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Architektur

Architektur in Dublin

Dublins Architektur reicht weit über die Stadtgrenzen hinaus und umfasst Jahrhunderte gebauter Geschichte. Diese Seite versammelt Bauten aus sehr unterschiedlichen Epochen: mittelalterliche Burgen wie Ashtown Castle, Castleknock Castle und Carrickmines Castle stehen neben dem normannischen Ringwall von Castleruddery Motte und den weitläufigen Anlagen von Ardgillan und Barberstown Castle. Hinzu kommen maritime Wahrzeichen wie der Baily Lighthouse, das modernistische Busáras-Busbahnhof-Gebäude, das geschwungene Butt Bridge sowie das viktorianisch geprägte Blackrock College. Gemeinsam zeigen sie, wie vielschichtig die gebaute Umwelt der irischen Hauptstadt und ihres Umlandes ist.

24 Orte · Dublin, Irland · Redaktionell kuratiert

  • Ardgillan Castle

    Ardgillan Castle

    Dublin

    NaturGeschichte

    Ardgillan Castle ist ein georgianisches Landhaus nahe Balbriggan im irischen County Dublin, das heute als Herzstück eines 81 Hektar großen öffentlichen Parks dient. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert liegt mit Blick auf die irische See und wird vom Fingal County Council als Freizeitpark betrieben. Besucher können die Parkanlage mit ihren Rosengärten und Teichen erkunden, während das Schloss selbst für geführte Touren und Veranstaltungen genutzt wird. Die ruhige Lage zwischen Dublin und der Grenze zu County Meath macht es zu einem beliebten Ausflugsziel.

  • Ashtown Castle (Dublin)

    Ashtown Castle (Dublin)

    Dublin

    KulturNaturGeschichte

    Ashtown Castle ist ein mittelalterliches Turmhaus im Phoenix Park in Dublin — dem größten innerstädtischen Park einer europäischen Hauptstadt. Es wurde um 1430 erbaut und ist damit eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke Irlands, die sich heute inmitten einer Großstadt befinden. Jahrhundertelang war der Turm hinter dem Gebäude der Päpstlichen Nuntiatur versteckt und wurde erst bei Abrissarbeiten in den 1980er-Jahren wiederentdeckt. Heute ist er denkmalgeschützt und für Besucher zugänglich, eingebettet in das weitläufige Grün des Phoenix Parks.

  • Baily Leuchtturm

    Baily Leuchtturm

    Dublin

    NaturGeschichteGeheimtipps+1

    Der Baily Lighthouse steht auf der Halbinsel Howth Head, etwa 15 Kilometer östlich von Dublin, und markiert die südöstliche Spitze der Halbinsel sowie die nördliche Begrenzung der Dublin Bay. Der Leuchtturm geht auf das Jahr 1814 zurück und wird heute von den Commissioners of Irish Lights betrieben. Sein markanter weißer Turm ist von der See aus weithin sichtbar. Der Weg zum Leuchtturm führt durch den Howth-Küstenpfad und bietet einen weitreichenden Blick über die Irische See bis hin zu den Wicklow Mountains. Das Gelände ist nicht öffentlich zugänglich, aber der Aussichtspunkt am Klippenrand gilt als einer der schönsten Panoramapunkte rund um Dublin.

  • Barretstown Castle

    Barretstown Castle

    Dublin

    GeschichteFamilienausflügeGeheimtipps

    Barretstown Castle ist eine Burg nördlich von Ballymore Eustace im irischen County Kildare. Sie steht auf den Fundamenten einer angonormannischen Burganlage aus dem späten 12. Jahrhundert und trägt damit Jahrhunderte irischer Geschichte in sich. Bekannt ist Barretstown Castle heute vor allem durch das Barretstown Camp – ein Feriencamp für schwer kranke Kinder, das auf dem weitläufigen Burggelände betrieben wird. Gegründet wurde es vom amerikanischen Schauspieler Paul Newman. Die Verbindung aus historischer Burgarchitektur und sozialer Mission macht Barretstown Castle zu einem ungewöhnlichen Ort in der irischen Landschaft.

  • Busáras

    Busáras

    Dublin

    GeschichteGeheimtipps

    Busáras ist der zentrale Fernbusbahnhof Dublins und der Hauptsitz von Bus Éireann. Das Gebäude wurde zwischen 1946 und 1953 im Stil der International Modern erbaut und steht in der Store Street nahe dem Connolly-Bahnhof. Es ist nach Seán Mac Diarmada benannt – einem der Anführer des Osteraufstands 1916 – und ist ein staatlich geschütztes Denkmal. Im Erdgeschoss verkehren Fernbusse in alle Regionen Irlands, während die oberen Stockwerke das irische Sozialministerium beherbergen. Busáras ist auch eine Station der roten Luas-Linie.

