Zum Hauptinhalt springen
TravelType
Loslegen

Geschichte

Geschichte in Brüssel

Brüssel und seine Umgebung bewahren Schichten europäischer Geschichte, die sich in sehr unterschiedlichen Bauwerken zeigen. Mittelalterliche Klöster wie die Abbaye de Nizelles, die Abtei Affligem und die Abtei Averbode stehen neben der Basilika von Scherpenheuvel und dem Schloss Beersel aus dem 14. Jahrhundert. Weiter reicht der Blick zum Belfried von Gent und zum AfricaMuseum, das Belgiens koloniale Vergangenheit aufarbeitet. Das Atomium erinnert an die Weltausstellung von 1958, während das Bourla-Theater in Antwerpen ein Zeugnis des klassizistischen Städtebaus des 19. Jahrhunderts ist. Diese Vielfalt macht die Region zu einem lebendigen Archiv europäischer Geschichte.

37 Orte · Brüssel, Belgien · Redaktionell kuratiert

  • Abbaye de Nizelles

    Abbaye de Nizelles

    Brüssel

    GeheimtippsMystik

    Die Abtei Nizelles in der wallonischen Gemeinde Braine-l'Alleud war von 1439 bis 1784 ein Zisterzienserkloster. Gegründet im frühen 15. Jahrhundert nahe dem kleinen Ort Ophain, lebten hier über Jahrhunderte Mönche nach der strengen Ordensregel des heiligen Benedikt in zisterziensischer Prägung. Nach der Auflösung im Zuge der Französischen Revolution verfiel die Anlage. Von den mittelalterlichen Gebäuden haben sich nur Fragmente erhalten. Heute erinnert vor allem das verbleibende Mauerwerk an die lange religiöse Geschichte dieses stillen Fleckens südlich von Brüssel.

  • Abdij van Affligem

    Abdij van Affligem

    Brüssel

    ArchitekturKulinarik

    Die Abtei Affligem ist eine der ältesten und bedeutendsten Benediktinerabteien in Belgien. Sie wurde 1062 gegründet und galt im mittelalterlichen Herzogtum Brabant als das wichtigste Kloster — daher ihr Beiname Primaria Brabantiae. Die Abtei wurde über die Jahrhunderte mehrfach zerstört und wiederaufgebaut, zuletzt nach den Verwüstungen der Französischen Revolution. Heute sind die Mönche vor allem für ihr Klosterbier bekannt: Das Affligem-Bier wird seit über 900 Jahren nach traditionellen Rezepten gebraut und zählt zu den bekanntesten belgischen Abteibieren. Besucher können die romanisch geprägten Klostergebäude erkunden, die Klosterkirche besichtigen und im Klosterladen Bier und andere Produkte der Mönche erwerben. Ein ruhiger, kontemplativer Ort fernab der Großstadthektik.

  • Abtei Averbode

    Abtei Averbode

    Brüssel

    ArchitekturNatur

    Die Abtei Averbode in der flämischen Gemeinde Scherpenheuvel-Zichem zählt zu den bedeutendsten Prämonstratenserabteien Belgiens. Gegründet um 1134, wurde sie 1797 während der Französischen Revolution aufgehoben und 1834 neu errichtet. Die Klosterkirche ist eine eigenwillige Verbindung aus Barock und Gotik mit Renaissance-Details – erbaut zwischen 1664 und 1672 aus lokalem Eisensandstein nach Plänen des Antwerpener Architekten Jan Van den Eynde II. Im 20. Jahrhundert war der Abteipresseverlag einer der führenden Kinderbuchverlage Belgiens. Das lebende Kloster empfängt noch heute Besucher und lädt zur Stille ein.

  • AfricaMuseum

    AfricaMuseum

    Brüssel

    KulturWissen

    Das Königliche Museum für Zentralafrika in Tervuren bei Brüssel gehört zu den größten Afrikaspezialmuseen der Welt. Es wurde ursprünglich 1898 von König Leopold II. errichtet, um seinen Kongo-Freistaat auf der Weltausstellung 1897 zu präsentieren – und trug damit jahrzehntelang ein ungebrochenes koloniales Narrativ. Nach einer umfangreichen Renovierung öffnete es 2018 unter dem neuen Namen AfricaMuseum wieder, mit kritisch aufbereiteten Sammlungen, die die Kolonialgeschichte Belgiens in den Mittelpunkt stellen. Der prachtvolle Palastbau im wilhelminischen Stil liegt in einem weitläufigen Schlosspark und zieht Besucher auch wegen seiner Architektur an.

