Barberstown Castle
Dublin
Mystik
Rund um Dublin verbergen sich Orte, die Jahrtausende menschlicher Geschichte und alter Mythen in sich tragen. Das Megalithgrab Brú na Bóinne und die nahe gelegene Grabanlage Dowth zeugen von einer Welt, die weit vor historischen Aufzeichnungen existierte, während der Steinkreis von Castleruddery und Dumha na nGiall stille Rätsel im Landschaftsbild hinterlassen. Mittelalterliche Burgruinen wie Barberstown Castle, Carbury Castle und das verschwundene Baggotrath Castle erzählen von längst vergangenen Mächten. Dún Ailinne und das dramatische Bray Head runden dieses Panorama des Geheimnisvollen ab.
9 Orte · Dublin, Irland · Redaktionell kuratiert
Dublin
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Der Bray Head ist ein 241 Meter hoher Hügel und Küstenvorsprung in der Grafschaft Wicklow, zwischen den Ortschaften Bray und Greystones, nördlich der Wicklow Mountains. Auf dem Gipfel steht ein Betonkreuz, das 1950 zum Heiligen Jahr errichtet wurde; jeden Karfreitag ziehen Hunderte Einheimischer in einer traditionellen Prozession hinauf. Am östlichen Fuß liegt „Europe's First" – der erste in Europa versteckte Geocache, der Bray Head zu einem Wallfahrtsort der Geocaching-Gemeinschaft macht. Der Weg bietet weite Blicke über die Irische See und die Küste von Wicklow.
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Brú na Bóinne, das Tal der Boyne, ist eine der bedeutendsten jungsteinzeitlichen Kulturlandschaften der Welt. Im County Meath, nördlich von Dublin, liegt eine Ansammlung von über 90 Monumenten, darunter die weltberühmten Ganggräber von Newgrange, Knowth und Dowth, die zwischen 3500 und 2500 v. Chr. errichtet wurden – und damit älter sind als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden. Die Anlage birgt die größte Sammlung megalithischer Kunst in Europa: Spiralen, Rauten und Wellenlinien, deren Bedeutung bis heute Rätsel aufgibt. Newgrange ist astronomisch ausgerichtet: An der Wintersonnenwende fällt das erste Morgenlicht exakt durch den Eingang in die zentrale Kammer. Seit 1993 gehört die gesamte Anlage zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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Der Castleruddery Steinkreis liegt im County Wicklow in Irland, nahe dem Fluss Slaney westlich von Baltinglass. Es handelt sich um ein vergleichsweise kleines Henge aus der späten Jungsteinzeit – einer Epoche, in der solche Kreisanlagen in Irland in geringer Zahl entstanden und für rituelle Zwecke genutzt wurden. Die Anlage ist als Nationales Denkmal Irlands geschützt. Zwei große Quarzitblöcke markieren den Eingang. Der Ort liegt abseits der touristischen Hauptrouten in einer ruhigen Landschaft – für Menschen, die prähistorische Stätten ohne Besuchermassen erleben möchten.
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Dowth ist ein jungsteinzeitliches Ganggrab im Boyne-Tal im irischen County Meath, rund fünf Kilometer von Newgrange entfernt. Die megalithische Anlage entstand etwa 3200 v. Chr. und gehört zu den drei großen Passage Tombs des Brú na Bóinne – neben Newgrange und Knowth. Als irisches Nationaldenkmal ist es deutlich weniger überlaufen als Newgrange, bewahrt aber gleichwertige Steinmetzarbeiten. Besonders bemerkenswert: Das Grab ist zur Wintersonnenwende ausgerichtet – das Licht der untergehenden Sonne dringt dann in die Kammer ein.
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Baggotrath Castle war eine mittelalterliche Burg an der heutigen Baggot Street Upper im Zentrum von Dublin – einem der belebtesten Straßenzüge der Stadt. Die Familie Bagod ließ die Burg Ende des 13. Jahrhunderts errichten; sie gab sowohl der Burg als auch der heutigen Straße ihren Namen. Über Jahrhunderte hinweg befand sich das Anwesen im Besitz der Familie Fitzwilliam, bevor es im Laufe der Stadtentwicklung abgerissen wurde. Von der Burg selbst ist heute nichts mehr erhalten, doch ihr Standort ist Teil des historischen Gedächtnisses Dublins – wer die Baggot Street entlanggeht, bewegt sich auf den Grundmauern normannischer Geschichte.
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Dumha na nGiall – auf Irisch „Hügel der Geiseln" – ist das älteste Monument auf dem Hill of Tara im County Meath und eines der bedeutendsten Ganggräber Irlands. Der Rundhügel mit etwa 15 Metern Durchmesser und drei Metern Höhe entstand zwischen 3350 und 2800 v. Chr. und folgt dem gleichen Bautyp wie Newgrange: Eine kurze Passage führt in eine Kammer, die an zwei bestimmten Tagen im Jahr vom Sonnenaufgang erleuchtet wird. Rund 300 Skelette wurden hier gefunden, darunter auch Bronzezeitbestattungen, die Jahrhunderte nach der ursprünglichen Anlage zugefügt wurden. Der Name stammt wahrscheinlich von einer mittelalterlichen Praxis der Geiselhaltung auf dem Hügel – eine späte Überlieferungsschicht über einem jahrtausendealten Sakralort.
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Dún Ailinne ist eine der drei größten prähistorischen Erdwerksanlagen Irlands und liegt auf dem Hügel Knockaulin im County Kildare, südwestlich von Kilcullen. Die kreisförmige Einfriedung umfasst rund 13 Hektar und stammt aus der Eisenzeit, wurde aber bis ins Mittelalter genutzt. Von oben ist heute kaum etwas zu sehen – keine Mauern, keine Stelen, nur sanfte Erhebungen im Gras. Archäologische Grabungen haben jedoch hölzerne Kreisstrukturen aus der irischen Eisenzeit nachgewiesen, die auf zeremonielle Versammlungen der keltischen Könige von Leinster hinweisen. In der irischen Mythologie galt der Hügel als Sitz der Könige von Leinster. Wer die Stelle besucht, braucht etwas Vorstellungskraft – und wird dafür mit stiller Weite belohnt.
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