  • Butt Bridge Dublin

    Butt Bridge Dublin

    Dublin

    GeschichteGeheimtipps

    Die Butt Bridge verbindet Georges Quay im Süden mit Beresford Place und den nördlichen Liffey-Kais, direkt neben dem Liberty Hall-Hochhaus. Benannt ist sie nach Isaac Butt – einem irischen Rechtsanwalt, Ökonomen und Politiker des 19. Jahrhunderts, der die irische Home-Rule-Bewegung gründete. Die heutige Brücke ist eine der meistbefahrenen Querungen des Liffey und ein alltäglicher Bestandteil des Dubliners Stadtlebens. Architektonisch ist sie unscheinbarer als die nahe Ha'penny Bridge oder der Samuel Beckett Bridge, trägt durch ihren Namensgeber aber eine historische Bedeutung.

  • Carrickmines Castle

    Carrickmines Castle

    Dublin

    KulturGeschichte

    Carrickmines Castle war eine mittelalterliche Burg im südlichen County Dublin, errichtet zum Schutz des englischen Pale – der befestigten Zone englischer Kontrolle rund um Dublin. Die Überreste der Burg lagen direkt auf der geplanten Trasse der Autobahn M50 und wurden 2003–2005 Gegenstand einer heftigen öffentlichen Debatte: Archäologen und Denkmalschützer kämpften vergeblich gegen den Abriss. Teile der mittelalterlichen Mauern und Verteidigungsanlagen wurden schließlich in die Kreisverkehre der neuen Autobahn integriert oder liegen heute noch unter diesen. Der Fall Carrickmines gilt als Symbol für den Konflikt zwischen Infrastrukturprojekten und archäologischem Erbe in Irland.

  • Castleknock Castle

    Castleknock Castle

    Dublin

    KulturGeschichteFamilienausflüge+1

    Castleknock Castle ist eine normannische Burgruine auf dem Gelände des heutigen Castleknock College, einem katholischen Knabeninternat am westlichen Stadtrand von Dublin. Die Burg geht auf die Zeit nach der normannischen Invasion im 12. Jahrhundert zurück. Der irische Name der Anlage – Caisleán Cnucha – verweist auf ältere mittelalterliche Quellen, in denen der Hügel als Cnoc oder Cnucha erwähnt wird. Die Ruinen sind heute in das Schulgelände integriert und für die Öffentlichkeit kaum zugänglich.

  • Castleruddery Motte

    Castleruddery Motte

    Dublin

    KulturGeschichteGeheimtipps

    Die Castleruddery Motte ist ein mittelalterliches Erdwerk im County Wicklow, Irland, etwa 2 km ostnordöstlich von Stratford-on-Slaney. Solche Motten – künstlich aufgeschüttete Hügel mit einer Holzburg oben – waren die typische Burgenform der normannischen Eroberer Irlands. Der Hügel liegt an einem Hang nahe dem Fluss Slaney und ist heute ein irisches National Monument. Es gibt keine auffälligen Ruinen, aber die Form des Mounds ist gut erhalten und gibt einen Eindruck davon, wie normannische Kontrolle über die irische Landschaft ausgeübt wurde.

  • Castletown House

    Castletown House

    Dublin

    NaturGeschichte

    Castletown House in Celbridge, County Kildare, ist das größte Palladio-Herrenhaus Irlands und wurde 1722 für William Conolly erbaut, den Sprecher des irischen Unterhauses und reichsten Mann Irlands. Das Gebäude folgt dem klassischen palladianischen Schema mit einem Haupthaus und flankierenden Pavillons. Zu den bemerkenswerten Nebengebäuden gehören The Wonderful Barn und Conolly''s Folly, eine barocke Ruine, die Conolly aus Beschäftigungsgründen nach einer Hungersnot bauen ließ. Das Anwesen gehört heute dem Irish Georgian Society und ist der Öffentlichkeit zugänglich.

  • Christ Church Cathedral

    Christ Church Cathedral

    Dublin

    GeschichteGeheimtipps

    Die Christ Church Cathedral in Dublin ist die ältere der beiden mittelalterlichen Kathedralen der irischen Hauptstadt und geht auf eine Gründung um 1031 zurück — ursprünglich als Holzkirche der Wikinger unter König Sitriuc Silkenbeard. Der heutige Steinbau entstand im 12. und 13. Jahrhundert und wurde im 19. Jahrhundert umfangreich restauriert. Die Kathedrale ist Sitz der Erzbischöfe von Dublin in der Church of Ireland. In der Krypta — eine der ältesten erhaltenen in Irland — befinden sich historische Artefakte, darunter die mumifizierten Überreste einer Katze und einer Maus, die in einer Orgelpfeife gefunden wurden. Die Christ Church liegt im historischen Herzen Dublins, unweit des Dublin Castle, und ist zu Fuß gut mit dem Temple Bar-Viertel verbunden.