  • Antwerp Tower

    Antwerp Tower

    Brüssel

    ArchitekturKulturAussicht

    Der Antwerp Tower ist ein Büro- und Wohnhochhaus im Herzen Antwerpens, ursprünglich 1974 als Bürohochhaus mit 87 Metern erbaut. Nach einer umfassenden Renovierung 2019–2021, bei der zwei Doppelgeschosse ergänzt wurden, erreicht er heute 100,70 Meter und ist damit das höchste Wohngebäude der Stadt. Das Gebäude steht an der De Keyserlei, der belebten Prachtstraße zwischen Hauptbahnhof und der Einkaufsmeile Meir – einem der geschäftigsten Stadteingänge Europas. Als markantes Element der Antwerpener Skyline verbindet der Tower die nüchterne Nachkriegsmoderne seines Ursprungsentwurfs mit zeitgemäßer gemischter Nutzung.

  • Atomium

    Atomium

    Brüssel

    ArchitekturKulturFamilienausflüge

    Das Atomium ist das bekannteste Wahrzeichen Brüssels und wurde 1958 zur Weltausstellung Expo 58 als Pavillon errichtet. Der Entwurf des Ingenieurs André Waterkeyn zeigt eine Eisenkristall-Elementarzelle, auf das 165-Milliarden-fache vergrößert: Neun Kugeln verbunden durch Rohren, 102 Meter hoch. Ursprünglich als temporäres Bauwerk geplant, steht es heute unter Denkmalschutz. Besucher können in die Kugeln eintreten, die als Museumsräume und Restaurant genutzt werden – mit Panoramablick über die Stadt. Das Gebäude steht in Laeken nahe den königlichen Treibhäusern und dem Atomiumpark.

  • Basilika Unserer Lieben Frau von Scherpenheuvel

    Basilika Unserer Lieben Frau von Scherpenheuvel

    Brüssel

    Kultur

    Die Basilika Unserer Lieben Frau von Scherpenheuvel in Scherpenheuvel-Zichem gilt als meistbesuchter Wallfahrtsort Belgiens. Der Rundbau – eine Rarität in der sakralen Architektur Nordeuropas – entstand ab 1609 auf Betreiben der Erzherzöge Albert und Isabella und ist ein Hauptwerk der flämischen Gegenreformationsarchitektur. Die Kirche wurde 1627 geweiht und 1922 zur Basilica minor erhoben. Im Zentrum der Verehrung steht eine gotische Marienstatue, um die sich der Wallfahrtskult entwickelt hat. Jedes Jahr kommen hunderttausende Pilger, besonders im November zur großen Novena.

  • Belfried von Gent

    Belfried von Gent

    Brüssel

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Der Belfried von Gent ist mit 91 Metern das höchste Glockenturm Belgiens und Teil des UNESCO-Welterbes der Belfriede von Belgien und Frankreich. Er steht im Herzen der Genter Altstadt, flankiert von der St.-Bavo-Kathedrale und der St.-Nikolaus-Kirche – gemeinsam bilden sie die berühmte Genter Dreiturmreihe, die auf vielen historischen Stadtansichten verewigt ist. Der Turm wurde 1313 begonnen und über Jahrhunderte ausgebaut; sein Drachen-Wetterhahn auf der Spitze ist ein Symbol der Stadtfreiheiten Gents. Im Inneren zeigt eine Ausstellung die Geschichte der städtischen Autonomie und der Genter Zünfte.

  • Blauwbos – Den Dotter

    Blauwbos – Den Dotter

    Brüssel

    Natur

    Den Dotter ist ein rund 205 Hektar großes Naturschutzgebiet in den Teilgemeinden Aaigem und Heldergem im ostflämischen Denderstreek in Belgien. Das Gebiet ist geprägt von Sumpfland und feuchten Wiesen, die vom Molenbeek-Ter Erpenbeek durchflossen werden – einem Bach, der für seine historischen Mühlen bekannt ist. Die Gegend ist weitgehend unbewohnt und bietet Lebensraum für viele Vogelarten und typische Feuchtgebietsflora. Der Name Blauwbos bezieht sich auf einen Waldabschnitt innerhalb des Schutzgebiets. Es ist ein ruhiges Ausflugsziel für Naturliebhaber und Vogelbeobachter abseits der belgischen Touristenzentren.

