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Mystik

Mysteriöse Orte in Kairo

Kairo schichtet Jahrtausende übereinander, und nirgendwo wird das greifbarer als an seinen rätselhaftesten Orten. In Sakkara warten das Begrabene Pyramidion, die Schichtenpyramide und die Mastabat al-Firaun darauf, ihre Geheimnisse preiszugeben, während das Bubasteion Grabkammern verbirgt, die tief in den Fels geschnitten sind. Die Pyramide des Khendjer erinnert an eine fast vergessene Herrscherdynastie. Im Stadtgewebe selbst stehen die Ben-Esra-Synagoge und die Blaue Moschee Seite an Seite mit dem neogotischen Baron-Empain-Palast und der Basilika der Heiligen Theresia – Schichten von Glauben und Geschichte, die Kairos mystische Tiefe ausmachen.

10 Orte · Kairo, Ägypten · Redaktionell kuratiert

  • Fustāt

    Fustāt

    Kairo

    GeschichteWissen

    Fustāt war die erste islamische Hauptstadt Ägyptens, gegründet 641 n. Chr. nach der arabischen Eroberung des Landes. Der arabische General Amr ibn al-As ließ hier ein Lager errichten, das sich zur ersten planmäßigen islamischen Stadt Nordafrikas entwickelte. Bis zur Gründung von Kairo im Jahr 969 war Fustāt das Verwaltungs- und Handelszentrum des Landes. Die Stadt wurde 1168 von ihren eigenen Bewohnern niedergebrannt, um zu verhindern, dass die Kreuzfahrer sie einnahmen. Heute sind die Ruinen von Fustāt im Süden Kairos als archäologisches Gelände zugänglich, umgeben vom sogenannten Koptischen Kairo mit seinen frühen Kirchen und dem koptischen Museum.

  • Mastabat al-Firawn

    Mastabat al-Firawn

    Kairo

    GeschichteWissen

    Die Mastabat al-Firawn – auf Arabisch Bank des Pharaos – ist das Grabdenkmal des altägyptischen Königs Schepseskaf, des letzten zeitgenössisch belegten Herrschers der 4. Dynastie (um 2510 v. Chr.). Sie liegt in Sakkara-Süd, zwischen der Stufenpyramide des Djoser und den Pyramiden Snofrus in Dahschur. Bemerkenswert ist ihre ungewöhnliche Form: Anders als seine Vorgänger wählte Schepseskaf keine Pyramide, sondern eine riesige quaderförmige Mastaba mit abgerundeten Enden. Warum er diese Form bevorzugte, ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion. Das Monument ist für Ägyptologie-Interessierte eine lohnende, weniger überlaufene Alternative zu den bekannten Pyramiden.

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