena

    Gazprom Arena

    Sankt Petersburg

    GeschichteAktivitäten

    Die Gazprom Arena ist das größte Fußballstadion St. Petersburgs und fasst über 68.000 Zuschauer. Sie entstand auf der Krestowski-Insel am Standort des legendären Kirow-Stadions, das 2006 abgerissen wurde. Nach jahrelanger Bauzeit wurde das neue Stadion 2017 eröffnet und ist Heimstätte des FC Zenit St. Petersburg, einer der erfolgreichsten Mannschaften der russischen Premjer-Liga. Das markante Dach mit seiner Stahlfaltstruktur macht die Arena zu einem der architektonisch interessantesten Stadien Europas. 2018 war sie einer der Austragungsorte der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft, wo sie mehrere Gruppenspiele sowie das Halbfinale beherbergte.

  • Große Choral-Synagoge

    Große Choral-Synagoge

    Sankt Petersburg

    Kultur

    Die Große Choral-Synagoge am Lermontowski Prospekt 2 im Kolomna-Viertel von Sankt Petersburg ist die bedeutendste jüdische Stätte der Stadt. Zwischen 1880 und 1893 im maurischen Stil erbaut, beeindruckt sie mit orientalisch anmutenden Bögen, filigranem Maßwerk und einer imposanten Kuppel. Im Inneren befindet sich einer der größten jüdischen Gebetssäle Russlands mit Platz für über 1.200 Gläubige. Die Synagoge stand während der Sowjetzeit unter Druck, blieb jedoch geöffnet und war ein wichtiger Anlaufpunkt für die jüdische Gemeinschaft Leningrads. In den Jahren 2000 bis 2005 wurde das Gebäude aufwendig renoviert und erstrahlt seither in neuem Glanz. Heute dient sie als aktives Zentrum der jüdischen Orthodoxie in Russlands zweiter Großstadt.

  • Große Obuchowski-Brücke

    Große Obuchowski-Brücke

    Sankt Petersburg

    NaturWissen

    Die Große Obuchowski-Brücke, im Volksmund wegen ihrer schlanken Schrägseilkonstruktion auch „Wantenbrücke" genannt, überquert die Newa am östlichen Rand von Sankt Petersburg. Sie wurde 2004 als Teil der Ringautobahn KAD eröffnet und ist eine der längsten Brücken Russlands. Anders als die historischen Klappbrücken im Stadtzentrum, die nachts für Schiffe geöffnet werden müssen, ist die Obuchowski-Brücke hoch genug, um dauerhaft passierbar zu sein. Aus Fahrzeugen bietet sie weitreichende Blicke über die Newa und das flache Umland – ein eindrucksvolles Zeugnis moderner russischer Ingenieurskunst am Rande der Zarenstadt.

  • Großer Palast

    Großer Palast

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichteWissen

    Der Große Palast von Peterhof ist das prunkvolle Herzstück der ehemaligen Sommerresidenz der russischen Zaren am Finnischen Meerbusen, etwa 25 Kilometer westlich von Sankt Petersburg. Zar Peter der Große ließ die Anlage ab 1714 errichten — inspiriert von Versailles, doch übertrifft Peterhof in der Dichte seiner Wasserspiele das französische Vorbild bei weitem. Über 150 Springbrunnen und mehr als 2.000 vergoldete Skulpturen prägen die weitläufigen Gartenanlagen, die sich von der Palastterrasse bis zum Meereskanal erstrecken. Der Große Palast selbst wurde unter Elisabeth I. von Bartolomeo Rastrelli in prächtigem Barockstil umgebaut und beherbergt heute Staatsapartments mit goldverzierten Prunkräumen. Die gesamte Anlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde der Palast in jahrzehntelanger Restaurierungsarbeit wieder in seinen alten Glanz versetzt.

  • H2-293

    H2-293

    Sankt Petersburg

    GeschichteMystik

    Die finnische Dampflokomotive H2-293, gebaut um 1900, steht heute als Denkmal vor dem Finnländischen Bahnhof in Sankt Petersburg. Ihre Berühmtheit verdankt sie einem einzelnen Ereignis: Im April 1917, mitten in den Wirren der Russischen Revolution, brachte sie Wladimir Iljitsch Lenin von Finnland zurück nach Petrograd — kurz darauf hielt er seine berühmten Aprilthesen. Die Lokomotive selbst ist technisch unspektakulär, ein solider finnischer Güterzugtyp. Doch als Zeugin eines der folgenreichsten Momente des 20. Jahrhunderts wurde sie von sowjetischen Behörden zum Denkmal erklärt und auf einem Sockel vor dem Bahnhof platziert. Für Geschichtsinteressierte ist sie ein stilles, aber eindrucksvolles Symbol der Zeitenwende von 1917.