  • Bosuilstadion

    Bosuilstadion

    Brüssel

    AktivitätenGeheimtipps

    Das Bosuilstadion im Antwerpener Stadtteil Deurne ist eines der ältesten noch genutzten Fußballstadien Belgiens. Es wurde 1923 eröffnet und ist seither ununterbrochen Heimspielstätte des Royal Antwerp FC – des ältesten Fußballvereins Belgiens, gegründet 1880. Das Stadion fasst rund 21.000 Zuschauer, darunter 800 Plätze in der überdachten VIP-Zone. Der Name Bosuilstadion leitet sich vom benachbarten Bosuilplein ab. Trotz modernerer Konkurrenz hat der Club bis heute an diesem historischen Standort festgehalten, was dem Boden eine besondere Atmosphäre verleiht.

  • Bourlaschouwburg

    Bourlaschouwburg

    Brüssel

    ArchitekturKultur

    Der Bourlaschouwburg ist ein neoklassizistisches Theater im Herzen Antwerpens, entworfen vom Stadtarchitekten Pierre Bourla. Der Bau begann 1829, wurde aber durch die Belgische Revolution unterbrochen — das Theater öffnete erst 1834 unter dem Namen Grand Théâtre. Das Gebäude, das auf dem Gelände des ehemaligen Tapissierspand-Marktes errichtet wurde, fasst rund 900 Zuschauer und ist als geschütztes Kulturerbe eingetragen. Heute ist es Heimat der Theatercompagnie Het Toneelhuis, die aus der Koninklijke Nederlandse Schouwburg und der Blauwe Maandag Compagnie hervorgegangen ist.

  • Bruxella 1238

    Bruxella 1238

    Brüssel

    WissenMystik

    Bruxella 1238 ist eine archäologische Stätte direkt unter dem Bourse-Palast in Brüssel. Hier befindet sich das Fundament eines Franziskanerklosters aus dem frühen 13. Jahrhundert, das 1238 gegründet und 1796 geschlossen wurde. Besonders bedeutsam: Herzog Johann I. von Brabant, Sieger der Schlacht von Worringen, wählte das Kloster als seine Grablege. Ausgrabungen zwischen 1988 und 2022 förderten Fundamentreste, Grabstätten und zahlreiche Artefakte zutage. Heute werden die Funde in einer immersiven Ausstellung präsentiert, die fast ein Jahrtausend Brüsseler Stadtgeschichte erfahrbar macht — ohne die Straße zu verlassen.

  • Burg Beersel

    Burg Beersel

    Brüssel

    ArchitekturKultur

    Die Burg Beersel ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burgen Belgiens, gelegen in der Gemeinde Beersel suedlich von Bruessel. Die Urspruenge reichen ins Jahr 1300 zurueck, als die Burg unter dem Herzogtum Brabant errichtet wurde. Charakteristisch sind drei maechtige Rundtuerme aus Backstein, die eine kreisfoermige Ringmauer umgeben. Zweimal gepluendert und restauriert, zeigt die heutige Anlage den Stand nach aufwendigen Wiederherstellungsarbeiten zwischen 1928 und 1939. Die Burg ist heute oeffentlich zugaenglich und gilt als eines der stimmungsvollsten mittelalterlichen Bauwerke der Region.

  • Burg Steen (Het Steen)

    Burg Steen (Het Steen)

    Brüssel

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Het Steen — auf Deutsch die Burg — ist das älteste erhaltene Bauwerk Antwerpens und liegt direkt am rechten Ufer der Schelde. Die Befestigung wurde zwischen 1200 und 1225 als Stadttor einer größeren herzoglichen Anlage errichtet; der Rest der Burg wurde im 19. Jahrhundert abgerissen, Het Steen blieb. Über Jahrhunderte diente es als Gefängnis, später als Museum. Die restaurierte Silhouette am Fluss zieht Besucher an, die die älteste Schicht Antwerpens spüren möchten.