  • Conolly's Folly

    Conolly's Folly

    Dublin

    GeschichteGeheimtipps

    Conolly's Folly, auch The Obelisk genannt, ist ein georgianisches Bauwerk zwischen Celbridge, Leixlip und Maynooth in County Kildare, Irland. Es wurde Mitte des 18. Jahrhunderts von der Familie Conolly, damalige Eigentümer des Castletown Estate, errichtet – offenbar um Arbeitern während einer Hungersnot Beschäftigung zu bieten. Der Bogen mit aufgesetztem Obelisken folgt dem Typus einer Folly – eines Bauwerks ohne praktischen Nutzen. Die Irish Georgian Society restaurierte es im 20. Jahrhundert; heute steht es unter staatlichem Denkmalschutz.

  • Croke Park

    Croke Park

    Dublin

    KulturGeschichteAktivitäten

    Croke Park ist das Herzstück des irischen Sports – ein riesiges Stadion im Dubliner Stadtteil Drumcondra, das mit 82.300 Plätzen zu den größten Europas zählt. Es ist der Hauptsitz der Gaelic Athletic Association (GAA) und Heimat der traditionellen irischen Sportarten Gaelic Football, Hurling und Camogie. Benannt nach Erzbischof Thomas Croke, einem frühen Förderer irischer Nationalsportarten, ist das Stadion tief mit irischer Identität verwurzelt. Von 2007 bis 2009 diente es als Ausweichspielstätte für irische Rugby- und Fußballspiele, während das Lansdowne Road Stadion renoviert wurde. Heute bietet Croke Park neben Sportevents auch Stadionführungen und ein Museum über die Geschichte der GAA an.

  • Drimnagh Castle

    Drimnagh Castle

    Dublin

    NaturGeschichte

    Drimnagh Castle ist eine normannische Burg im Dubliner Vorort Drimnagh und die einzige Burg in Irland, die noch einen durchgehend wasserführenden Graben besitzt. Das Wasser kommt aus einem Nebenfluss des Camac und hält den Graben seit dem Mittelalter gefüllt. Die Burg wurde nach normannischem Vorbild gebaut und ist seit dem frühen 13. Jahrhundert durchgehend erhalten – eine bemerkenswerte Kontinuität in einem Land, wo viele mittelalterliche Bauten zu Ruinen verfielen. Das Innere zeigt eine wiederhergestellte Große Halle mit offenem Dachwerk. Wer in Dublin Burgen erwartet und stattdessen das moderne Stadtbild findet, wird in Drimnagh überrascht – die Anlage liegt unscheinbar zwischen Wohngebieten, ist aber für sich geschlossen und stimmig.

  • Dublin Moschee

    Dublin Moschee

    Dublin

    Kultur

    Die Dublin Moschee an der South Circular Road ist die älteste und bekannteste Moschee Irlands und dient gleichzeitig als Hauptquartier der Islamic Foundation of Ireland. Sie wurde 1983 gegründet und spiegelt die wachsende muslimische Gemeinschaft in der irischen Hauptstadt wider. Das Gebäude wurde ursprünglich zu einem anderen Zweck errichtet und später für religiöse Nutzung umgebaut – wie viele ältere Gemeindezentren in europäischen Städten, die keine eigene islamische Bautradition hatten. Die Moschee ist in Dublin bekannt als offen und zugänglich für Besucher außerhalb der Gebetszeiten. Heute ist die Islamic Foundation of Ireland hier aktiv in religiöser Bildung und interreligiösem Dialog. Die Moschee steht für die multi-religiöse Realität eines Dublins, das sich seit den 1980er-Jahren stark verändert hat.

  • Dunsink Observatory

    Dunsink Observatory

    Dublin

    KulturWissen

    Das Dunsink Observatory ist die älteste wissenschaftliche Institution Irlands – 1785 gegründet, liegt es 8 km nordwestlich des Dubliner Stadtzentrums. Das klassizistische Gebäude diente Generationen von Astronomen als Forschungsstätte und ist eng mit dem Mathematiker William Rowan Hamilton verbunden, der hier Jahrzehnte lang arbeitete und 1843 die Quaternionen entdeckte. Die Sternwarte gehört heute zum Dublin Institute for Advanced Studies. An bestimmten Tagen ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet Führungen sowie nächtliche Beobachtungen an – ein stilles Stück Wissenschaftsgeschichte am Rand der modernen Stadt.

