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Graben

Der Graben im ersten Bezirk ist keine gewöhnliche Einkaufsstraße: Entstanden auf einem zugeschütteten mittelalterlichen Stadtgraben aus dem 12. Jahrhundert, bildet er heute gemeinsam mit Kärntner Straße und Kohlmarkt das sogenannte Goldene U — Wiens kompakteste Luxushandelszone. Das räumliche Zentrum bildet die Pestsäule, ein barockes Votivdenkmal, das Kaiser Leopold I. nach der verheerenden Pestepidemie von 1679 errichten ließ, der rund 75.000 Wiener zum Opfer fielen. Die umgebende Bebauung schichtet Jahrhunderte: gründerzeitliche Palais, einzelne Jugendstilornamente und kaiserliche Repräsentationsbauten stehen nebeneinander. Heute flanieren Wienerinnen und Touristen zwischen Juwelieren, Kaffeehäusern und internationalen Flagship-Stores; an Weihnachten verwandelt sich der Graben in eine der stimmungsvollsten Zonen der Stadt — mit Lichtinstallationen, die die barocken Fassaden besonders eindrücklich hervorheben.

Fußgängerzone vom Stephansplatz zum Kohlmarkt, Pestsäule von 1693, Demel und Manz — Wiens schicke Mitte.

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