  • Château de Sombreffe

    Château de Sombreffe

    Brüssel

    ArchitekturGeheimtipps

    Das Château de Sombreffe ist eine Tieflandburg in der belgischen Gemeinde Sombreffe, Provinz Namur, deren Geschichte ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Die Anlage liegt in der flachen Ebene südlich von Brüssel und unterscheidet sich von den Felsenbergen der Ardennen — stattdessen erzählt sie von Burgherrschaft in landwirtschaftlichem Territorium. Das Château ist als Patrimoine majeur de Wallonie klassifiziert. Sombreffe ist zudem bekannt als Schauplatz einer Vorschlacht der Waterloo-Kampagne von 1815. Die Burg selbst ist nicht für die breite Öffentlichkeit zugänglich, aber als Teil der wallonischen Kulturlandschaft gut sichtbar.

  • Château du Stuyvenberg

    Château du Stuyvenberg

    Brüssel

    ArchitekturGeheimtipps

    Das Château du Stuyvenberg ist ein barockes Schloss im Brüsseler Stadtteil Laeken, erbaut im Jahr 1725. Es liegt nordwestlich des Laekener Palastes, der offiziellen Residenz des belgischen Königs, und kam 1840 für 200.000 Franc in belgischen Staatsbesitz. Das Schloss dient der Königsfamilie als Nebenresidenz und wird für diplomatische Empfänge genutzt. In unmittelbarer Nachbarschaft liegt die Villa Schönenberg, Heimat von Prinzessin Astrid. Das Château ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und von außen nur vom Park des Laekener Schlosses einsehbar.

  • Collégiale Sainte-Gertrude de Nivelles

    Collégiale Sainte-Gertrude de Nivelles

    Brüssel

    ArchitekturKulturGeheimtipps

    Die Stiftskirche Sainte-Gertrude in Nivelles ist eine der bedeutendsten romanischen Kirchen Belgiens. Der Bau entstand kurz nach dem Jahr 1000 — möglicherweise ab 1020 als Nachfolgebau eines älteren Vorgängers — und wurde 1046 geweiht. Das Gebäude ist als wallonisches Kulturdenkmal eingetragen und eines der prägenden Bauwerke der Region Wallonisch-Brabant. Geweiht ist sie der heiligen Gertrud von Nivelles, der Patronin der Katzen und Reisenden. Ihr Grab in der Kirche machte Nivelles jahrhundertelang zum Pilgerort. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und aufwendig restauriert. Heute ist die Stiftskirche der Anziehungspunkt im Stadtzentrum von Nivelles, gut von Brüssel aus erreichbar.

  • Cromwell-Tank

    Cromwell-Tank

    Brüssel

    Kultur

    Der Cromwell-Panzer war der wichtigste britische Cruiser-Tank des Zweiten Weltkriegs und kam ab 1944 in der Normandie und später in den Niederlanden und Belgien zum Einsatz. Als erstes britisches Panzerfahrzeug verband er hohe Geschwindigkeit mit ausreichend Panzerung – erreicht durch den bewährten Rolls-Royce Meteor-Motor, der vom Merlin-Flugzeugmotor abgeleitet wurde. Ein erhaltenes Exemplar des Cromwell steht in Belgien als öffentliches Freilichtexponat. Der Panzerwagen erinnert an die Befreiungskämpfe in der Region und die Rolle britischer Panzertruppen während der Westfeldzüge 1944–45. Für Militärgeschichte-Interessierte bietet das Fahrzeug einen direkten Blick auf die Ingenieursleistung der Kriegszeit: Die charakteristische niedrige Silhouette und der kompakte Turm machen den Cromwell aus der Ferne erkennbar.

  • Denkmal für die Hannoveraner

    Denkmal für die Hannoveraner

    Brüssel

    Das Denkmal für die Hannoveraner steht nahe dem Gehöft La Haye Sainte auf dem Schlachtfeld von Waterloo in Belgien, nur wenige Meter von der Stelle, an der hannoversche Truppen am 18. Juni 1815 einen der blutigsten Nahkämpfe der gesamten Schlacht austrugen. Es wurde 1818 von überlebenden Offizieren der King's German Legion errichtet – einer britischen Eliteeinheit, die fast ausschließlich aus Hannoveranern bestand. Das Denkmal erinnert an 42 gefallene deutsche Offiziere, darunter Colonel Christian von Ompteda, der bei der Verteidigung des Gehöfts fiel. La Haye Sainte wurde von einer kleinen deutschen Besatzung stundenlang gegen weitaus überlegene französische Kräfte gehalten – ein Kampf, der in militärhistorischen Kreisen bis heute als taktisches Lehrstück gilt. Heute ist das Denkmal als wallonisches Kulturdenkmal geschützt und liegt an einem der beschilderten Rundwege des Waterloo-Schlachtfelds.

