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Geschichte

Geschichte in Sankt Petersburg

Sankt Petersburg, gegründet im frühen 18. Jahrhundert als russische Kaiserstadt, bewahrt seine Geschichte in einer außergewöhnlichen Dichte. Die Admiralität und die Alexander-Säule prägen das Stadtbild des einstigen Imperiums, während die Alexander-Newski-Lawra als bedeutendes Kloster- und Begräbnisensemble an Jahrhunderte russischer Geschichte erinnert. Im Bernsteinzimmer und im Anichkow-Palais öffnet sich die Welt des Zarenhofs, und das Artillerie-Museum sowie die ausgestellten Waffen wie die 2A36 Giatsint-B und die 85-mm-Flugabwehrkanone 52-K beleuchten Russlands Militärgeschichte. Das Arktis- und Antarktismuseum ergänzt das Bild dieser vielschichtigen Stadt.

45 Orte · Sankt Petersburg, Russland · Redaktionell kuratiert

  • 152-мм пушка 2А36

    152-мм пушка 2А36

    Sankt Petersburg

    KulturWissen

    Die 2A36 Giazint-B ist eine gezogene sowjetische 152-mm-Feldkanone, seit 1976 im Dienst als Ersatz für die 130-mm-M-46. Mit großer Reichweite war sie bei Einführung die leistungsfähigste Feldkanone ihrer Klasse in der Roten Armee. Im Westen als M1976 bekannt — nach dem Jahr, in dem NATO-Beobachter sie erstmals sichteten.

  • 85-мм зенитная пушка (52-К)

    85-мм зенитная пушка (52-К)

    Sankt Petersburg

    KulturWissen

    Die 85-mm-Flugabwehrkanone M1939 (Bezeichnung 52-K) war die schwere Flak der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg. Ihr Kaliber von 85 mm bot eine Schussweite von bis zu 10 Kilometern Höhe. Bemerkenswert: Die Kanone wurde auch gegen Bodenziele eingesetzt, ähnlich der deutschen 8,8-cm-Flak. Die 85-mm-Waffe war Vorbild für die spätere Panzerkanone des T-34/85. Das Exponat in Sankt Petersburg zeigt die massiv-praktische Konstruktion sowjetischer Kriegsartillerie.

  • Admiralität

    Admiralität

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKultur

    Die Admiralität am Newski-Prospekt ist das Stadtbild-definierende Wahrzeichen Sankt Petersburgs: Ihr vergoldeter Turmspitze ist von weitem sichtbar und bildet den Fluchtpunkt, auf den die drei großen Hauptachsen der Stadt — Newski-Prospekt, Gorochowaja-Straße und Wosnessenski-Prospekt — zulaufen. Erbaut im Empire-Stil und mehrfach umgebaut, beherbergt das Gebäude heute das Oberkommando der Russischen Marine. Peter der Große ließ hier 1704 eine Schiffswerft errichten — der Ausgangspunkt, von dem aus Russland zur Seemacht wurde.

  • Alexander-Newski-Kloster

    Alexander-Newski-Kloster

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturNatur+1

    Das Alexander-Newski-Kloster ist die bedeutendste religiöse Institution Sankt Petersburgs und trägt als Lawra den höchsten Rang in der russisch-orthodoxen Kirche — nur vier Klöster weltweit genießen diesen Status. Gegründet 1710 von Peter dem Großen am Ende des Newski-Prospekts, beherbergt es das Grab des Nationalheiligen Alexander Newski. Besonders bekannt sind die Tichwiner und Lazarus-Friedhöfe mit den Gräbern von Tschaikowski, Dostojewski, Rimski-Korsakow und anderen Größen der russischen Kultur.

  • Alexanderpalast

    Alexanderpalast

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Der Alexanderpalast in Zarskoje Sselo war die bevorzugte Residenz des letzten russischen Zaren Nikolaus II. und seiner Familie. Erbaut 1792-96 von Giacomo Quarenghi im klassizistischen Stil fur Katharina die Grosse, besticht er durch eine Kolonnade von zehn korinthischen Saulen vor dem Ehrenhof. Nikolaus II. regierte von hier aus, und hier lebte die Zarenfamilie unter Hausarrest nach der Februarrevolution 1917, bevor sie nach Sibirien deportiert wurde. Nach einer langen Restaurierungsphase ist der Palast seit 2024 wieder begehbar.

