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Geheimtipps

Geheimtipps in Kiew

Kyiv überrascht abseits der großen Sehenswürdigkeiten mit Orten, die vor allem Einheimische schätzen. Der A.V. Fomin Botanische Garten lädt zur ruhigen Erkundung ein, während der Besarabsky-Markt und der Zhytnii-Markt den Alltag der Stadt greifbar machen. Die Bessarabska und die Halytska Square bieten urbanes Leben fernab des touristischen Trubels. Das One Street Museum widmet sich der Geschichte des Chreschatyk, und das Denkmal für die Magdeburger Rechte erinnert an ein weniger bekanntes Kapitel der Stadtgeschichte. Der Khreshchatyi Park verbindet den zentralen Boulevard mit der Natur am Flussufer.

30 Orte · Kiew, Ukraine · Redaktionell kuratiert

  • Bessarabska-Platz

    Bessarabska-Platz

    Kiew

    Architektur

    Der Bessarabska-Platz ist einer der zentralsten Treffpunkte Kiews und bildet das südliche Ende des Chreschtschatyk, der Hauptpromenade der Stadt, sowie den Beginn des Taras-Schewtschenko-Boulevards. Der kreisförmige Platz ist vor allem wegen seines Mittelpunkts bekannt: dem Bessarabski-Markt, einem historischen überdachten Marktkomplex aus dem frühen 20. Jahrhundert, der mit seinem gusseisernen Jugendstildach zu den schönsten Märkten Osteuropas zählt. Rund um den Platz verdichten sich wichtige Stadtachsen; er fungiert als verkehrsreicher Knotenpunkt und gleichzeitig als beliebter Ort für Kiewer, die flanieren, sich verabreden oder die Auslagen des Marktes erkunden wollen.

  • Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal

    Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal

    Kiew

    ArchitekturGeschichte

    Das Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal auf dem Sofijiwska-Platz in Kiew ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der ukrainischen Hauptstadt. Das 1888 enthüllte Reiterstandbild zeigt den Kosakenhetman Bohdan Chmelnyzkyj, der im 17. Jahrhundert den Aufstand gegen die polnische Adelsherrschaft anführte und die Zaporoger Hetmanschaft begründete. Mit erhobenem Streitkolben scheint er auf die Ferne zu weisen — historisch interpretiert als Geste der Ausrichtung nach Russland, heute jedoch als Symbol ukrainischer Stärke und Unabhängigkeit gelesen. Das Denkmal steht unweit der Sophienkathedrale und ist ein fester Anlaufpunkt für Einheimische wie Besucher.

  • Botanischer Garten „A. W. Fomin“

    Botanischer Garten „A. W. Fomin“

    Kiew

    NaturGeschichteWissen

    Der Botanische Garten „A. W. Fomin" in Kiew, oft der Alte Botanische Garten genannt, ist eine der ältesten wissenschaftlichen Gartenanlagen der Ukraine. 1839 als Teil der Fakultät Biologie der damaligen Wladimir-Universität gegründet, trägt er heute den Namen seines langjährigen Direktors Alexander Wassiljewitsch Fomin. Auf 22,7 Hektar wachsen Tausende Pflanzenarten aus allen Klimazonen der Welt, von mediterranen Kräutern bis zu sibirischen Koniferen. Der Garten ist ein beliebter Rückzugsort für Kiewer inmitten der Großstadt, besonders im Frühling zur Kirschblüte. Seit dem russischen Angriffskrieg ist er auch ein stilles Symbol für die Bewahrung von Natur und Kultur.

  • Chreschtschatyj-Park

    Chreschtschatyj-Park

    Kiew

    Natur

    Der Chreschtschatyj-Park ist eine rund 11,8 Hektar große Grünanlage im Herzen der ukrainischen Hauptstadt Kiew, angelegt 1972. Er liegt unmittelbar zwischen dem belebten Chreschtschatyk-Boulevard und dem Schewtschenko-Park und bildet damit eine grüne Pufferzone mitten in der dicht bebauten Innenstadt. Der Park bietet Wege zum Spazieren und Joggen, schattige Bänke und eine Hanglage, von der aus sich Teile der Stadt überblicken lassen. Für Kiewer Familien und Berufstätige ist er ein vertrauter Ort der alltäglichen Erholung — bescheiden, aber zentral und lebendig.

