Abu Ghurab
Kairo
Architektur
Kairo versammelt architektonische Zeugnisse aus Jahrtausenden auf engstem Raum. Die Pyramiden von Abusir und Abu Gorab sowie die ungewöhnlich geneigte Bent Pyramid bei Dahschur zählen zu den frühesten Großbauten der Menschheit. Im mittelalterlichen Stadtkern prägen Bauwerke wie die Al-Azhar-Moschee, die Al-Aqmar-Moschee und die mächtigen Stadttore Bab Al-Nasr und Bab Zuweila das Bild. Der Abdin-Palast und die Al-Rifa'i-Moschee repräsentieren spätere Epochen, während der Baron-Empain-Palast mit seiner eigenwilligen Formensprache und die moderne Al-Fattah-Al-Aleem-Moschee die Bandbreite der Stadt bis in die Gegenwart verlängern.
30 Orte · Kairo, Ägypten · Redaktionell kuratiert
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Die Al-Azhar-Moschee im historischen Herz von Kairo gehört zu den ältesten und bedeutendsten Moscheen der islamischen Welt. Im Jahr 970 vom Fatimiden-Kalifen al-Mu'izz li-Din Allah errichtet, war sie die erste Moschee der neuen Hauptstadt – und gab Kairo seinen Beinamen „Stadt der tausend Minarette". Der Name leitet sich von az-Zahrā' ab, einem Ehrentitel für Fatima, die Tochter des Propheten Muhammad. Das Bauwerk ist ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes des islamischen Kairo und zeigt Bauelemente aus über tausend Jahren Umbau- und Erweiterungsgeschichte, von fatimidischen Bögen bis zu osmanischen Minaretten. Sie ist bis heute aktive Gebetsstätte und eines der eindrucksvollsten Zeugnisse islamischer Architektur in Ägypten.
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Der Cairo International Airport ist das bedeutendste Luftfahrtdrehkreuz Ägyptens und eines der verkehrsreichsten in Afrika. Er liegt im Nordosten der Hauptstadt Kairo und ist Heimatbasis der staatlichen Fluggesellschaft EgyptAir. Von hier aus bestehen Direktverbindungen in alle wichtigen Kontinente, wobei der Flughafen besonders als Brücke zwischen Europa, dem Nahen Osten und Afrika dient. Für Reisende nach Kairo ist er in der Regel der erste Kontakt mit der ägyptischen Hauptstadt – mit ihrer charakteristischen Mischung aus Geschäftigkeit, Hitze und dem weithin sichtbaren Dunst über der Nil-Metropole.
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Die Grabmoschee von Sultan Kait-Bay entstand zwischen 1472 und 1474 auf Geheiß des Mamlukensultans al-Aschraf Kait-Bay in Kairos nördlicher Totenstadt. Kunsthistoriker bezeichnen sie als eines der schönsten Meisterwerke islamischer Architektur: Das filigrane Minarett mit seinem dreigliedrigen Aufbau und das kunstvoll beschnitzte steinerne Kuppeldach gelten als Höhepunkte mamlukischer Baukunst. Das Gebäude ist zudem auf der ägyptischen 1-Pfund-Note abgebildet. Der gesamte Komplex vereint Moschee, Mausoleum, Koranschule und Herberge und wird bis heute als aktive Moschee genutzt.
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Die Große Sphinx von Gizeh ist das bekannteste und größte Sphinxbild der Welt – ein liegender Löwe mit dem Kopf eines Menschen, gemeißelt aus dem gewachsenen Kalkstein des Gizeh-Plateaus. Entstanden vermutlich unter Pharao Chephren (Regentschaft ca. 2558–2532 v. Chr.) in der 4. Dynastie des Alten Reichs, misst die Skulptur rund 73 Meter in der Länge und 20 Meter in der Höhe. Ursprünglich soll sie farbig bemalt gewesen sein. Über Jahrtausende lag sie fast vollständig im Wüstensand begraben, bis systematische Ausgrabungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert sie freilegten. Die Sphinx bewacht die Nekropole von Gizeh mit den berühmten drei Pyramiden und ist eines der letzten der antiken Sieben Weltwunder, die noch existieren – wenn auch in veränderter Form.
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Die Madrasa des Sultan an-Nasir Muhammad ibn Qalawun ist eine mittelalterliche Koranschule und Grabanlage im historischen Viertel Bayn al-Qasrayn an der al-Muizz-Strasse in Kairo. Begonnen unter Sultan Kitbugha um 1294, wurde sie von an-Nasir Muhammad fertiggestellt und 1303 eingeweiht. Das Bauwerk ist Teil des UNESCO-Welterbes Islamisches Kairo und besticht durch eine eindrucksvolle Fassade mit gotischen Elementen, die von Kreuzfahrerkirchen entlehnt wurden. Es steht unmittelbar neben dem aelteren Qalawun-Komplex und gehoert zu den bedeutendsten Mamluken-Bauten Aegyptens.
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Das Mohamed-Mahmoud-Khalil-Museum in Gizeh ist in einem prunkvollen Palast aus dem frühen 20. Jahrhundert untergebracht. Es beherbergt eine bedeutende Privatsammlung europäischer Kunst, die Mohamed Mahmoud Khalil und seine französische Frau zusammengetragen haben – darunter Werke des Impressionismus und Post-Impressionismus. Das Museum öffnete 1962 und ist damit eines der seltenen Häuser in der arabischen Welt, das schwerpunktmäßig westliche Malerei zeigt. Die elegante Architektur des Palastes ergänzt die Sammlung auf eindrucksvolle Weise.
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Die Moschee des Sultans al-Muayyad liegt direkt neben dem Bab Zuwayla, dem alten Südtor des fatimidischen Kairo, und gehört zu den eindrucksvollsten Mamlukenbauwerken Ägyptens. Errichtet zwischen 1415 und 1421 unter Sultan al-Mu'ayyad Shaykh, ersetzte sie ein Gefängnis – in dem der Herrscher selbst einst einsaß. Das Besondere: Die beiden Minarette wurden nicht neben, sondern direkt auf den mittelalterlichen Türmen des Bab Zuwayla gebaut – eine architektonische Einzigartigkeit in Kairo. Der Komplex umfasst Moschee, zwei Mausoleen mit dem Grab des Sultans sowie eine ehemalige Madrasa. Als Teil des UNESCO-Welterbes des islamischen Kairo spiegelt er die Hochzeit der Mamlukenarchitektur wider.
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