  • Alexandersäule

    Alexandersäule

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKultur

    Die Alexandersaeule ist das Zentrum des Palastplatzes in Sankt Petersburg und das hoechste freitragende Granitsaeulendenkmal der Welt. Errichtet 1834 nach dem Sieg Russlands ueber Napoleon, ist sie nach Zar Alexander I. benannt. Der Monolit aus rotem Granit wiegt 600 Tonnen und wird allein durch sein Eigengewicht ohne Fundament gehalten. Auf der Spitze steht ein Engel, dessen Gesichtszuege denen Alexanders I. nachgeformt sind.

  • Anitschkow-Palais

    Anitschkow-Palais

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturNatur

    Das Anitschkow-Palais am Newski-Prospekt ist eines der aeltesten und geschichtstraechtigsten Palaeste Sankt Petersburgs, erbaut 1754 unter Zarin Elisabeth. Urspruenglich barock, erhielt es Ende des 18. Jahrhunderts seine klassizistische Form. Zahlreiche russische Herrscher schenkten und bewohnten es — Nikolaus I. gab es seiner Frau als Weihnachtsgeschenk, Nikolaus II. verbrachte hier seine Kindheit. Heute beherbergt es das Palais der Jugend (Dvoretz Twortschestwa Junitschestwo).

  • Arktis- und Antarktismuseum

    Arktis- und Antarktismuseum

    Sankt Petersburg

    ArchitekturNaturWissen

    Das Arktis- und Antarktismuseum in Sankt Petersburg ist das weltgroesste Museum fur Polar- und Expeditionsgeschichte. Es befindet sich im ehemaligen Nikolauskirche-Gebaude, umgebaut 1930, und eroeffnete im Januar 1937. Die Sammlung umfasst Expeditionsausrustung, Karten, Schiffsmodelle und dokumentiert sowjetische Pionierleistungen in der Erkundung von Arktis und Antarktis.

  • Artilleriemuseum

    Artilleriemuseum

    Sankt Petersburg

    KulturWissen

    Das Artilleriemuseum in Sankt Petersburg ist das alteste Militarmuseum Russlands, gegrundet 1703 unter Peter dem Grossen. Es befindet sich im Kronwerk, einer Befestigung gegenuber der Peter-und-Paul-Festung. Die Sammlung umfasst uber 850 Geschutze, darunter Artilleriesysteme aus dem 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart, sowie Militartechnik, Uniformen und Karten. Das Museum ist weltweit eines der bedeutendsten seiner Art.

  • Aurora

    Aurora

    Sankt Petersburg

    KulturMystik

    Der Kreuzer Aurora ist das bekannteste Museumsschiff Russlands und ein Symbol der Oktoberrevolution. Am 25. Oktober 1917 (alter Kalender) gab die Aurora den beruehmten Schreckschuss, der das Signal zum Sturm auf den Winterpalast gab. Das Schiff der Kaiserlich Russischen Marine, gebaut 1900, nahm an der Seeschlacht von Tsushima 1905 teil. Seit 1956 liegt es dauerhaft verankert vor dem Nakhimov-Naval-Institut. Besuchbar als schwimmendes Museum.

  • Baltischer Bahnhof

    Baltischer Bahnhof

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Der Baltische Bahnhof wurde 1857 eröffnet und ist einer der fünf großen Kopfbahnhöfe von Sankt Petersburg. Er war historisch das Tor zu den baltischen Provinzen des Russischen Zarenreichs – daher der Name. Das Gebäude in klassizistischer Tradition spiegelt die Bahnhofsarchitektur des 19. Jahrhunderts wider und ist heute vor allem Ausgangspunkt für Vorortzüge in die Südvororte der Stadt, darunter Peterhof und Oranienbaum. Wer vom Baltischen Bahnhof aus in die Umgebung fährt, erlebt die weniger touristisch bekannte Seite der Metropole jenseits des historischen Stadtzentrums.

