Basilica di Santa Maria la Nova
Neapel
Die Casa degli Omenoni ist ein manieristisches Stadtpalais in der Mailänder Innenstadt, das sich der Bildhauer Leone Leoni 1573 nach eigenem Entwurf als Wohn- und Atelierhaus errichten ließ. Leoni war der bedeutendste Bildhauer am Hof Karls V. und hatte sich seit 1546 in Mailand niedergelassen — das Haus war ebenso Statussymbol wie Werkzeugkasten seiner künstlerischen Ambitionen. Die Schaufassade an der Via Omenoni ist mit acht überlebensgroßen Atlanten aus Stein besetzt, deren muskulöse, grob modellierte Körper das Gebälk zu stützen scheinen; diese Hermenfiguren verliehen dem Palais seinen volkstümlichen Namen (omenoni bedeutet im Mailändischen etwa „große Kerle"). Als italienisches Nationaldenkmal geschützt, ist das Gebäude heute in Privatbesitz und von außen zu besichtigen — die ausdrucksstarke Fassade zählt zu den eigenwilligsten Beispielen manieristischer Architekturplastik Norditaliens.
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