Bosporus-Brücke
Istanbul
Mystik
Istanbul trägt seine Geheimnisse tief in sich: unter der Erde, in vergessenen Mauern und in Bauwerken, die mehrere Epochen überdauert haben. Die Zisterne des Philoxenos und die Basilika-Zisterne verschwinden im Halbdunkel unter den Straßen der Stadt, während das Aquädukt des Valens als steinernes Gedächtnis durch moderne Viertel zieht. Die Kirche der Heiligen Polyeuktos und die Kirche der Jungfrau vom Pharos bewahren Schichten byzantinischer Geschichte, und die Festung Rumeli Hisarı blickt vom europäischen Ufer auf den Bosporus. Orte wie das Gefängnis des Anemas oder das Kefeli Camii erzählen von Identitätswandel und verdrängter Erinnerung – so auch das Armenische Genozid-Mahnmal der Stadt.
15 Orte · Istanbul, Türkei · Redaktionell kuratiert
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Das Amastrianum war ein öffentlicher Platz im byzantinischen Konstantinopel, der heute vollständig verschwunden ist. Seinen Namen erhielt er von der Stadt Amastris am Schwarzen Meer, aus der viele Bewohner des Viertels stammten. Der Platz diente als öffentliche Stätte für Bestrafungen und Hinrichtungen und ist in byzantinischen Chroniken mehrfach erwähnt. Nach dem Fall Konstantinopels 1453 verschwand er im Zuge der osmanischen Stadtentwicklung aus dem Stadtbild. Sein genauer Standort in Istanbul ist bis heute nicht zweifelsfrei lokalisiert.
Istanbul
Der Diamond of Istanbul war ein ambitioniertes Hochhausprojekt an der Büyükdere-Allee im Istanbuler Geschäftsviertel Maslak. Mit geplanten 280 Metern Höhe sollte es das höchste Gebäude der Türkei und des gesamten Mittelmeerraums werden. 2009 wurden die Bauarbeiten eingestellt; seitdem steht ein unfertiger Stahlbetonskelettbau an prominenter Lage – ohne erkennbare Fortschritte. Das Projekt war Teil eines Immobilienbooms, der Istanbul in den 2000er-Jahren mit ambitionierten Türmen überziehen sollte. Die Unterbrechung der Bauarbeiten hatte finanzielle und rechtliche Ursachen, die nie vollständig öffentlich geklärt wurden. Seither hat das Gebäude mehrmals den Namen und Projektnamen gewechselt; neuere Berichte sprechen von einem Neubeginn als "Etro Residences-Rams Beyond". Das halbfertige Gerüst ist heute ein ungewöhnlicher Blickfang im Maslak-Viertel und ein unfreiwilliges Denkmal für Istanbuls Bauambitionen der Nullerjahre.
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