  • Bankbrücke

    Bankbrücke

    Sankt Petersburg

    ArchitekturNatur

    Die Bankbrücke ist eine der charmantesten Fußgängerbrücken Sankt Petersburgs. Die nur 25 Meter lange Kettenbrücke wurde 1826 vom badischen Ingenieur Wilhelm von Traitteur entworfen und überquert den Gribojedow-Kanal nahe dem Kasaner Dom. Ihr Markenzeichen sind vier goldene Greifen, die als skulpturale Pfeiler die Eisenketten der Brücke halten – ein Meisterwerk der russischen Empire-Dekorationstradition. Die Brücke liegt mitten im historischen Zentrum und verbindet das Bankenviertel, nach dem sie benannt ist, mit den umliegenden Grachtenstraßen. Für Paare gilt es als Glücksbrauch, die Greifen zu berühren.

  • Bernsteinzimmer

    Bernsteinzimmer

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKultur

    Das Bernsteinzimmer gehört zu den spektakulärsten Kunstkammern der Geschichte — und zu den berühmtesten Verlustgeschichten. Im Auftrag des preußischen Königs Friedrich I. zwischen 1701 und 1712 erbaut, verkleideten handwerkliche Meister die Wände mit über sechs Tonnen Bernsteinplatten, vergoldeten Schnitzereien und Spiegeln. König Friedrich Wilhelm I. überließ den Raum 1716 dem russischen Zaren Peter I. als Geschenk; Zarin Elisabeth ließ ihn später im Katharinenpalast in Zarskoje Selo erweitern und aufstellen. Im Zweiten Weltkrieg raubten deutsche Truppen das Zimmer 1941 — sein Verbleib ist bis heute ungeklärt. Die aufwendige Rekonstruktion, die 2003 abgeschlossen wurde, ist heute im Katharinenpalast bei St. Petersburg zu besichtigen.

  • Blagoweschtschenski-Brücke

    Blagoweschtschenski-Brücke

    Sankt Petersburg

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Blagoweschtschenski-Brücke (auch Leutnant-Schmidt-Brücke) überspannt die Newa in Sankt Petersburg und verbindet Wasilewski-Insel mit dem Admiralitätsviertel. Sie wurde 1850 als erste dauerhafte Brücke über die Newa eröffnet und ersetzte damit die provisorischen Pontonbrücken, die zuvor die Stadtteile verbanden. Die Konstruktion aus gusseisernen Bögen gilt als Meisterleistung russischer Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Wie alle größeren Newa-Brücken wird sie in den Weißen Nächten geöffnet, um den Schiffsverkehr zu ermöglichen — ein Schauspiel, das jedes Jahr Tausende Schaulustige ans Ufer lockt. Die Brücke wurde mehrfach renoviert und behält bis heute ihren historischen Charakter.

  • Blaue Brücke (Sankt Petersburg)

    Blaue Brücke (Sankt Petersburg)

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturNatur+1

    Die Blaue Brücke über die Moika in Sankt Petersburg gehört zu den auffälligsten Bauwerken der Stadt: Mit knapp 100 Metern Breite ist sie die breiteste Brücke der gesamten Stadt und wirkt von der Ferne eher wie ein breiter Platz als eine Brücke. Ihr Name geht auf den blauen Anstrich zurück, der sie von den benachbarten bunten Brücken über die Moika unterscheidet — gemeinsam mit der Roten, der Gelben und der Grünen Brücke gehört sie zur Gruppe der sogenannten „Farbigen Brücken". Die Stahlbetonkonstruktion verbindet den Isaaksplatz mit dem Ufer und bietet einen schönen Blick auf den Isaaksdom. Heute ist sie ein beliebter Treffpunkt und Teil der klassischen Innenstadtroute.