  • Katharinenpalast

    Katharinenpalast

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichteGeheimtipps+1

    Der Katharinenpalast ist eine prächtige Barockresidenz in Zarskoje Selo (Puschkin), rund 25 Kilometer südlich von Sankt Petersburg. Er wurde zwischen 1748 und 1756 im Auftrag von Zarin Elisabeth nach Plänen des Architekten Bartolomeo Rastrelli erbaut und gilt als Meisterwerk des russischen Rokoko. Berühmtestes Highlight ist das Bernsteinzimmer – ein komplett mit Bernsteinpaneelen ausgekleidetes Prunkgemach, das im Zweiten Weltkrieg geplündert wurde und in den 1990ern aufwendig rekonstruiert wurde. Seit 1990 gehört der Palast zum UNESCO-Welterbe.

  • Lachta-Zentrum

    Lachta-Zentrum

    Sankt Petersburg

    NaturAussicht

    Das Lachta-Zentrum im nordwestlichen Stadtteil Lachta von Sankt Petersburg ist mit 462 Metern das höchste Gebäude Europas und das nördlichste Hochhaus der Welt. Der 87-stöckige Turm, 2018 fertiggestellt, dient als Hauptquartier von Gazprom und bietet Teile der Fläche als öffentliche und kulturelle Infrastruktur. Das markante Gebäude mit seiner gedrehten Glasfassade liegt direkt am Ufer des Finnischen Meerbusens und verändert die Silhouette Sankt Petersburgs grundlegend.

  • Michaelsburg – Ingenieurschloss Sankt Petersburg

    Michaelsburg – Ingenieurschloss Sankt Petersburg

    Sankt Petersburg

    Geschichte

    Die Michaelsburg, auch Michailowski- oder Ingenieurschloss genannt, ist ein früheres Zarenschloss im Herzen von Sankt Petersburg, erbaut zwischen 1797 und 1801 von den Architekten Vincenzo Brenna und Vasili Bashenow für Zar Paul I. Das Schloss kombiniert auf ungewöhnliche Weise Elemente des französischen Klassizismus, der italienischen Renaissance und der Gotik – jede der vier Fassaden sieht völlig anders aus. Zar Paul I. wurde hier nur 40 Tage nach dem Einzug ermordet. Heute beherbergt das Gebäude Teile der Sammlung des Russischen Museums und ist als Museum zugänglich. Die dramatische Geschichte macht es zu einem faszinierenden Ort voller Rätsel.

  • Государственная академическая капелла Санкт-Петербурга

    Государственная академическая капелла Санкт-Петербурга

    Sankt Petersburg

    KulturGeschichteWissen

    Die Staatliche Akademische Kapelle St. Petersburg — heute Glinka-Kapelle — ist Russlands älteste professionelle Musikinstitution. Ihre Geschichte reicht bis 1479 zurück, als sie als Zarenhofkapelle gegründet wurde. Unter dem Romanow-Hof entwickelte sie sich zur kaiserlichen Hofkapelle und formte Generationen russischer Musiker. Heute ist die Kapelle ein renommierter Konzertsaal am Fluss Moika in der Petersburger Innenstadt mit einem der besten Kammerchöre Russlands.

  • Дворец Белосельских-Белозерских

    Дворец Белосельских-Белозерских

    Sankt Petersburg

    Geschichte

    Der Belosselski-Beloserski-Palast steht an der Ecke des Newski-Prospekts und der Fontanka in Sankt Petersburg — einer der prunkvollsten Adressen der Zarenstadt. Das ursprüngliche Gebäude stammt aus dem späten 18. Jahrhundert, wurde aber 1847–1848 vom Architekten Andrei Stackenschneider im neobarocken Stil vollständig umgebaut und ähnelt damit frappierend dem Stroganov-Palast am anderen Ende des Newski. Die pompöse Fassade mit Atlanten und Karyatiden, die dunkelrote Farbe und die reiche Ornamentik machen ihn zu einem der dekorativsten Bauten der Stadt. Der Palast gehörte zeitweise dem Großfürsten Sergei Alexandrowitsch; heute finden darin Konzerte und Kulturveranstaltungen statt.

  • мост Александра Невского

    мост Александра Невского

    Sankt Petersburg

    KulturNaturGeschichte

    Die Alexander-Newski-Brücke überquert die Newa in Sankt Petersburg und verbindet den Alexander-Newski-Platz mit dem Sawenski-Prospekt. Mit 906 Metern war sie bis zur Eröffnung der Großen Obukhow-Brücke 2004 die längste Brücke über die Newa. Erbaut 1965, ist sie nach dem mittelalterlichen Fürsten Alexander Newski benannt, der 1240 in der Nähe die schwedische Armee besiegte. Die Brücke ist eine der großen Aufklappbrücken über die Newa, die in den Nächten zur Schifffahrtssaison geöffnet wird.

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