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Biblioteca Ambrosiana

Die Biblioteca Ambrosiana, 1607 vom Mailänder Kardinal Federico Borromeo gegründet und nach dem Kirchenvater Ambrosius von Mailand benannt, gehört zu den bedeutendsten Forschungsbibliotheken Europas. Borromeo ließ in ganz Europa Manuskripte aufkaufen — darunter den Codex Atlanticus Leonardo da Vincis mit rund 1.100 Zeichnungen, die größte erhaltene Sammlung seiner Schriften überhaupt. Das angegliederte Museum, die Pinacoteca Ambrosiana, beherbergt unter anderem den einzigen bekannten Karton Raffaels in Originalgröße sowie Werke von Caravaggio und Jan Brueghel dem Älteren. Die Bibliothek öffnet montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und empfängt neben akkreditierten Forschern auch Besucher, die im Palazzo-Ambiente des 17. Jahrhunderts — flankiert von Gewölbesälen und historischen Holzregalen — originale Handschriften und Graphiken erleben möchten.

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