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Geschichtsspeicher Fichtebunker

Der Fichtebunker im Berliner Stadtteil Kreuzberg verbindet zwei vollkommen unterschiedliche Epochen Berliner Geschichte in einem einzigen Bauwerk: 1883-1884 als Gasbehaelter aus Mauerziegeln errichtet, ist er der aelteste erhaltene Gasometer Berlins und der einzige Mauerwerksbau seiner Art. Im Zweiten Weltkrieg liess die NS-Verwaltung den ausgedienten Behaelter zum sechsstoeckigen Luftschutzbunker mit Platz fuer mehr als 6.000 Menschen umbauen; die meterdicken Aussenwaende ueberstanden den Krieg unbeschadet. Nach 1945 diente er als Notquartier fuer Berliner Fluechtlinge, spaeter als Reservelager fuer den West-Berliner Senat in den Zeiten des Kalten Krieges. Heute fuehren die Berliner Unterwelten e.V. mehrfach woechentlich durch die Anlage und erzaehlen die ungewoehnliche Schichtgeschichte. In den Obergeschossen wurde inzwischen Luxus-Wohnungsbau eingebaut - ein letzter Stadtberliner Bruch.

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