Pastéis de Belém
Lissabon
Das Hieronymitenkloster in Belém ist das vollständigste erhaltene Bauwerk der manuelinischen Architektur — jenes portugiesischen Spätstils, der gotische Struktur mit Seemannsornamentik, Tauwerk und exotischen Pflanzenformen in Stein verschmilzt. König Manuel I. begann den Bau 1501 genau dort, wo Vasco da Gama vier Jahre zuvor in einer kleinen Kapelle vor seiner Indienfahrt gebetet hatte; das Projekt wurde aus den Einnahmen des Gewürzhandels finanziert — ein Detail, das in jedem Ankermotiv der Fassade sichtbar wird. In der Klosterkirche Santa Maria de Belém ruhen Vasco da Gama und König Sebastião in überlebensgroßen Prunkgräbern aus dem 16. Jahrhundert. Der zweigeschossige Kreuzgang mit seinen filigranen Bogengalerien gilt als handwerklicher Höhepunkt der iberischen Spätgotik. Seit 1983 ist das Kloster UNESCO-Welterbe; das Nationalmuseum für Archäologie ist heute im Westflügel untergebracht.
1502 von Manuel I. begonnen, Höhepunkt der portugiesischen Manuelinik — UNESCO-Welterbe, Grab von Vasco da Gama.
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