Ägyptisches Museum
Kairo
Kultur
Kairo, die Hauptstadt Ägyptens, bietet eine außergewöhnliche kulturelle Vielfalt, die Jahrtausende umspannt. Das Ägyptische Museum bewahrt eine der bedeutendsten Antikensammlungen der Welt, während Dahshur auf frühe Pyramidenbaukunst verweist. In der Altstadt laden die Al-Azhar-Moschee und das mittelalterliche Stadttor Bab Zuweila zur Erkundung islamischer Geschichte ein. Das Koptische Museum und die Ben-Esra-Synagoge spiegeln die christliche und jüdische Vergangenheit der Stadt wider, ergänzt durch die Basilika der Heiligen Therese. Das Gayer-Anderson-Museum und das Landwirtschaftsmuseum eröffnen weitere Blickwinkel auf das Leben vergangener Epochen. Abends bietet das Ägyptische Königliche Opernhaus ein vielseitiges Programm darstellender Künste.
30 Orte · Kairo, Ägypten · Redaktionell kuratiert
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Die Al-Azhar-Moschee im historischen Herz von Kairo gehört zu den ältesten und bedeutendsten Moscheen der islamischen Welt. Im Jahr 970 vom Fatimiden-Kalifen al-Mu'izz li-Din Allah errichtet, war sie die erste Moschee der neuen Hauptstadt – und gab Kairo seinen Beinamen „Stadt der tausend Minarette". Der Name leitet sich von az-Zahrā' ab, einem Ehrentitel für Fatima, die Tochter des Propheten Muhammad. Das Bauwerk ist ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes des islamischen Kairo und zeigt Bauelemente aus über tausend Jahren Umbau- und Erweiterungsgeschichte, von fatimidischen Bögen bis zu osmanischen Minaretten. Sie ist bis heute aktive Gebetsstätte und eines der eindrucksvollsten Zeugnisse islamischer Architektur in Ägypten.
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Der Cairo International Airport ist das bedeutendste Luftfahrtdrehkreuz Ägyptens und eines der verkehrsreichsten in Afrika. Er liegt im Nordosten der Hauptstadt Kairo und ist Heimatbasis der staatlichen Fluggesellschaft EgyptAir. Von hier aus bestehen Direktverbindungen in alle wichtigen Kontinente, wobei der Flughafen besonders als Brücke zwischen Europa, dem Nahen Osten und Afrika dient. Für Reisende nach Kairo ist er in der Regel der erste Kontakt mit der ägyptischen Hauptstadt – mit ihrer charakteristischen Mischung aus Geschäftigkeit, Hitze und dem weithin sichtbaren Dunst über der Nil-Metropole.
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Das Gayer-Anderson-Museum in Kairo ist eines der faszinierendsten Hausmuseen des Nahen Ostens. Es besteht aus zwei aneinander grenzenden Hausbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert im historischen Viertel von Kairo, gleich neben der berühmten Ibn-Tulun-Moschee. Der britische Sanitätsoffizier Major Robert Grenville Gayer-Anderson Pascha bewohnte das Anwesen von 1935 bis 1942 mit Sondergenehmigung der ägyptischen Regierung und stattete es mit Teppichen, Antiquitäten, Waffen und Kuriositäten aus aller Welt aus. Seit 1945 ist das Haus als Museum zugänglich und zeigt ein einzigartiges Ensemble aus islamischer Wohnarchitektur und persönlichen Sammelstücken. Das Haus diente übrigens als Kulisse für den James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte".
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Das Gezira-Zentrum für Moderne Kunst — auch Museum für moderne ägyptische Kunst genannt — befindet sich auf der Nilinsel Gezira im Stadtteil Zamalek und ist Teil des Nationalen Kulturzentrums, zu dem auch die Kairoer Oper gehört. Das 1936 gegründete Haus beherbergt eine umfangreiche Sammlung moderner und zeitgenössischer ägyptischer Malerei und Skulptur vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Es bietet einen seltenen Einblick in die Entwicklung der ägyptischen Bildenden Kunst jenseits pharaonischer Klischees — von Impressionismus beeinflussten Frühwerken bis zu abstrakten Positionen der Gegenwart.
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Die Madrasa des Sultan an-Nasir Muhammad ibn Qalawun ist eine mittelalterliche Koranschule und Grabanlage im historischen Viertel Bayn al-Qasrayn an der al-Muizz-Strasse in Kairo. Begonnen unter Sultan Kitbugha um 1294, wurde sie von an-Nasir Muhammad fertiggestellt und 1303 eingeweiht. Das Bauwerk ist Teil des UNESCO-Welterbes Islamisches Kairo und besticht durch eine eindrucksvolle Fassade mit gotischen Elementen, die von Kreuzfahrerkirchen entlehnt wurden. Es steht unmittelbar neben dem aelteren Qalawun-Komplex und gehoert zu den bedeutendsten Mamluken-Bauten Aegyptens.
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Das Mohamed-Mahmoud-Khalil-Museum in Gizeh ist in einem prunkvollen Palast aus dem frühen 20. Jahrhundert untergebracht. Es beherbergt eine bedeutende Privatsammlung europäischer Kunst, die Mohamed Mahmoud Khalil und seine französische Frau zusammengetragen haben – darunter Werke des Impressionismus und Post-Impressionismus. Das Museum öffnete 1962 und ist damit eines der seltenen Häuser in der arabischen Welt, das schwerpunktmäßig westliche Malerei zeigt. Die elegante Architektur des Palastes ergänzt die Sammlung auf eindrucksvolle Weise.
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Die Moschee des Sultans al-Muayyad liegt direkt neben dem Bab Zuwayla, dem alten Südtor des fatimidischen Kairo, und gehört zu den eindrucksvollsten Mamlukenbauwerken Ägyptens. Errichtet zwischen 1415 und 1421 unter Sultan al-Mu'ayyad Shaykh, ersetzte sie ein Gefängnis – in dem der Herrscher selbst einst einsaß. Das Besondere: Die beiden Minarette wurden nicht neben, sondern direkt auf den mittelalterlichen Türmen des Bab Zuwayla gebaut – eine architektonische Einzigartigkeit in Kairo. Der Komplex umfasst Moschee, zwei Mausoleen mit dem Grab des Sultans sowie eine ehemalige Madrasa. Als Teil des UNESCO-Welterbes des islamischen Kairo spiegelt er die Hochzeit der Mamlukenarchitektur wider.
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