  • Bogoslowskoje-Friedhof

    Bogoslowskoje-Friedhof

    Sankt Petersburg

    Natur

    Der Bogoslowskoje-Friedhof gehört zu den ältesten erhaltenen Friedhöfen Sankt Petersburgs. Gegründet 1701 und nach dem Apostel Johannes dem Theologen benannt, liegt er im Wyborger Stadtteil. Auf seinen Wegen findet man die Ruhestätten von Schriftstellern, Wissenschaftlern und Künstlern, deren Namen eng mit der Kulturgeschichte der Stadt verknüpft sind. Im Unterschied zum prunkvolleren Alexander-Newski-Kloster-Friedhof bewahrt er eine stille, bürgerliche Atmosphäre zwischen alten Bäumen. Besonders bekannt ist das Grab des Dichters und Schauspielers Wladimir Wyssozki, das zu einem der meistbesuchten Pilgerziele der Stadt wurde.

  • Bolschoi-Theater (Sankt Petersburg)

    Bolschoi-Theater (Sankt Petersburg)

    Sankt Petersburg

    KulturWissen

    Das Bolschoi-Theater in Sankt Petersburg, auch Kamenny-Theater (Steinernes Theater) genannt, war eines der bedeutendsten Opern- und Balletttheater der russischen Kaiserzeit. Es wurde 1783 unter Katharina der Großen eröffnet und entwickelte sich rasch zu einem kulturellen Mittelpunkt der Stadt. Die Bühne spielte eine entscheidende Rolle für die Entwicklung des russischen Musiktheaters und war Aufführungsort zahlreicher bedeutender Premieren. Das Gebäude existiert in seiner ursprünglichen Form heute nicht mehr, hinterließ aber einen prägenden Einfluss auf die russische Kulturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Als historischer Vorläufer des Mariinski-Theaters gilt es als Schlüsselort für das Verständnis der Petersburger Theatertradition.

  • Botanischer Garten Peters des Großen

    Botanischer Garten Peters des Großen

    Sankt Petersburg

    NaturWissen

    Der Botanische Garten Peters des Großen in Sankt Petersburg ist der älteste Botanische Garten Russlands und zugleich einer der bedeutendsten Europas. Gegründet im Jahr 1714 unter Zar Peter dem Großen als Apothekergarten zur medizinischen Pflanzenversorgung der Stadt, entwickelte er sich über die Jahrhunderte zu einer weltberühmten wissenschaftlichen Institution. Heute ist er dem Botanischen Institut W.L. Komarow der Russischen Akademie der Wissenschaften angegliedert und beherbergt eine der größten Pflanzensammlungen der nördlichen Hemisphäre. Auf dem weitläufigen Gelände im Petersburger Stadtteil Petrograder Seite wachsen tausende Arten aus allen Klimazonen, darunter tropische Gewächshäuser, Rosengärten und eine beeindruckende Sammlung lebender Bäume. Der Garten verbindet Naturerlebnis, wissenschaftliche Forschung und die Geschichte der Petersburger Zarenzeit auf einzigartige Weise.

  • Dom St. Peter und St. Paul

    Dom St. Peter und St. Paul

    Sankt Petersburg

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Peter-und-Paul-Kathedrale in Peterhof ist eine russisch-orthodoxe Kathedrale, die zwischen 1894 und 1904 im russisch-byzantinischen Stil erbaut wurde. Mit einer Höhe von rund 70 Metern zählt sie zu den höchsten orthodoxen Sakralbauten der Welt. Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe des berühmten Palastkomplexes Peterhof und wurde 1975 als nationales Kulturdenkmal Russlands eingetragen. Die fünfkuppelige Kirche mit ihren vergoldeten Zwiebeltürmen und dem reich verzierten Innenraum zieht sowohl Pilger als auch Kunstinteressierte an. Heute ist die Kathedrale wieder in aktiver kirchlicher Nutzung.

