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Architektur

Architektur in Kiew

Kiew bewahrt in seinen Straßen und Plätzen eine bemerkenswerte architektonische Vielfalt. Das Goldene Tor erinnert an die mittelalterliche Stadtgeschichte, während die Dormition Cathedral und die Kathedrale des Heiligen Pantaleon sakrale Baukunst verschiedener Epochen verkörpern. Die Co-Kathedrale St. Alexander und die Brodsky-Synagoge sowie die Große Chorsynagoge zeugen von der religiösen Pluralität der Stadt. Am Bessarabska-Platz prägt das Bessarabskyi-Marktgebäude das Stadtbild, und das Contracts House auf dem Europäischen Platz steht für klassizistische Handelsarchitektur. Auch der Baikove-Friedhof verdient als gestalteter Ort der Erinnerung Aufmerksamkeit. Der Samson-Brunnen rundet dieses vielschichtige Bild ab.

30 Orte · Kiew, Ukraine · Redaktionell kuratiert

  • Alexanderkirche

    Alexanderkirche

    Kiew

    Kultur

    Die Alexanderkirche ist der älteste und bedeutendste römisch-katholische Kirchenbau in Kiew, erbaut 1817 im klassizistischen Stil. Als Ko-Kathedrale des römisch-katholischen Bistums Kiew ist sie das Zentrum der lateinischen Kirche in der ukrainischen Hauptstadt. Die klassizistische Fassade mit Portikus unterscheidet das Gebäude deutlich von den orthodoxen Kirchenbauten der Stadt.

  • Bajkowe-Friedhof

    Bajkowe-Friedhof

    Kiew

    KulturGeschichte

    Der Baikowe-Friedhof, gegründet 1833, ist einer der ältesten und bedeutendsten Friedhöfe der Ukraine. Auf dem weitläufigen Gelände in Kiew sind Dichter, Wissenschaftler, Politiker und Helden des ukrainischen Widerstands begraben – ein Gang durch die Wege ist zugleich ein Gang durch die ukrainische Kulturgeschichte. Besonders beeindruckend sind die kunstvoll gemeißelten Grabmonumente aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, die oft von namhaften Bildhauern geschaffen wurden. Der Friedhof ist für Besucherinnen und Besucher zugänglich und zieht Menschen an, die Stille suchen oder die Geschichte der Stadt in Stein lesen wollen.

  • Bessarabska-Platz

    Bessarabska-Platz

    Kiew

    Geheimtipps

    Der Bessarabska-Platz ist einer der zentralsten Treffpunkte Kiews und bildet das südliche Ende des Chreschtschatyk, der Hauptpromenade der Stadt, sowie den Beginn des Taras-Schewtschenko-Boulevards. Der kreisförmige Platz ist vor allem wegen seines Mittelpunkts bekannt: dem Bessarabski-Markt, einem historischen überdachten Marktkomplex aus dem frühen 20. Jahrhundert, der mit seinem gusseisernen Jugendstildach zu den schönsten Märkten Osteuropas zählt. Rund um den Platz verdichten sich wichtige Stadtachsen; er fungiert als verkehrsreicher Knotenpunkt und gleichzeitig als beliebter Ort für Kiewer, die flanieren, sich verabreden oder die Auslagen des Marktes erkunden wollen.

  • Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal

    Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal

    Kiew

    GeschichteGeheimtipps

    Das Bohdan-Chmelnyzkyj-Denkmal auf dem Sofijiwska-Platz in Kiew ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der ukrainischen Hauptstadt. Das 1888 enthüllte Reiterstandbild zeigt den Kosakenhetman Bohdan Chmelnyzkyj, der im 17. Jahrhundert den Aufstand gegen die polnische Adelsherrschaft anführte und die Zaporoger Hetmanschaft begründete. Mit erhobenem Streitkolben scheint er auf die Ferne zu weisen — historisch interpretiert als Geste der Ausrichtung nach Russland, heute jedoch als Symbol ukrainischer Stärke und Unabhängigkeit gelesen. Das Denkmal steht unweit der Sophienkathedrale und ist ein fester Anlaufpunkt für Einheimische wie Besucher.