  • Chreschtschatyk

    Chreschtschatyk

    Kiew

    ArchitekturAktivitätenRomantik

    Der Chreschtschatyk ist die Hauptstraße Kiews und das Herz der ukrainischen Hauptstadt — ein bis zu 100 Meter breiter Boulevard mit sechs Fahrspuren, der sich durch die Innenstadt zieht. Die flankierenden Gebäude stammen überwiegend aus dem stalinistischen Wiederaufbau der späten 1940er und 1950er Jahre, nachdem die Nazis den ursprünglichen Chreschtschatyk im Rückzug gesprengt hatten. Trotz dieser Traumageschichte strahlt der Boulevard heute Lebendigkeit aus: Breite Gehwege mit Kastanienbäumen laden zum Schlendern ein, Cafés und Geschäfte reihen sich aneinander. An Wochenenden und Feiertagen wird er für den Autoverkehr gesperrt — dann gehört er ganz den Fußgängern, Straßenmusikanten und Familien. Der Maidan Nesaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit) liegt an seinem östlichen Ende und ist untrennbar mit der jüngeren Geschichte der Ukraine verbunden.

  • Denkmal für das Magdeburger Recht

    Denkmal für das Magdeburger Recht

    Kiew

    ArchitekturGeschichteWissen

    Das Denkmal für das Magdeburger Recht am Kiewer Ufer des Dnipro gilt als das älteste noch erhaltene Denkmal der ukrainischen Hauptstadt. Die klassizistische Säule aus weißem Stein wurde 1802 errichtet und erinnert an die Stadtrechtsurkunde, die Kiew im 15. Jahrhundert in Anlehnung an das Magdeburger Stadtrecht erhielt — eines der bedeutendsten Dokumente der mittelalterlichen Selbstverwaltung in Osteuropa. Das Denkmal steht im Rajon Podil direkt am Flussufer und verbindet Erinnerung an die Kiewer Rus, das christliche Erbe der Stadt und die Geschichte bürgerlicher Freiheiten. Der Standort bietet zugleich einen schönen Blick auf den Fluss.

  • Eine-Straße-Museum

    Eine-Straße-Museum

    Kiew

    GeschichteWissen

    Im historischen Kiewer Viertel Podil, einem der ältesten und lebendigsten Stadtteile der ukrainischen Hauptstadt, widmet sich das Eine-Straße-Museum der Geschichte einer einzigen Straße und ihrer Bewohner. Das 1991 gegründete Heimatmuseum zeigt Alltagsobjekte, Fotos und Dokumente, die vom Leben im Podil des 19. und 20. Jahrhunderts erzählen. Die unaufgeregte, persönliche Art der Präsentation macht den besonderen Reiz aus: Hier geht es nicht um große Ereignisse, sondern um die kleinen Geschichten, aus denen ein Stadtviertel besteht. Ein stiller Gegenpol zum touristischen Trubel des Podil.

  • Europäischer Platz

    Europäischer Platz

    Kiew

    Architektur

    Der Europäische Platz ist ein zentraler Knotenpunkt im Herzen Kiews, unweit des Maidan Nesaleschnosti. Der Platz ist nach einem Hotel benannt, das sich hier einst befand, und dient heute als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem mehrere Hauptstraßen, Buslinien und die Metrostation Teatralna zusammenkommen. Das Umfeld ist geprägt von Theatern, Einkaufszentren und dem Stadtleben der ukrainischen Hauptstadt. Als Teil der Kiew-Pechersk Lavra-Achse liegt er in direkter Nachbarschaft zu historischen Kulturstätten der Stadt.

  • Galizischer Platz

    Galizischer Platz

    Kiew

    Geschichte

    Der Galizische Platz ist ein Stadtplatz in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Er war bis 2023 unter dem Namen Siegesplatz oder Peremohy-Platz bekannt — die Umbenennung in Galizischer Platz erfolgte im Kontext des ukrainischen Dekommunisierungs- und Deokkupierungsprozesses, der nach dem russischen Angriff 2022 an Fahrt gewann. Der neue Name erinnert an die historische Region Galizien, die heute den Westen der Ukraine umfasst und tief in der ukrainischen nationalen Identität verwurzelt ist. Der Platz spiegelt damit die kulturelle und politische Neuausrichtung der Stadt wider, die seit 2022 intensiv an ihrer eigenständigen Identität arbeitet.

  • Бессарабський ринок

    Бессарабський ринок

    Kiew

    ArchitekturKulinarik

    Die Bessarabska Markthalle ist eines der bekanntesten Wahrzeichen im Zentrum von Kiew. Das Gebäude wurde 1912 errichtet und verfügt über eine Verkaufsfläche von knapp 2.900 Quadratmetern unter einem imposanten Glasdach. Die Stahlkonstruktion mit ihren neoklassizistischen Fassadenelementen zählt zu den architektonischen Glanzstücken der ukrainischen Hauptstadt. Im Inneren findet sich ein lebhafter Markt mit Frischwaren: Fleisch, Fisch, Käse, Gemüse und regionale Spezialitäten aus der Ukraine. Die Markthalle liegt direkt am Bessarabska-Platz, wenige Schritte vom Unabhängigkeitsplatz (Maidan Nesaleschnosti) entfernt, und ist ein unverzichtbarer Halt für alle, die die kulinarische Seite Kiews entdecken wollen.

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