  • Eremitage

    Eremitage

    Sankt Petersburg

    KulturWissen

    Die Staatliche Eremitage in Sankt Petersburg zählt zu den größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Über drei Millionen Exponate — Gemälde von Rembrandt, da Vinci und Matisse, ägyptische Mumien, griechische Vasen, skythischer Goldschmuck — verteilen sich auf mehr als 350 Räume. Das Herzstück bildet der prunkvolle Winterpalast, der 1762 als Residenz der Zarin Elisabeth fertiggestellt wurde und bis zur Revolution 1917 der Zarenfamilie als Hauptwohnsitz diente. Das gesamte Gebäudeensemble an der Newa gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe der Petersburger Innenstadt. Wer heute durch die gold-weiß-türkisfarbenen Säle schreitet, erlebt eines der dichtesten Kulturerlebnisse Europas.

  • Festung Schlüsselburg

    Festung Schlüsselburg

    Sankt Petersburg

    Natur

    Die Festung Schlüsselburg liegt auf einer kleinen Insel am Austritt der Newa aus dem Ladogasee, 35 Kilometer östlich von Sankt Petersburg. Gegründet 1323 vom Novgoroder Fürsten Juri Danilowitsch als Grenzfestung gegen Schweden, wurde sie 1702 von Peter dem Großen nach langer schwedischer Besatzung zurückerobert — ein entscheidender Schlag im Großen Nordischen Krieg. Der Name „Schlüsselburg" (Schlüssel-Stadt) deutet auf ihre strategische Bedeutung als Schlüssel zur Newa hin. Im 18. und 19. Jahrhundert diente die Festung als berüchtigtes politisches Gefängnis: Hier saßen Dekabristen, Anarchisten und zuletzt Lenins Bruder Alexander Uljanow ein, der 1887 nach einem gescheiterten Attentatsversuch auf den Zaren hingerichtet wurde. Heute ist die Festungsanlage ein Museum und per Fähre erreichbar.

  • Formel der Trauer

    Formel der Trauer

    Sankt Petersburg

    Kultur

    Das Denkmal „Formel der Trauer" erinnert an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, die 1941 während der deutschen Besatzung in der Stadt Puschkin nahe Sankt Petersburg ermordet wurden. Im Park an der Kreuzung von Dvortsovaya- und Moskovskaya-Straße — in unmittelbarer Nähe des Alexanderpalastes, wo Massenexekutionen stattfanden — wurde es 1991 eingeweiht. Die Einsatzgruppe A tötete im besetzten Leningrader Gebiet zwischen 3.600 und 4.100 Juden, etwa 800 davon in Puschkin. Das Denkmal wurde von Mihail Shemyakin entworfen und steht als stilles, eindringliches Zeugnis für ein weitgehend unbekanntes Kapitel des Holocaust in Russland.

  • Gazprom Arena

    Gazprom Arena

    Sankt Petersburg

    ArchitekturAktivitäten

    Die Gazprom Arena ist das größte Fußballstadion St. Petersburgs und fasst über 68.000 Zuschauer. Sie entstand auf der Krestowski-Insel am Standort des legendären Kirow-Stadions, das 2006 abgerissen wurde. Nach jahrelanger Bauzeit wurde das neue Stadion 2017 eröffnet und ist Heimstätte des FC Zenit St. Petersburg, einer der erfolgreichsten Mannschaften der russischen Premjer-Liga. Das markante Dach mit seiner Stahlfaltstruktur macht die Arena zu einem der architektonisch interessantesten Stadien Europas. 2018 war sie einer der Austragungsorte der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft, wo sie mehrere Gruppenspiele sowie das Halbfinale beherbergte.

  • Großer Palast

    Großer Palast

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturWissen

    Der Große Palast von Peterhof ist das prunkvolle Herzstück der ehemaligen Sommerresidenz der russischen Zaren am Finnischen Meerbusen, etwa 25 Kilometer westlich von Sankt Petersburg. Zar Peter der Große ließ die Anlage ab 1714 errichten — inspiriert von Versailles, doch übertrifft Peterhof in der Dichte seiner Wasserspiele das französische Vorbild bei weitem. Über 150 Springbrunnen und mehr als 2.000 vergoldete Skulpturen prägen die weitläufigen Gartenanlagen, die sich von der Palastterrasse bis zum Meereskanal erstrecken. Der Große Palast selbst wurde unter Elisabeth I. von Bartolomeo Rastrelli in prächtigem Barockstil umgebaut und beherbergt heute Staatsapartments mit goldverzierten Prunkräumen. Die gesamte Anlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, wurde der Palast in jahrzehntelanger Restaurierungsarbeit wieder in seinen alten Glanz versetzt.