  • Brodsky-Synagoge

    Brodsky-Synagoge

    Kiew

    KulturGeschichte

    Die Brodsky-Synagoge — auch Choral-Synagoge genannt — ist eine der ältesten und bedeutendsten Synagogen Kiews. 1898 auf Initiative des jüdisch-ukrainischen Zuckermagnaten Lazar Brodsky erbaut, besticht sie durch ihren maurisch-romantischen Stil mit orientalischen Motiven, Rundbogenfenstern und einer prachtvollen Kuppel. Im 20. Jahrhundert litt die Synagoge schwer: Sowjetbehörden nutzten das Gebäude als Puppentheater, und die jüdische Gemeinschaft Kiews wurde durch Holocaust und Emigration dezimiert. Im Jahr 2000 wurde die Synagoge feierlich als Gotteshaus wiedereröffnet und dient seither wieder der jüdischen Gemeinde als spirituelles Zentrum. Heute ist sie nicht nur ein aktiver Ort des Gebets, sondern auch ein Zeugnis der reichen jüdischen Geschichte dieser Stadt.

  • Chreschtschatyk

    Chreschtschatyk

    Kiew

    AktivitätenGeheimtippsRomantik

    Der Chreschtschatyk ist die Hauptstraße Kiews und das Herz der ukrainischen Hauptstadt — ein bis zu 100 Meter breiter Boulevard mit sechs Fahrspuren, der sich durch die Innenstadt zieht. Die flankierenden Gebäude stammen überwiegend aus dem stalinistischen Wiederaufbau der späten 1940er und 1950er Jahre, nachdem die Nazis den ursprünglichen Chreschtschatyk im Rückzug gesprengt hatten. Trotz dieser Traumageschichte strahlt der Boulevard heute Lebendigkeit aus: Breite Gehwege mit Kastanienbäumen laden zum Schlendern ein, Cafés und Geschäfte reihen sich aneinander. An Wochenenden und Feiertagen wird er für den Autoverkehr gesperrt — dann gehört er ganz den Fußgängern, Straßenmusikanten und Familien. Der Maidan Nesaleschnosti (Platz der Unabhängigkeit) liegt an seinem östlichen Ende und ist untrennbar mit der jüngeren Geschichte der Ukraine verbunden.

  • Denkmal für das Magdeburger Recht

    Denkmal für das Magdeburger Recht

    Kiew

    GeschichteGeheimtippsWissen

    Das Denkmal für das Magdeburger Recht am Kiewer Ufer des Dnipro gilt als das älteste noch erhaltene Denkmal der ukrainischen Hauptstadt. Die klassizistische Säule aus weißem Stein wurde 1802 errichtet und erinnert an die Stadtrechtsurkunde, die Kiew im 15. Jahrhundert in Anlehnung an das Magdeburger Stadtrecht erhielt — eines der bedeutendsten Dokumente der mittelalterlichen Selbstverwaltung in Osteuropa. Das Denkmal steht im Rajon Podil direkt am Flussufer und verbindet Erinnerung an die Kiewer Rus, das christliche Erbe der Stadt und die Geschichte bürgerlicher Freiheiten. Der Standort bietet zugleich einen schönen Blick auf den Fluss.

  • Europäischer Platz

    Europäischer Platz

    Kiew

    Geheimtipps

    Der Europäische Platz ist ein zentraler Knotenpunkt im Herzen Kiews, unweit des Maidan Nesaleschnosti. Der Platz ist nach einem Hotel benannt, das sich hier einst befand, und dient heute als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, an dem mehrere Hauptstraßen, Buslinien und die Metrostation Teatralna zusammenkommen. Das Umfeld ist geprägt von Theatern, Einkaufszentren und dem Stadtleben der ukrainischen Hauptstadt. Als Teil der Kiew-Pechersk Lavra-Achse liegt er in direkter Nachbarschaft zu historischen Kulturstätten der Stadt.

  • Fernsehturm Kiew

    Fernsehturm Kiew

    Kiew

    GeschichteAussicht

    Der Fernsehturm Kiew ragt mit 385 Metern in den Himmel über der ukrainischen Hauptstadt und ist der höchste freistehende Stahlfachwerkturm der Welt – eine Rekordmarke, die er seit seiner Fertigstellung 1973 hält. Die filigrane Gitterkonstruktion aus Stahl ist ein Meisterstück sowjetischer Ingenieurskunst: Trotz des zierlichen Erscheinungsbildes ist der Turm für Windstärken bis zu 37 m/s und Erdbeben ausgelegt. Er dient als Sendestation für UKW-Radio und Fernsehen. Der Turm befindet sich im Stadtteil Syrets im Nordwesten Kiews und ist von weitem gut sichtbar. Obwohl er keine öffentliche Aussichtsplattform hat, ist er als Stadtsilhouette und Ingenieurdenkmal bemerkenswert.

