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Babisqa

Babisqa ist eine frühbyzantinische Ruinenstätte im Gebiet der sogenannten Toten Städte im Nordwesten Syriens, rund 50 Kilometer südwestlich von Aleppo. Die Siedlung war im 4. bis 7. Jahrhundert ein aktives Handels- und Gemeindezentrum, eingebettet in ein dichtes Netzwerk verlassener Dörfer des Kalksteinmassivs. Historisch bemerkenswert ist die im Jahr 610 geweihte Kirche — sie gilt als die letzte byzantinische Kirche, die vor der arabischen Expansion noch in Nordsyrien eingeweiht wurde. Das Datum markiert damit eine Wasserscheide zwischen byzantinischer und frühislamischer Zeitrechnung in der Region. Heute zeugen Mauerreste aus lokal gehauenem Kalkstein vom dichten Siedlungsleben einer Epoche, die nach dem 7. Jahrhundert abrupt endete. Die gesamte Region der Toten Städte gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe.

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