  • Église Saint-Jean-Berchmans

    Église Saint-Jean-Berchmans

    Brüssel

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Kirche Saint-Jean-Berchmans in Etterbeek, einem Vorort von Brüssel, ist die Kapelle des Kollegs Saint Michel und gehört seit ihrer Erbauung von 1908 bis 1912 dem Jesuitenorden. Sie ist dem heiligen Johannes Berchmans geweiht, einem belgischen Jesuitenheiligen des 17. Jahrhunderts. Das Gebäude wurde im neoromanischen Stil entworfen und fügt sich harmonisch in das Kollegsgelände ein. Charakteristisch ist die ruhige Fassade, die keine besondere Aufmerksamkeit auf sich zieht – typisch für den pragmatischen Schulbau der Jesuiten, der Funktion über Repräsentation stellt. Heute ist die Kirche aktiv in das Schulleben des Kollegs Saint Michel integriert und für Besucher außerhalb der Schulzeiten zugänglich. Etterbeek ist ein gut verbundener Brüsseler Gemeindebezirk mit mehreren europäischen Institutionen in der Nähe.

  • Geeraard de Duivelsteen

    Geeraard de Duivelsteen

    Brüssel

    ArchitekturKulturWissen

    Der Geeraard de Duivelsteen – wörtlich „Gerhards Teufelstein" – ist eine mittelalterliche Burganlage im Herzen von Gent und zählt zu den ältesten erhaltenen Profanbauten Belgiens. Der älteste Teil des Komplexes aus großen Sandsteinquadern stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert und wurde für Geeraard Vilain erbaut, einen lokalen Ritter, dem wegen seiner dunklen Hautfarbe der Beiname „de Duivel" (der Teufel) gegeben wurde. Das mehrflügelige Ensemble aus verschiedenen Jahrhunderten diente im Laufe der Zeit als Kloster, Irrenhaus, Kaserne und Gefängnis. Heute beherbergt der Komplex das Reichsarchiv der Stadt Gent. Von außen ist die massive Fassade mit ihren mehrsprossigen Lanzettfenstern aus der Straße besonders eindrucksvoll – ein unvermuteter Blick in Gents Tiefengeschichte.

  • Jan Frans Vonck

    Jan Frans Vonck

    Brüssel

    Kultur

    Jan Frans Vonck war ein flämischer Jurist und einer der Hauptanführer der Brabanter Revolution von 1789–1790, die zur kurzlebigen Gründung der Vereinigten Staaten von Belgien führte. Als Anführer der Vonckisten – der radikalen, von der Französischen Revolution inspirierten Fraktion – setzte er sich für die Abschaffung des feudalen Privilegiensystems und eine zentralisierte Regierung ein. Vonck gilt als Vorläufer des modernen belgischen Liberalismus und seine Ideen haben die politische Kultur des Landes dauerhaft geprägt. Heute erinnern Denkmäler und Straßennamen in Belgien an sein Erbe.

  • Kapellenkirche Brüssel

    Kapellenkirche Brüssel

    Brüssel

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Kapellenkirche – offiziell Unsere Liebe Frau zur Kapelle – ist eines der ältesten erhaltenen Bauwerke Brüssels. Der Ursprungsbau stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert; das heutige gotische Hauptschiff wurde im 14. und 15. Jahrhundert ergänzt. Die Kirche liegt mitten im Marolles-Viertel, dem historisch ärmsten und bis heute buntesten Quartier der Stadt, bekannt für seinen Flohmarkt auf dem Place du Jeu de Balle. Dieser Kontrast – gotische Architektur in einem Arbeiterviertel – macht die Kirche zu mehr als einem Gotteshaus: Sie ist ein Fixpunkt im sozialen Gedächtnis des Viertels. Die niederländische Bezeichnung Kapellekerk ist im Alltag gebräuchlicher als der offizielle französische Name.