  • General Post Office Dublin

    General Post Office Dublin

    Dublin

    GeschichteGeheimtipps

    Das General Post Office an der O'Connell Street ist das bekannteste Gebäude Dublins und ein zentrales Symbol irischer Geschichte. Es wurde 1814 im neoklassizistischen Stil errichtet – als letztes großes georgianisches Staatsgebäude der Stadt – und dient bis heute als Hauptpostamt. Seine eigentliche Berühmtheit erlangte es jedoch am Ostermontag 1916, als irische Unabhängigkeitskämpfer das Gebäude als Hauptquartier des Osteraufstands gegen britische Herrschaft nutzten und von der Freitreppe aus die Republik ausriefen. Einschussspuren und Brandschäden aus dem folgenden Gefecht sind noch heute an der Fassade sichtbar. Im Inneren erinnert eine großformatige Bronzestatue von Cú Chulainn an die Gefallenen des Aufstands. Das GPO ist nicht nur Postamt, sondern nationales Gedenkort – eine Pflichtstation für jeden Irland-Besucher.

  • Manderley Castle

    Manderley Castle

    Dublin

    KulturNaturAussicht

    Manderley Castle ist ein imposantes neugotisches Schloss in Killiney, südlich von Dublin, das um 1840 im viktorianischen Stil erbaut wurde. Das weitläufige Anwesen thront am Hang oberhalb der Killiney Bay und bietet einen spektakulären Blick auf die Irische See. Früher unter den Namen Victoria Castle und Ayesha Castle bekannt, gehört das Schloss seit 1997 der irischen Musikerin Enya, die hier weitgehend zurückgezogen lebt. Obwohl das Innere nicht öffentlich zugänglich ist, zieht das märchenhafte Äußere mit seinen Türmen und Zinnen Neugierige aus aller Welt an. Das Anwesen liegt nahe des Killiney Hill, von dem aus man einen der schönsten Panoramablicke der irischen Ostküste genießt.

  • Anna Livia Bridge

    Anna Livia Bridge

    Dublin

    NaturGeheimtipps

    Die Anna Livia Bridge – früher bekannt als Chapelizod Bridge – ist eine historische Steinbogenbrücke im Dorf Chapelizod, das zum Stadtgebiet Dublin gehört. Sie überspannt die Liffey und führte einst die Hauptstraße von Dublin nach Lucan. Der Name Anna Livia ist dem Fluss selbst entlehnt – er ist die Personifikation der Liffey in James Joyces "Finnegans Wake". Heute wird die Brücke nicht mehr vom Durchgangsverkehr genutzt, da eine südliche Umfahrung gebaut wurde. Das ruhige Dorf Chapelizod mit dem Blick auf die Brücke ist ein stiller Kontrast zur Dubliner Innenstadt und lohnt als Abstecher für alle, die abseits der Touristenpfade spazieren möchten.

  • Baggotrath Castle

    Baggotrath Castle

    Dublin

    GeschichteMystik

    Baggotrath Castle war eine mittelalterliche Burg an der heutigen Baggot Street Upper im Zentrum von Dublin – einem der belebtesten Straßenzüge der Stadt. Die Familie Bagod ließ die Burg Ende des 13. Jahrhunderts errichten; sie gab sowohl der Burg als auch der heutigen Straße ihren Namen. Über Jahrhunderte hinweg befand sich das Anwesen im Besitz der Familie Fitzwilliam, bevor es im Laufe der Stadtentwicklung abgerissen wurde. Von der Burg selbst ist heute nichts mehr erhalten, doch ihr Standort ist Teil des historischen Gedächtnisses Dublins – wer die Baggot Street entlanggeht, bewegt sich auf den Grundmauern normannischer Geschichte.

  • Durhamstown Castle

    Durhamstown Castle

    Dublin

    GeschichteGeheimtipps

    Durhamstown Castle ist ein rund 600 Jahre altes Tower House im Townland Durhamstown, County Meath. Es wurde nach einer Familie Dorream benannt, die das Anwesen 1511 bewohnte, und wurde seither ununterbrochen genutzt. Heute dient das Gebäude als Gästehaus und Restaurant, was bedeutet, man kann hier tatsächlich übernachten und frühstücken, wo Iren seit dem 15. Jahrhundert ein- und ausgegangen sind. County Meath hat eine ungewöhnliche Dichte an mittelalterlichen Stätten, und Durhamstown ist einer jener Orte, die man dort fast nebenbei antrifft – unspektakulär im Auftritt, aber von echter Kontinuität.

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