  • Goldenes Tor (Kiew)

    Goldenes Tor (Kiew)

    Kiew

    Geschichte

    Das Goldene Tor ist eines der bedeutendsten mittelalterlichen Baudenkmäler der Ukraine und steht für die Blütezeit der Kiewer Rus. Es wurde um 1018 unter Fürst Jaroslaw dem Weisen als Haupteingang zur oberen Stadt Kiews errichtet, benannt nach dem Goldenen Tor Konstantinopels. Das mächtige befestigte Tor sollte sowohl militärischen Schutz bieten als auch die Macht und den Reichtum des Kiewer Reiches demonstrieren. Über die Jahrhunderte verfiel die Anlage, bevor 1982 eine aufwändige Rekonstruktion unter Einbeziehung der noch erhaltenen mittelalterlichen Reste abgeschlossen wurde. Heute beherbergt das Tor ein Museum zur Geschichte der Kiewer Rus und ist eines der meistbesuchten historischen Monumente der Stadt.

  • Haus mit den Chimären

    Haus mit den Chimären

    Kiew

    KulturMystik

    Das Haus mit den Chimären in Kiew ist eines der seltsamsten und zugleich faszinierendsten Gebäude Osteuropas. Der Architekt Władysław Horodecki ließ es 1902 im Jugendstil errichten und überzog die Fassade mit einem regelrechten Zoo aus steinernen Fantasiewesen: Nashörner, Elefanten, Frösche, Meerjungfrauen und eben Chimären drängen sich an Balkonen, Simsen und Erkern. Entstanden auf einem abschüssigen Grundstück nahe dem Kiewer Regierungsviertel, war das Haus ursprünglich Horodeckis eigener Wohnsitz. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wechselten Nutzung und Eigentümer mehrfach — zeitweise diente es dem sowjetischen Staat als Unterkunft für Staatsgäste. Heute ist es im Besitz der ukrainischen Präsidialverwaltung und wird für offizielle Empfänge genutzt; eine Besichtigung von außen bleibt aber möglich.

  • Kyrill-Kirche Kiew

    Kyrill-Kirche Kiew

    Kiew

    KulturGeschichte

    Die Kyrill-Kirche ist ein mittelalterliches Kloster im Nordwesten des historischen Zentrums von Kiew und eines der wichtigsten Zeugnisse der Kiewer-Rus-Architektur aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche vereint das ursprüngliche romanisch-byzantinische Innenraumkonzept mit einer ukrainisch-barocken Außenfassade aus späterer Zeit. Bemerkenswert sind die erhaltenen Fresken aus dem 12. Jahrhundert sowie Ergänzungen von Michail Wrubel aus dem 19. Jahrhundert – einem der bedeutendsten russisch-ukrainischen Symbolisten. Das Ensemble steht heute unter Denkmalschutz und ist Teil des UNESCO-Welterbes der historischen Stätten Kiews.

  • Marienpalast (Mariinskyi-Palast)

    Marienpalast (Mariinskyi-Palast)

    Kiew

    KulturGeschichteAussicht

    Der Marienpalast thront auf dem hohen rechten Dnjepr-Ufer in Kiew und zählt zu den schönsten Barockpalais der Ukraine. 1752 unter Zarin Elisabeth erbaut, diente er zunächst als kaiserliche Sommerresidenz und war zeitweise verlassen, bevor er restauriert wurde. Heute ist er die offizielle zeremonielle Residenz des ukrainischen Präsidenten und steht als geschütztes Baudenkmal. Das leuchtend blaue Fassadenensemble mit weißen Stuckornamenten geht auf den Architekten Bartolomeo Rastrelli zurück — denselben, der das Winterpalais in Sankt Petersburg entwarf. Unmittelbar daneben liegt das Werchowna Rada, das ukrainische Parlament, was dem Ort eine besondere politische Symbolik verleiht.

  • Mutter-Heimat-Statue

    Mutter-Heimat-Statue

    Kiew

    GeschichteAussicht

    Die Mutter-Heimat-Statue – ukrainisch Rodina-Mat – ist mit 102 Metern die höchste Statue Europas und das beherrschende Wahrzeichen der Kiewer Skyline. 1981 als Teil des Nationalen Museums der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg errichtet, verkörpert die aus Edelstahl gefertigte Kolossalstatue eine Frau, die Schwert und Schild erhebt. Als Symbol des sowjetischen Sieges über Nazi-Deutschland gedacht, wurde sie 2023 im Kontext des russisch-ukrainischen Krieges symbolisch umgestaltet: Das sowjetische Wappen auf dem Schild wurde durch den ukrainischen Dreizack ersetzt. Sie steht auf einem Museumshügel über dem Dnjepr und ist von weiten Teilen der Stadt sichtbar.

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