  • Königliche Bibliothek Belgiens

    Königliche Bibliothek Belgiens

    Brüssel

    GeheimtippsWissen

    Die Königliche Bibliothek Belgiens (KBR) in Brüssel ist die Nationalbibliothek des Landes und besitzt einige der bedeutendsten historischen Sammlungen Europas. Zu ihren Schätzen gehört die Bibliothek der Herzöge von Burgund, eine der wertvollsten Handschriftensammlungen des Mittelalters. Gegründet 1837, ist die KBR Pflichtabgabe-Instanz für alle in Belgien veröffentlichten Werke. Neben Büchern verwahrt sie Karten, Musik, Handschriften und Münzen. Das heutige Gebäude am Mont des Arts wurde im 20. Jahrhundert errichtet und bietet neben dem Lesesaal auch Ausstellungsräume, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

  • Königliche Marienkirche Brüssel

    Königliche Marienkirche Brüssel

    Brüssel

    ArchitekturGeheimtipps

    Die Königliche Marienkirche steht am Place de la Reine in Schaerbeek, einer Gemeinde der zweisprachigen Region Brüssel, und ist mit dem Andenken an Louise-Marie verbunden, die erste Königin der Belgier. Den Beinamen Königlich trägt die Kirche wegen dieser Verbindung – sowohl der Platz als auch die Kirche wurden nach ihr benannt. Das Gebäude ist neogotisch und wurde im 19. Jahrhundert errichtet; sein markanter Turm ist von vielen Punkten in Schaerbeek sichtbar. Die Gemeinde Schaerbeek ist heute eines der ethnisch vielfältigsten Viertel Brüssels, was dem Bau eine interessante historische Spannung gibt: eine königliche Gedächtniskirche inmitten einer der am stärksten veränderten Stadtgemeinden Belgiens.

  • Königliches Museum der Armee und Militärgeschichte

    Königliches Museum der Armee und Militärgeschichte

    Brüssel

    GeheimtippsWissen

    Das Königliche Museum der Armee und Militärgeschichte befindet sich in den nördlichen Hallen des historischen Jubelpark-Komplexes in Brüssel und wurde 1923 eröffnet. Die umfangreiche Sammlung umfasst Waffen, Uniformen, Fahrzeuge und Dokumente aus Belgiens Militärgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart – darunter Flugzeuge aus beiden Weltkriegen. Der Eintritt ist kostenlos, was es zu einem der meistbesuchten Museen der belgischen Hauptstadt macht.

  • Schloss Havré

    Schloss Havré

    Brüssel

    ArchitekturKulturNatur

    Schloss Havré ist eine Schlossruine im Ortsteil Havré der belgischen Stadt Mons in der wallonischen Provinz Hennegau. Die Anlage geht auf das Jahr 1226 zurück und wechselte im Laufe der Jahrhunderte zwischen den Adelsfamilien Enghien, Harcourt und Croÿ. Immer wieder belagert, beschädigt und wiederaufgebaut, trägt das Gebäude heute hauptsächlich Bausubstanz aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Ende des 16. Jahrhunderts erhielt es bei einem Neuaufbau seine heutige Form. Seit 1936 steht die Anlage unter Denkmalschutz; sowohl Gebäude als auch Schlossgarten sind für Besucher zugänglich.

  • Schloss Trazegnies

    Schloss Trazegnies

    Brüssel

    ArchitekturGeheimtipps

    Das Schloss Trazegnies liegt in der Ortschaft Trazegnies der Gemeinde Courcelles in der Provinz Hennegau im wallonischen Belgien. Es ist eines der historischen Herrschaftssitze der Region und als wallonisches Kulturdenkmal unter Schutz gestellt. Die Geschichte des Schlosses ist eng mit dem Adelsgeschlecht der Trazegnies verknüpft, einer der ältesten Adelsfamilien Belgiens. Das heutige Gebäude trägt Merkmale verschiedener Bauepochen. Als Bestandteil des wallonischen Kulturerbes trägt es zum historischen Charakter der Industrieregion Hennegau bei.

Weiter entdecken

Diese Orte sind erst der Anfang.

Bewerte Orte per Swipe — TravelType lernt aus deinen Tags, was dir gefällt, und kuratiert deine eigene Karte. Privat, bis du es teilen willst.

Eigenes Profil erstellen