  • H2-293

    H2-293

    Sankt Petersburg

    ArchitekturMystik

    Die finnische Dampflokomotive H2-293, gebaut um 1900, steht heute als Denkmal vor dem Finnländischen Bahnhof in Sankt Petersburg. Ihre Berühmtheit verdankt sie einem einzelnen Ereignis: Im April 1917, mitten in den Wirren der Russischen Revolution, brachte sie Wladimir Iljitsch Lenin von Finnland zurück nach Petrograd — kurz darauf hielt er seine berühmten Aprilthesen. Die Lokomotive selbst ist technisch unspektakulär, ein solider finnischer Güterzugtyp. Doch als Zeugin eines der folgenreichsten Momente des 20. Jahrhunderts wurde sie von sowjetischen Behörden zum Denkmal erklärt und auf einem Sockel vor dem Bahnhof platziert. Für Geschichtsinteressierte ist sie ein stilles, aber eindrucksvolles Symbol der Zeitenwende von 1917.

  • Herkules Farnese

    Herkules Farnese

    Sankt Petersburg

    Kultur

    Der Herkules Farnese ist eine der berühmtesten antiken Skulpturen überhaupt — eine überlebensgroße Marmorstatue, die den erschöpften Halbgott nach seinen zwölf Taten zeigt, wie er sich erschöpft auf seine Keule lehnt. Das Original entstand im dritten Jahrhundert v. Chr. nach einem griechischen Bronzeoriginal des Lysippos. Im 16. Jahrhundert in den Caracalla-Thermen gefunden, wurde die Statue Teil der Farnesischen Sammlung in Rom und gilt als ideale Verkörperung des männlichen Körpers. Über 200 Kopien zeugen von ihrer ungeheueren Wirkung in der Antike und Renaissance. Heute ist die Skulptur im Archäologischen Nationalmuseum Neapel zu sehen — ein unverzichtbarer Stopp für jeden Antikenbegeisterten.

  • Katharinenpalast

    Katharinenpalast

    Sankt Petersburg

    ArchitekturKulturGeheimtipps+1

    Der Katharinenpalast ist eine prächtige Barockresidenz in Zarskoje Selo (Puschkin), rund 25 Kilometer südlich von Sankt Petersburg. Er wurde zwischen 1748 und 1756 im Auftrag von Zarin Elisabeth nach Plänen des Architekten Bartolomeo Rastrelli erbaut und gilt als Meisterwerk des russischen Rokoko. Berühmtestes Highlight ist das Bernsteinzimmer – ein komplett mit Bernsteinpaneelen ausgekleidetes Prunkgemach, das im Zweiten Weltkrieg geplündert wurde und in den 1990ern aufwendig rekonstruiert wurde. Seit 1990 gehört der Palast zum UNESCO-Welterbe.

  • Kosakenfriedhof St. Petersburg

    Kosakenfriedhof St. Petersburg

    Sankt Petersburg

    Der Kosakenfriedhof, früher als Kommunistischer Platz bekannt, ist ein historischer Friedhof innerhalb der Alexander-Newski-Lawra in Sankt Petersburg – einem der bedeutendsten orthodoxen Klosterkomplexe Russlands. Der Innenfriedhof ist einer von vier Begräbnisstätten auf dem Klostergelände und birgt Gräber von Geistlichen, Wissenschaftlern und Militärangehörigen. Die Atmosphäre im Schatten alter Bäume und umgeben von Barockmauern ist anders als auf den bekannten Promi-Friedhöfen der Lawra – stiller, vergessener, ernster.

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