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Palácio Nacional de Mafra

Auch bekannt als: Schloss Mafra, Mafra National Palace

Das Palácio Nacional de Mafra ist die größte Schloss- und Klosteranlage Portugals — ein weitläufiger Barockbau rund 40 Kilometer nordwestlich von Lissabon, geplant vom schwäbischen Architekten Johann Friedrich Ludwig und zwischen 1717 und 1730 unter König Johann V. errichtet. Das Bauprojekt verschlang immense Mengen brasilianischen Kolonialg­oldes und beschäftigte zeitweise über 45.000 Arbeiter; es war ein bewusstes Machtdemonstrationswerk der portugiesischen Krone auf dem Höhepunkt ihres atlantischen Reichtums. Besonders bemerkenswert ist die klösterliche Bibliothek mit ihrem erhaltenen Buchbestand aus dem 18. Jahrhundert — die Sammlung wird bis heute durch eine Population von Fledermäusen vor Insektenfraß geschützt, ein Detail, das José Saramago in seinem Roman „Baltasar und Blimunda" verewigte. Seit Juli 2019 gehört das Ensemble aus Schloss, Basilika, Kloster, Cerco-Garten und Jagdpark zum UNESCO-Weltkulturerbe. Besucher können heute die Prunkräume, die Basilika mit ihren 92 Glocken und den weitläufigen Cerco-Garten erkunden.

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