Admiralteyskaya
Sankt Petersburg
Geheimtipps
Sankt Petersburg überrascht abseits der großen Touristenströme mit Orten, die das alltägliche Leben der Stadt widerspiegeln. Der Kuznechny-Markt, der Malzewski-Markt und der Sytny-Markt laden zum Stöbern zwischen frischen Lebensmitteln und lokalen Spezialitäten ein. Brücken wie die Blagoveshchensky-Brücke, die Blaue Brücke und die Exchange Bridge prägen das Gesicht der Kanäle auf eigene Weise. Der Baltische Bahnhof verbindet die Stadt mit dem Umland, während der Western Rapid Diameter ein modernes Infrastrukturprojekt darstellt. Etwas außerhalb laden der Alexanderpalast und der Katharinenpalast sowie die Dreifaltigkeitskathedrale und die Peter-und-Paul-Kathedrale zu ruhigeren Erkundungen ein.
30 Orte · Sankt Petersburg, Russland · Redaktionell kuratiert
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Der Alexanderpalast in Zarskoje Sselo war die bevorzugte Residenz des letzten russischen Zaren Nikolaus II. und seiner Familie. Erbaut 1792-96 von Giacomo Quarenghi im klassizistischen Stil fur Katharina die Grosse, besticht er durch eine Kolonnade von zehn korinthischen Saulen vor dem Ehrenhof. Nikolaus II. regierte von hier aus, und hier lebte die Zarenfamilie unter Hausarrest nach der Februarrevolution 1917, bevor sie nach Sibirien deportiert wurde. Nach einer langen Restaurierungsphase ist der Palast seit 2024 wieder begehbar.
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Der Baltische Bahnhof wurde 1857 eröffnet und ist einer der fünf großen Kopfbahnhöfe von Sankt Petersburg. Er war historisch das Tor zu den baltischen Provinzen des Russischen Zarenreichs – daher der Name. Das Gebäude in klassizistischer Tradition spiegelt die Bahnhofsarchitektur des 19. Jahrhunderts wider und ist heute vor allem Ausgangspunkt für Vorortzüge in die Südvororte der Stadt, darunter Peterhof und Oranienbaum. Wer vom Baltischen Bahnhof aus in die Umgebung fährt, erlebt die weniger touristisch bekannte Seite der Metropole jenseits des historischen Stadtzentrums.
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Die Blagoweschtschenski-Brücke (auch Leutnant-Schmidt-Brücke) überspannt die Newa in Sankt Petersburg und verbindet Wasilewski-Insel mit dem Admiralitätsviertel. Sie wurde 1850 als erste dauerhafte Brücke über die Newa eröffnet und ersetzte damit die provisorischen Pontonbrücken, die zuvor die Stadtteile verbanden. Die Konstruktion aus gusseisernen Bögen gilt als Meisterleistung russischer Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Wie alle größeren Newa-Brücken wird sie in den Weißen Nächten geöffnet, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen — ein Schauspiel, das jedes Jahr Tausende Schaulustige ans Ufer lockt. Die Brücke wurde mehrfach renoviert und behält bis heute ihren historischen Charakter.
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Die Blaue Brücke über die Moika in Sankt Petersburg gehört zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt: Mit knapp 100 Metern Breite ist sie die breiteste Brücke der gesamten Stadt und wirkt von der Ferne eher wie ein breiter Platz als eine Brücke. Ihr Name geht auf den blauen Anstrich zurück, der sie von den benachbarten bunten Brücken über die Moika unterscheidet — gemeinsam mit der Roten, der Gelben und der Grünen Brücke gehört sie zur Gruppe der sogenannten „Farbigen Brücken". Die Stahlbetonkonstruktion verbindet den Isaaksplatz mit dem Ufer und bietet einen schönen Blick auf den Isaaksdom. Heute ist sie ein beliebter Treffpunkt und Teil der klassischen Innenstadtroute.
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Die Börsenbrücke überspannt die Kleine Newa in Sankt Petersburg und verbindet die Ostspitze der Wassiljewski-Insel — die berühmte Strelka mit ihrer Börse und den Rostrasäulen — mit der Petrograder Insel. Mit 239 Metern Länge und 27 Metern Breite ist sie eine der markantesten Brücken der Stadt. Ursprünglich als Holzbrücke 1896 errichtet, wurde sie Mitte des 20. Jahrhunderts durch einen modernen Stahlbeton-Neubau ersetzt, der jedoch das klassizistische Stadtbild respektiert. Wer über sie geht, hat einen einzigartigen Blick auf die ikonische Börsenrotunde und die vergoldete Spitze der Peter-und-Paul-Festung.
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Die Peter-und-Paul-Kathedrale in Peterhof ist eine russisch-orthodoxe Kathedrale, die zwischen 1894 und 1904 im russisch-byzantinischen Stil erbaut wurde. Mit einer Höhe von rund 70 Metern zählt sie zu den höchsten orthodoxen Sakralbauten der Welt. Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe des berühmten Palastkomplexes Peterhof und wurde 1975 als nationales Kulturdenkmal Russlands eingetragen. Die fünfkuppelige Kirche mit ihren vergoldeten Zwiebeltürmen und dem reich verzierten Innenraum zieht sowohl Pilger als auch Kunstinteressierte an. Heute ist die Kathedrale wieder in aktiver kirchlicher Nutzung.
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Die Dreifaltigkeitskathedrale – auch Ismailowskij-Kathedrale – ist eine der imposantesten russisch-orthodoxen Kathedralen Sankt Petersburgs und gehört zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt. Gebaut zwischen 1828 und 1835 im Stil des Russischen Klassizismus, diente sie ursprünglich als Garnisonskirche des Ismailowskij-Regiments der Kaiserlichen Garde. Ihr markanter hellblauer Baukörper mit fünf blauen Kuppeln, die mit goldenen Sternen übersät sind, macht sie unverwechselbar. In der Sowjetzeit profanisiert und als Lagerhalle genutzt, wurde die Kathedrale in den 1990er-Jahren zurückgegeben und schrittweise restauriert. Heute ist sie aktive Pfarrkirche und zieht mit ihrer ruhigen Lage abseits des touristischen Zentrums vor allem Kenner an, die das offizielle Russland der Zarenzeit aus einer anderen Perspektive erleben möchten.
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Der Katharinenpalast ist eine prächtige Barockresidenz in Zarskoje Selo (Puschkin), rund 25 Kilometer südlich von Sankt Petersburg. Er wurde zwischen 1748 und 1756 im Auftrag von Zarin Elisabeth nach Plänen des Architekten Bartolomeo Rastrelli erbaut und gilt als Meisterwerk des russischen Rokoko. Berühmtestes Highlight ist das Bernsteinzimmer – ein komplett mit Bernsteinpaneelen ausgekleidetes Prunkgemach, das im Zweiten Weltkrieg geplündert wurde und in den 1990ern aufwendig rekonstruiert wurde. Seit 1990 gehört der Palast zum UNESCO-Welterbe.
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