6.-Oktober-Panorama
Kairo
Geschichte
Kairo schichtet Jahrtausende Geschichte übereinander. Die Nekropolen von Abusir und Abu Gorab reichen in die Zeit der Pharaonen zurück, während Bauwerke wie die Al-Azhar Moschee und die Al-Aqmar Moschee die islamische Stadtgeschichte greifbar machen. Der Abdin-Palast erzählt von der Ära der ägyptischen Khediven und Könige, das 6th-of-October-Panorama vom Krieg von 1973. Auch Al-Rifa'i Moschee, Al-Hussein Moschee und die Kirche All Saints zeigen, wie vielschichtig das religiöse Erbe der Stadt ist. Al-Azhar University, eine der ältesten Lehreinrichtungen der Welt, verbindet diese Epochen bis in die Gegenwart.
30 Orte · Kairo, Ägypten · Redaktionell kuratiert
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Die Al-Azhar-Moschee im historischen Herz von Kairo gehört zu den ältesten und bedeutendsten Moscheen der islamischen Welt. Im Jahr 970 vom Fatimiden-Kalifen al-Mu'izz li-Din Allah errichtet, war sie die erste Moschee der neuen Hauptstadt – und gab Kairo seinen Beinamen „Stadt der tausend Minarette". Der Name leitet sich von az-Zahrā' ab, einem Ehrentitel für Fatima, die Tochter des Propheten Muhammad. Das Bauwerk ist ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes des islamischen Kairo und zeigt Bauelemente aus über tausend Jahren Umbau- und Erweiterungsgeschichte, von fatimidischen Bögen bis zu osmanischen Minaretten. Sie ist bis heute aktive Gebetsstätte und eines der eindrucksvollsten Zeugnisse islamischer Architektur in Ägypten.
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Die Al-Hussein-Moschee liegt im Herzen der Kairoer Altstadt, gleich neben dem berühmten Basar Chan el-Chalili und der Azhar-Moschee. Ursprünglich 1154 als Grabmoschee für Husain ibn Ali errichtet, wurde sie 1874 im neugotischen Stil umgebaut. Das Mausoleum gilt als eine der heiligsten Stätten des schiitischen Islams in Ägypten – viele Gläubige pilgern hierher, um an Husains Grab zu beten. Das gesamte Viertel rund um die Moschee trägt seinen Namen und ist ein lebendiges Zentrum religiöser und kultureller Aktivität in Kairo.
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Die Grabmoschee von Sultan Kait-Bay entstand zwischen 1472 und 1474 auf Geheiß des Mamlukensultans al-Aschraf Kait-Bay in Kairos nördlicher Totenstadt. Kunsthistoriker bezeichnen sie als eines der schönsten Meisterwerke islamischer Architektur: Das filigrane Minarett mit seinem dreigliedrigen Aufbau und das kunstvoll beschnitzte steinerne Kuppeldach gelten als Höhepunkte mamlukischer Baukunst. Das Gebäude ist zudem auf der ägyptischen 1-Pfund-Note abgebildet. Der gesamte Komplex vereint Moschee, Mausoleum, Koranschule und Herberge und wird bis heute als aktive Moschee genutzt.
Kairo
Fustāt war die erste islamische Hauptstadt Ägyptens, gegründet 641 n. Chr. nach der arabischen Eroberung des Landes. Der arabische General Amr ibn al-As ließ hier ein Lager errichten, das sich zur ersten planmäßigen islamischen Stadt Nordafrikas entwickelte. Bis zur Gründung von Kairo im Jahr 969 war Fustāt das Verwaltungs- und Handelszentrum des Landes. Die Stadt wurde 1168 von ihren eigenen Bewohnern niedergebrannt, um zu verhindern, dass die Kreuzfahrer sie einnahmen. Heute sind die Ruinen von Fustāt im Süden Kairos als archäologisches Gelände zugänglich, umgeben vom sogenannten Koptischen Kairo mit seinen frühen Kirchen und dem koptischen Museum.
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Das Gayer-Anderson-Museum in Kairo ist eines der faszinierendsten Hausmuseen des Nahen Ostens. Es besteht aus zwei aneinander grenzenden Hausbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert im historischen Viertel von Kairo, gleich neben der berühmten Ibn-Tulun-Moschee. Der britische Sanitätsoffizier Major Robert Grenville Gayer-Anderson Pascha bewohnte das Anwesen von 1935 bis 1942 mit Sondergenehmigung der ägyptischen Regierung und stattete es mit Teppichen, Antiquitäten, Waffen und Kuriositäten aus aller Welt aus. Seit 1945 ist das Haus als Museum zugänglich und zeigt ein einzigartiges Ensemble aus islamischer Wohnarchitektur und persönlichen Sammelstücken. Das Haus diente übrigens als Kulisse für den James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte".
Kairo
Die Große Sphinx von Gizeh ist das bekannteste und größte Sphinxbild der Welt – ein liegender Löwe mit dem Kopf eines Menschen, gemeißelt aus dem gewachsenen Kalkstein des Gizeh-Plateaus. Entstanden vermutlich unter Pharao Chephren (Regentschaft ca. 2558–2532 v. Chr.) in der 4. Dynastie des Alten Reichs, misst die Skulptur rund 73 Meter in der Länge und 20 Meter in der Höhe. Ursprünglich soll sie farbig bemalt gewesen sein. Über Jahrtausende lag sie fast vollständig im Wüstensand begraben, bis systematische Ausgrabungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert sie freilegten. Die Sphinx bewacht die Nekropole von Gizeh mit den berühmten drei Pyramiden und ist eines der letzten der antiken Sieben Weltwunder, die noch existieren – wenn auch in veränderter Form.
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Die Madrasa des Sultan an-Nasir Muhammad ibn Qalawun ist eine mittelalterliche Koranschule und Grabanlage im historischen Viertel Bayn al-Qasrayn an der al-Muizz-Strasse in Kairo. Begonnen unter Sultan Kitbugha um 1294, wurde sie von an-Nasir Muhammad fertiggestellt und 1303 eingeweiht. Das Bauwerk ist Teil des UNESCO-Welterbes Islamisches Kairo und besticht durch eine eindrucksvolle Fassade mit gotischen Elementen, die von Kreuzfahrerkirchen entlehnt wurden. Es steht unmittelbar neben dem aelteren Qalawun-Komplex und gehoert zu den bedeutendsten Mamluken-Bauten Aegyptens.
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